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Zivilprozess721Strafprozess1990Verwaltungsverfahren167Zuständigkeitsfragen, Garantie des Wohnsitzrichters und des verfassungsmässigen Richters108Zwangsvollstreckung52Schiedsgerichtsbarkeit783
Schuldbetreibungs- und Konkursrecht89
Privatrecht1371▶
Zivilrecht373▶
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Strafrecht1788▶
Strafrecht (allgemein)919Straftaten716Verwaltungsstrafrecht148Straf- und Massnahmenvollzug5
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Privatrecht1/5▶
ZGBZivilgesetzbuch322ORObligationenrecht24BGBBBäuerliches Bodenrecht22IPRGInternationales Privatrecht9HRegVHandelsregisterverordnung2
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EMRKMenschenrechtskonvention4545BVBundesverfassung3904AuGAusländergesetz3297AIGAusländer- und Integrationsgesetz1859DSGDatenschutz12
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BGE (4)BGer (22)
1874–2026
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BGE ab 1875
18742026
BGE 119 IV 19521.09.1993
Art. 55 StGB ; Landesverweisung. Bei der Verurteilung eines Flüchtlings zu einer Landesverweisung muss der Strafrichter die einschränkenden Voraussetzungen der Flüchtlingsgesetzgebung berücksichtigen; ist der Entscheid der zuständigen Behörde über die Flüchtlingseigenschaft des…
BGE 101 IV 24516.05.1975
Art. 3 Abs. 6 ANAV . Bewilligungsfreie Nebenbeschäftigung. Der Ausländer, der eine Bewilligung zum Stellenantritt hat, darf bei gleichbleibender Art der Tätigkeit ohne neue Bewilligung einer Nebenbeschäftigung nachgehen; er muss auch dann keine neue Bewilligung einholen, wenn er…
BGE 100 IV 24428.11.1974

