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BGE (83)BGer (96)
1874–2026
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18742026
BGE 149 III 24221.02.2023
Art. 46 Abs. 1 VVG ; Art. 127 OR ; Rechtsschutzversicherung; Verjährung des Haftungsanspruchs für die Beratung durch den Versicherer. Auf die Schadenersatzforderung des Versicherten für die juristische Beratung durch die Rechtsschutzversicherung ist die Verjährungsfrist nach…
BGE 148 V 32704.03.2022
Art. 19 Abs. 2 und Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG ; Art. 49 UVG ; Rückerstattung unrechtmässig bezogener Unfalltaggelder durch die Arbeitgeberin. Eine Verrechnung von Unfalltaggeldern durch die Arbeitgeberin gegenüber dem Arbeitnehmer ist unzulässig. Hat die Arbeitgeberin keine…
BGE 146 III 36201.07.2020
Regressprivileg gegenüber einem Sozialversicherer ( Art. 75 ATSG ); Regressordnung nach Art. 51 Abs. 2 OR . Die von einem Teil der Lehre an BGE 143 III 79 geübte Kritik bildet keinen Anlass für eine Änderung der Rechtsprechung, wonach sich auf das Regressprivileg gegenüber einem…

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BGE149 III 242
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BGE 149 III 242›Regeste›
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MWSTVMehrwertsteuerverordnung2
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BdBStBundesratsbeschluss über die direkte Bundessteuer (bis 1994)1
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SSVSignalisationsverordnung0
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BGE 145 III 7208.02.2019
Art. 62 Abs. 1 lit. a und b URG , Art. 50 Abs. 1 OR ; Passivlegitimation des Access Providers bei Unterlassungs- und Beseitigungsansprüchen. Haftung des Access Providers (Anbieter von Internetzugang) als Teilnehmer an Urheberrechtsverletzungen Dritter verneint, die…
BGE 140 III 47308.09.2014
Art. 15, 117 und 122 IPRG ; anwendbares Recht; Übertragung von Patentanmeldungen. Bestimmung des anwendbaren Rechts. Auf Verträge über die Übertragung von Patentanmeldungen ist Art. 122 IPRG anwendbar. Offengelassen, ob für eine Abweichung von der in Art. 122 IPRG vorgesehenen…
BGE 139 III 41111.09.2013
Art. 342 Abs. 2 OR ; Art. 1 ArG ; Anwendbarkeit des ArG auf im Ausland beschäftigte Arbeitnehmer; Rezeptionsklausel. Auf im Ausland beschäftigte Arbeitnehmer ist das ArG auch bei Unterstellung des Arbeitsvertrages unter Schweizer Recht weder direkt noch indirekt über die sog…
BGE 139 III 26318.03.2013
Art. 46 Abs. 1 VVG ; Art. 131 OR . Die aus einem Verdienstausfallversicherungsvertrag geschuldeten Renten verjähren je nach zwei Jahren, entsprechend der in Art. 46 Abs. 1 VVG vorgesehenen Frist. Diese Bestimmung regelt die besondere Frage des Erlöschens des Grundverhältnisses…
BGE 139 III 21710.01.2013
Pauschalreisevertrag (Art. 1 Pauschalreisegesetz) oder Mäklervertrag ( Art. 412 OR )? Allein das Zurverfügungstellen einer Jacht fällt nicht unter das Bundesgesetz vom 18. Juni 1993 über Pauschalreisen, im Gegensatz zum Verkauf einer Kreuzfahrtreise (E. 2.1). Abgrenzung zwischen…
BGE 138 III 75016.10.2012
Von einem ausländischen Staat im Dienst des Chefs einer ständigen Mission beschäftigte ausländische Hausangestellte; Garantieerklärung des Arbeitgebers gegenüber der Schweiz; Rechtswahl zugunsten des ausländischen Rechts ( Art. 342 Abs. 2 OR ; Art. 18 IPRG ). Durch die…
BGE 138 III 41611.05.2012
Art. 6 VVG (in der seit 1. Januar 2006 in Kraft stehenden Fassung); Vertrag der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a), Verletzung der Anzeigepflicht und Kündigung. Ein kausaler Zusammenhang zwischen der verschwiegenen oder unrichtig mitgeteilten Gefahrstatsache und dem…
BGE 137 III 48111.10.2011
Schadenersatzklage aus einem durch ein Fahrzeug verursachten Unfall; längere strafrechtliche Verjährung ( Art. 83 Abs. 1 SVG und Art. 60 Abs. 2 OR ). Hat sich der Inhalt der strafrechtlichen Bestimmungen seit dem Unfall geändert, bestimmt sich nach den strafrechtlichen Regeln…
BGE 137 III 35207.06.2011
Art. 51 Abs. 2 OR und Art. 72 VVG ; Regressrecht des Schadensversicherers gegenüber einem kausal Haftpflichtigen. Der Versicherer, der den Ersatz des Schadens aus Vertrag übernommen hat, ist ein aus Vertrag Haft- bzw. Ersatzpflichtiger und kann gegenüber demjenigen, der für den…
BGE 136 III 14204.12.2009