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BGE119 IV 195
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BGE 119 IV 195›Regeste›
Reg.·SV.·E.
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LSVLärmschutz-Verordnung0
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VStrRVerwaltungsstrafrechtsgesetz0
VVGVersicherungsvertragsgesetz0
1. Verweisungsbruch, Art. 291 StGB . Art. 23 ANAG ist zu dieser Bestimmung subsidiär (Erw. 1). 2. Trennung von Ehegatten infolge fremdenpolizeilicher Ausweisung, Art. 11 Abs. 2 ANAG . Das Bundesgericht kann nicht prüfen, ob diese Bestimmung vor dem das Recht zur Ehe…
BGE 99 IV 11016.07.1973
Art. 3 Abs. 3 ANAG und Art. 13 Abs. 4 ANAV ; Anstellung von Ausländern ohne Arbeitsbewilligung. 1. Im Falle unselbständiger Erwerbstätigkeit ist es unerheblich, aufgrund welchen zivilrechtlichen Vertragsverhältnisses zwischen dem Ausländer und dem in der Schweiz ansässigen…
2C_53/202622.06.2026
1. 1.1. Le 22 janvier 2021, C.B.________, de nationalité allemande, titulaire d'une autorisation d'établissement et domiciliée à Lausanne, a saisi le Service de la population du canton de Vaud (ci-après: le Service de la population) d'une demande aux fins de délivrance d'une…
2C_446/202321.12.2023
A. A.a. Der Staatsangehörige Simbabwes A.________ (geb. 1995) reiste 2009 erstmals in die Schweiz ein, woraufhin ihm das Migrationsamt des Kantons Zürich eine Aufenthaltsbewilligung zwecks Verbleib bei seinem Vater erteilte.
2C_681/202203.08.2023
A. B.________, né en 1967, et son épouse, C.________, née en 1970, tous deux ressortissants portugais, ainsi que deux de leurs enfants, D.________, née en 1998, et E.________, née en 2003, sont entrés en Suisse durant l'année 2013.
2C_1032/202225.01.2023
1. A.________, né en 1976, est ressortissant de République démocratique du Congo. Le 30 décembre 2015, il a épousé à U.________ (F) B.________, ressortissante de République démocratique du Congo et titulaire d'un permis B en Suisse, mère de deux filles nées en 2006 et 2010…
2C_468/201918.11.2019
A. Der 1975 geborene A.________ ist polnischer Staatsangehöriger und seit 1997 mit einer Landsfrau verheiratet, mit welcher er vier volljährige Kinder hat. Am 15. Dezember 2010 reiste er in die Schweiz ein, worauf ihm eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erteilt wurde.
2C_110/201410.07.2014
A. A.X.________ et son époux B.X.________, ressortissants congolais nés respectivement en 1963 et en 1962, ont tous deux été mis au bénéfice d'une autorisation d'établissement. B.X.________ a été condamné à deux reprises en 2006 pour des violences conjugales (voies de fait…
2C_782/201303.04.2014
A. A.a. Der serbische Staatsangehörige A.________ (geb. 1986) reiste 1995 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein. Er ist im Besitz der Niederlassungsbewilligung.
2C_536/201330.12.2013
A. A.a. A.X.________ (geboren 1983), kosovarischer Staatsangehöriger, reiste im Mai 1993 mit seiner Mutter im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und erhielt in der Folge die Niederlassungsbewilligung. Mit Urteil des Strafgerichts des Kantons Zug vom 14. September…
1C_555/201118.06.2012
A. A.a X.________ wurde am 7. Februar 1982 in Finnland geboren. Er besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit seines Vaters und die finnische seiner Mutter. Vorwiegend lebte er in Finnland, in jüngerer Zeit teilweise auch in Deutschland.
2C_983/201113.06.2012
A. X.________ (geb. 1970) stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien. Er heiratete am 20. Februar 2004 die in der Schweiz niedergelassene Y.________ (geb. 1967), worauf ihm die Migrationsbehörde des Kantons Solothurn eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau…
5F_4/201108.09.2011
A. Im Rahmen des Ehevorbereitungsverfahrens stellten Iris Rose, schweizerisch-französische Doppelbürgerin mit Wohnsitz in der Schweiz, und der in Ungarn wohnhafte Laszlo Losonci mit gemeinsamer Eingabe vom 17. September 2003 beim Zivilstandsamt Kreis Thun das Gesuch, den…
6B_904/201016.06.2011
A. Das Bundesstrafgericht erklärte X.________ mit Entscheid vom 12. Mai 2010 und Berichtigung vom 24. September 2010 der mehrfachen Urkundenfälschung im Amt sowie des mehrfachen Sich-bestechen-Lassens schuldig und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je Fr…
2C_209/201004.10.2010
A. X.________ reiste im Oktober 2000 unter der Identität von Z.________, Staatsangehöriger von Burundi, illegal in die Schweiz ein und ersuchte um Asyl. Das Gesuch wurde im Oktober 2001 vom Bundesamt für Flüchtlinge abgewiesen und der Gesuchsteller aus der Schweiz weggewiesen…
2D_56/200703.09.2007
A. X.________ est né le 13 décembre 1982 à Lomé au Togo. Il a déposé une demande de visa le 12 décembre 2005 pour entrer en Suisse à la suite de son mariage contracté au Togo le 19 octobre 2005 avec Y.________, ressortissante suisse, née le 3 octobre 1983. Avant ce mariage…
6S.152/200603.08.2006
A. Mit Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 4. Mai 2004 wurde X.________ wegen Missachtung einer Ausreisefrist (15. November 2002) der Zuwiderhandlung gegen fremdenpolizeiliche Vorschriften für schuldig befunden und in Anwendung von Art. 12 Abs. 3 und Art. 23 Abs. 6 ANAG mit Fr…
2A.305/200602.08.2006
A. Ressortissante philippine née le 2 septembre 1958, X.________ est arrivée en Suisse courant 1993, en provenance de son pays d'origine. Elle a brièvement travaillé dans la région bernoise puis, dès 1994, elle a vécu et travaillé sans autorisation à A.________, en qualité…
6S.232/200520.07.2005
A. Par décision du 1er décembre 2004, le Préfet de Lausanne a condamné X.________ à une amende de 10'000 fr. pour contraventions à la LSEE et à la loi vaudoise sur le contrôle des habitants.
2A.655/200411.04.2005
A. X.________, mazedonischer Staatsangehöriger, geb. 1957, erhielt im Jahre 1996 eine Jahresaufenthaltsbewilligung und verfügt seit Oktober 2002 über eine Niederlassungsbewilligung im Kanton Aargau. Zusammen mit seiner Ehefrau adoptierte er am 11. Januar 2001 im Zentrum für…
6S.137/200411.06.2004
A. Du mois de mai au 18 août 2002, X.________, enseignante née en 1948, a logé gratuitement chez elle et en partie nourri le ressortissant turc A.________, né en 1982, qui séjournait illégalement en Suisse depuis février 2002.
6S.206/200306.08.2003
A. Par jugement du 20 février 2003, le Tribunal de police du canton de Genève a condamné X.________, pour vol en bande et par métier (art. 139 ch. 1, 2 et 3 CP), et faux dans les certificats étrangers (art. 252 et 255 CP), à quinze mois d'emprisonnement avec sursis durant cinq…
6S.493/200220.03.2003
A. Das Obergericht des Kantons Luzern sprach X.________ am 6. November 2002 im Appellationsverfahren schuldig des mehrfachen vorsätzlichen Beschäftigens von Ausländerinnen ohne Bewilligung (Art. 23 Abs. 4 ANAG), der mehrfachen Verletzung der Meldepflicht (Art. 2 Abs. 2 i.V.m…
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BGE 119 IV 195BGEx
BGEx

BGE 119 IV 195

35. Extrait de l'arrêt de la Cour de cassation pénale du 21 septembre 1993 dans la cause Y. c. Ministère public du canton de Vaud (pourvoi en nullité)

Regeste

Art. 277bis BStPArt. 32 Ziff. 1 FlüchtlingskonventionArt. 41 StGB

Art. 55 StGB ; Landesverweisung. Bei der Verurteilung eines Flüchtlings zu einer Landesverweisung muss der Strafrichter die einschränkenden Voraussetzungen der Flüchtlingsgesetzgebung berücksichtigen; ist der Entscheid der zuständigen Behörde über die Flüchtlingseigenschaft des Betroffenen noch nicht ergangen, so hat er diese Frage nach den allgemeinen Voraussetzungen zur Prüfung von Vorfragen zu entscheiden (E. 2). Ob die Landesverweisung bedingt aufgeschoben oder vollzogen werden soll, hängt einzig von der Prognose über das zukünftige Verhalten des Verurteilten in der Schweiz ab; nicht von Bedeutung ist dabei die Frage, ob die Aussichten seiner Wiedereingliederung in der Schweiz oder seinem Heimatland erfolgsversprechender sind (E. 3).

Sachverhalt ab Seite 195

Sachverhalt

— BGE 119 IV 195, S. 195 —

A.- Entre le début août 1992 et la date de son arrestation, à savoir le 9 août de la même année, Y., requérant d'asile de nationalité turque, s'est livré à un trafic de drogue portant au moins sur une vingtaine de grammes d'héroïne.

— BGE 119 IV 195, S. 196 —

Le 8 août 1992, alors qu'il livrait une dose d'héroïne à un consommateur, dans les toilettes d'un établissement public, Y. a été surpris par un serveur, H., qui a tenté de s'emparer du sachet pour mettre fin à ces agissements délictueux. Y. a résisté et a même frappé H. à l'abdomen pour se libérer et prendre la fuite. La victime n'a pas subi de lésions durables, mais a eu mal à l'estomac et a dû suspendre son activité professionnelle pendant une semaine. En outre, peu après ces faits, Y. a dit à H. d'oublier ce qu'il avait pu voir le 8 août 1992 s'il tenait à éviter des ennuis pour lui-même ou pour sa femme.

B.- Par jugement du 11 février 1993, le Tribunal correctionnel du district de Vevey a reconnu Y. coupable de voies de fait, de menaces et d'infraction grave à la LStup. et l'a condamné à 20 mois d'emprisonnement, sous déduction de la détention préventive subie, et à 5 ans d'expulsion du territoire suisse. Il a en outre mis à sa charge une créance compensatrice de 1'000 francs et les frais de la cause.

C.- Le 5 avril 1993, la Cour de cassation pénale vaudoise a admis le recours interjeté par le condamné. Elle a réformé le jugement de première instance en ce sens qu'elle a ramené la peine à 14 mois d'emprisonnement avec sursis pendant 3 ans. Pour le surplus, elle a confirmé la décision du Tribunal correctionnel.

D.- Y. s'est pourvu en nullité contre cet arrêt. Invoquant une violation des art. 41 et 55 CP , il conclut, avec suite de frais et dépens, à l'annulation de l'arrêt attaqué et au renvoi de la cause à l'autorité cantonale pour qu'elle statue à nouveau. Relevant qu'il a déposé une demande d'asile le 10 décembre 1990, qui a été rejetée par l'Office fédéral des réfugiés en date du 5 juin 1991, décision qui fait l'objet d'un recours actuellement pendant, il conteste que les conditions permettant le prononcé d'une expulsion soient réalisées et considère qu'une telle mesure devait pour le moins être assortie du sursis.

Le recourant sollicite en outre l'assistance judiciaire et l'effet suspensif.

Erwägungen

Extrait des considérants:

2. Le recourant fait valoir que l'autorité cantonale a considéré à tort que sa demande d'asile était vouée à l'échec.

Selon la jurisprudence, le juge pénal qui envisage de prononcer une mesure d'expulsion à l'encontre d'un réfugié doit prendre en considération les art. 32 ch. 1 de la Convention relative au statut des réfugiés (RS 0.142.30) et 44 al. 1 de la loi sur l'asile (RS 142.31) et, — BGE 119 IV 195, S. 197 — le cas échéant, interpréter de manière restrictive l' art. 55 CP afin de tenir compte de ces normes selon lesquelles un réfugié à qui la Suisse a accordé l'asile ne peut être expulsé que s'il compromet la sécurité intérieure ou extérieure de la Suisse ou s'il a porté gravement atteinte à l'ordre public. Si les autorités compétentes en matière d'asile n'ont pas encore statué, le juge pénal doit se prononcer sur la qualité de réfugié conformément aux règles applicables à l'examen des questions préjudicielles ( ATF 116 IV 111 consid. bb et les références citées).

La cour cantonale n'a pas méconnu cette jurisprudence puisque, faisant sienne la motivation du jugement de première instance sur cette question, elle a considéré que l'expulsion était envisageable car la demande d'asile du recourant était promise au rejet, l'instruction n'ayant pas permis d'établir qu'il ait été personnellement inquiété ou arrêté en Turquie. L'autorité cantonale a constaté de surcroît que le recourant a déclaré avoir été en danger dans son pays parce que sa famille était sympathisante du parti clandestin kurde PKK et qu'il aurait effectué certaines activités ou propagande en faveur de ce mouvement. Son activité politique apparaît donc accessoire à celle de ses proches, de sorte qu'il n'y a pas lieu de considérer que sa demande d'asile ait plus de chances d'être admise que celle de son père, qui a été rejetée définitivement. Dans ces circonstances, les juges cantonaux n'ont pas violé le droit fédéral en appréciant, à titre préalable, les chances de succès de la requête d'asile déposée par le recourant et en concluant, sur la base des faits constatés, que celle-ci était vouée à l'échec.

En outre, dans la mesure où il fait valoir que la procédure en matière d'asile n'aurait pas été menée de manière correcte, le recourant s'écarte de l'état de fait de l'arrêt attaqué, de sorte que son grief n'est pas recevable sur ce point ( ATF 115 IV 41 consid. 3a).

3. a) Le recourant soutient d'autre part que l'expulsion devait pour le moins être assortie du sursis.

b) L' art. 41 ch. 1 al. 1 CP prévoit la possibilité d'accorder le sursis "en cas de condamnation à une peine privative de liberté n'excédant pas dix-huit mois ou à une peine accessoire". L'octroi ou le refus du sursis à l'expulsion dépend exclusivement des critères fixés à l' art. 41 ch. 1 al. 1 CP ( ATF 118 IV 104 consid. aa, ATF 114 IV 97 ). Ainsi, le juge pourra suspendre l'exécution de l'expulsion si les antécédents et le caractère du condamné font prévoir que cette mesure le détournera de commettre d'autres crimes ou délits ( ATF 117 IV 4 consid. 2b, 118 consid. b, ATF 114 IV 97 ). La protection de la sécurité publique — BGE 119 IV 195, S. 198 — n'intervient qu'au moment de décider ou non d'une expulsion; quant aux chances de resocialisation, elles doivent être prises en considération - lorsque l'accusé est condamné à une peine ferme - au moment de la libération conditionnelle ( ATF 114 IV 97 ). Pour décider si le sursis serait de nature à détourner l'accusé de commettre de nouvelles infractions, l'autorité cantonale doit se livrer à une appréciation d'ensemble ( ATF 117 IV 5 consid. 2b, 114 IV 97); dans ce cadre, elle dispose d'un large pouvoir d'appréciation ( ATF 115 IV 82 consid. 2a et les arrêts cités). La Cour de cassation ne peut donc intervenir, en considérant le droit fédéral comme violé, que si la décision attaquée ne repose pas sur les critères légaux ou si elle apparaît exagérément sévère ou clémente, au point que l'on puisse parler d'un abus du pouvoir d'appréciation ( ATF 104 IV 225 consid. b).

c) En l'espèce, l'autorité cantonale a relevé, d'une manière qui lie la Cour de cassation du Tribunal fédéral conformément à l' art. 277bis al. 1 PPF , que le recourant n'avait pas d'attaches importantes en Suisse, son père dont la demande d'asile a été rejetée ayant déjà dû quitter le pays. Elle a en outre mis l'activité délictueuse du recourant en relation avec le désoeuvrement de celui-ci, lequel apparaît comme la conséquence de sa situation en Suisse. Dans ces circonstances, on peut douter sérieusement qu'une expulsion assortie du sursis soit propre à le détourner de retomber dans la délinquance. D'une part, les conditions de vie qui sont les siennes dans le pays ne sont pas particulièrement propices pour éviter la récidive et d'autre part il n'a pas assez de liens avec la Suisse pour que l'on puisse penser qu'il accordera à sa présence dans le pays un prix suffisant pour le dissuader de commettre de nouvelles infractions. Dès lors, on ne saurait admettre que l'autorité cantonale a abusé de son large pouvoir d'appréciation en considérant qu'une expulsion assortie du sursis ne serait pas de nature à détourner le recourant de la récidive.

Le recourant reproche à l'autorité cantonale d'avoir violé l' art. 41 CP en se limitant à dire que ses chances de réinsertion paraissaient inexistantes en Suisse, sans déterminer si elles semblaient meilleures dans son pays d'origine.

Est seul déterminant en vue de l'octroi ou du refus du sursis le pronostic relatif au comportement futur du condamné en Suisse ( ATF 117 IV 6 ). Ainsi, c'est à juste titre que l'autorité cantonale n'a examiné que les chances de réinsertion du recourant dans ce pays; il n'y avait pas lieu de les mettre en parallèle avec ses perspectives d'amendement dans son pays d'origine. Le recours doit dès lors être rejeté.

Themen
Bedingte LandesverweisungBedingter Vollzug der LandesverweisungFlüchtlingseigenschaftLandesverweisungPrognose des zukünftigen VerhaltensResozialisierungVorfrageWiedereingliederungschancen
§Normen
Art. 32 Ziff. 1 FlüchtlingskonventionArt. 41 aStGB (1971)Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 aStGB (1971)Art. 44 Abs. 1 AsylGArt. 55 aStGB (1950)Art. 277bis Abs. 1 aPPF (1934)Art. 277bis aBStP (1934)
Zitierte Entscheide
BGE 118 IV 10424.01.1992
Bedingte Landesverweisung, Beginn der Probezeit, Basel-Stadt
BGE 117 IV 421.01.1991
Bedingter Vollzug der Landesverweisung, Bewährung am Arbeitsplatz, Ermessen
BGE 117 IV 521.01.1991
Bedingter Vollzug der Landesverweisung, Bewährung am Arbeitsplatz, Ermessen
BGE 117 IV 621.01.1991
Bedingter Vollzug der Landesverweisung, Bewährung am Arbeitsplatz, Ermessen
BGE 116 IV 11127.04.1990
Asylrechtliche Ausweisungsbeschränkung, Ausreiseanordnung, Entscheidungsverfahren
BGE 115 IV 8220.03.1989
Ermessen, Fahren in angetrunkenem Zustand, Gesamtwürdigung
BGE 115 IV 4116.01.1989
Grobe Fahrlässigkeit, Nichtigkeitsbeschwerde, Zahlungsunfähigkeit
BGE 114 IV 9714.12.1988
Bedingte Entlassung, Bedingte Hauptstrafe, Landesverweisung
BGE 104 IV 22515.12.1978
Bedingter Vollzug, Doppelnatur der Landesverweisung, Ermessensüberschreitung
Wird zitiert von
6B_262/201204.10.2012
Kurze Freiheitsstrafe, Geldstrafe, Gemeinnützige Arbeit
6B_482/201121.11.2011
Strafzumessung, Begründungspflicht, Verwertbarkeit eines Gutachtens
6S.80/200722.05.2007
Begründung, Bedingter Strafvollzug, Aufschiebende Wirkung
6S.490/200620.03.2007
Strafzumessung, Bedingter Strafvollzug
6S.489/200620.03.2007
Unterlassene Hilfeleistung, Strafzumessung, Bedingter Strafvollzug
6S.13/200701.03.2007
Bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug, Rückfallprognose, Nichtigkeitsbeschwerde
6S.454/200628.12.2006
Bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug, Prognose, Rechtliches Gehör
6S.456/200628.12.2006
Sursis zur Landesverweisung, Unentgeltliche Rechtspflege, Strafvollzug
Quelle: Bundesgericht·bger.ch·BGE 119 IV 195

Zitiervorschlag: BGE 119 IV 195, bgex.ch/bge/119-iv-195

Quelle des Entscheidtextes: bger.ch · Schweizerisches Bundesgericht · BGE 119 IV 195
6P.221/200627.12.2006
Willkürverbot, Rechtliches Gehör, Strafantrag
6S.310/200629.11.2006
Verminderte Schuldfähigkeit, Bedingte Entlassung aus der Landesverweisung, Totschlag
6S.466/200523.04.2006
Bedingte Entlassung, Gewährung des bedingten Vollzugs, Landesverweisung
6S.377/200517.11.2005
Nichtigkeitsbeschwerde, Kassationscharakter, Tatbestand der Drohung
6S.165/200505.07.2005
Arglist, Bedingte Landesverweisung / Aufschub, Betrug
6S.149/200531.05.2005
Aufschub der Landesverweisung, Strafzumessung, Landesverweisung
6P.27/200502.05.2005
Staatsrechtliche Beschwerde, Nichtigkeitsbeschwerde, Rechtliches Gehör
6P.188/200408.03.2005
Subsidiarität der staatsrechtlichen Beschwerde, Ressozialisierungschancen (chances de resocialisation), Bedingter Vollzug der Landesverweisung
6S.468/200403.02.2005
Prognose über das künftige Verhalten, Entlassung, Bedingte Entlassung
6S.277/200401.09.2004
Veruntreuung, Strafaufschub, Betrug
6S.123/200418.06.2004
Gewerbsmässiger Betrug, Strafmilderung wegen Zeitablaufs, Beschleunigungsgebot
6S.109/200417.05.2004
Bedingte Entlassung
6S.38/200309.07.2003
Gewerbsmässigkeit, Bedingte Freiheitsstrafe, Ecstasy
6P.138/200207.02.2003
Landesverweisung, Bedingter Strafvollzug, Rückfallgefahr
6S.283/200226.11.2002
Konkurrenz von Straftaten, Freiheitsberaubung und Entführung, Erpressung
BGE 123 IV 10720.06.1997
Flüchtlingseigenschaft, Bedingter Vollzug der Landesverweisung, Begründung der Dauer der Landesverweisung