Vollstreckung eines wegen Formmangels nichtigen Schenkungsversprechens. Unterscheidung zwischen einem Schenkungsversprechen und einer Handschenkung (E. 3.3). Ein wegen Formmangels nichtiges Schenkungsversprechen, das durch eine Vermögensübertragung erfüllt wurde, ist gemäss Art…
BGE 135 III 28903.04.2009
Art. 82 BVG ; Art. 7 Abs. 1 BVV 3 ; Art. 46 Abs. 1 VVG ; Art. 67 Abs. 1 OR ; Rechtsnatur der Rückerstattungsforderung betreffend Beiträge an die gebundene individuelle berufliche Vorsorge; Verjährung des Rückforderungsanspruchs. Die Rückforderung von Beiträgen an die gebundene…
BGE 135 III 29520.03.2009
Art. 216 Abs. 2 OR ; Form eines Vorvertrages, der den Kauf von Grundstücken und Fahrnis zum Gegenstand hat. In einem Vorvertrag, der den Kauf von Grundstücken und Fahrnis verbindet, können die Parteien einen Globalpreis als Gegenleistung für die Grundstücke und die übrigen…
BGE 135 III 25909.02.2009
Art. 394 Abs. 3 OR ; Festlegung des Anwaltshonorars. Es widerspricht Bundesrecht nicht, bei der Festlegung des Honorarbetrags dem durch den Anwalt erzielten Ergebnis Rechnung zu tragen. Anwendung auf den vorliegenden Fall (E. 2).
BGE 135 I 6315.12.2008
§§ 73 Abs. 1, 3 und 4, 83 StPO/ZH; Art. 9 BV ; Freigabe der Kaution, Willkür. Der deutsche Insolvenzverwalter ist ohne vorgängige Durchführung eines selbständigen Anerkennungsverfahrens und ohne Anhebung eines Anschlusskonkurses gemäss Art. 166 ff. IPRG zur Erhebung der…
BGE 134 III 59101.10.2008
Unterbrechung der Verjährung durch Schuldanerkennung ( Art. 135 Ziff. 1 OR ). Eine Akontozahlung unterbricht die Verjährung, wenn der Schuldner damit seine Zahlungspflicht im Grundsatz anerkennt und das Bestehen einer Restschuld nicht ausschliesst. Vorbehalte oder Ungewissheit…
BGE 133 III 66908.11.2007
Art. 77 Abs. 1 VVG ; Widerruf einer Begünstigungsklausel. Das Recht, eine Begünstigungsklausel zu widerrufen, erlöscht mit dem Tod des Versicherungsnehmers; es geht nicht auf die Erben über (E. 2-5).
BGE 133 V 40809.07.2007
Art. 89bis Abs. 6 ZGB ; Art. 33 Abs. 3 OR ; Art. 34 Abs. 1 VVG ; Art. 73 Abs. 1 BVG . Zur Unterscheidung zwischen Abschluss- und Vermittlungsagent (E. 5.3.4). Die Vorsorgeeinrichtung hat sich das Wissen des Vermittlungsagenten beim Abschluss eines Vorsorgevertrages ausnahmsweise…
BGE 133 III 32318.04.2007
Internationales Privatrecht; Gesetzeskollision; Anknüpfung der in Geldwäscherei bestehenden unerlaubten Handlung ( Art. 132 und 133 IPRG ). Mangels Rechtswahl zugunsten der lex fori ( Art. 132 IPRG ) beurteilen sich Ansprüche gegen eine Bank aus unerlaubter Handlung, bestehend…
BGE 132 III 60914.07.2006
Internationales Privatrecht; Anknüpfung der Anweisung ( Art. 117 IPRG ). Bei der Anweisung ist, vorbehältlich einer Rechtswahl, die Leistung des Angewiesenen als charakteristisch zu betrachten, und zwar sowohl im Verhältnis zwischen dem Anweisenden und dem Angewiesenen wie auch…
BGE 132 III 32117.01.2006
Schadensberechnung bei Invalidität; Überentschädigungsverbot; Anrechnung von schadensausgleichenden Leistungen Dritter; Haushaltschaden ( Art. 42 Abs. 2, Art. 46 Abs. 1 und Art. 51 Abs. 2 OR ; Art. 34 Abs. 2 BVG und Art. 26 BVV 2 in den bis zum 31. Dezember 2004 geltenden…
BGE 132 V 16609.01.2006
Art. 5 Abs. 1 lit. b und Art. 25 VwVG ; Art. 87 KVG : Feststellungsklage. Die Klage des bisherigen Krankenversicherers auf Feststellung, dass rund 29'000 Versicherte, in deren Namen der Verein Pro Life die obligatorischen Krankenversicherungsverhältnisse gekündigt hat, weiterhin…
BGE 132 III 28520.12.2005
Art. 116 IPRG ; Zulässigkeit der Rechtswahl. Reglemente privatrechtlicher Vereine können nicht Gegenstand einer Rechtswahl im Sinne von Art. 116 IPRG sein. Sie können nur im Rahmen einer materiellrechtlichen Verweisung unter Berücksichtigung der zwingenden Bestimmungen des…
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BGE 149 III 242BGEx
BGEx

BGE 149 III 242

30. Extrait de l'arrêt de la Ire Cour de droit civil dans la cause A. contre B. SA (recours en matière civile)
4A_22/2022 du 21 février 2023

Regeste

Art. 127 ORArt. 46 Abs. 1 VVGArt. 100 Abs. 1 VVG

Art. 46 Abs. 1 VVG ; Art. 127 OR ; Rechtsschutzversicherung; Verjährung des Haftungsanspruchs für die Beratung durch den Versicherer. Auf die Schadenersatzforderung des Versicherten für die juristische Beratung durch die Rechtsschutzversicherung ist die Verjährungsfrist nach Art. 127 OR , und nicht diejenige nach Art. 46 Abs. 1 VVG anwendbar (E. 5).

Sachverhalt ab Seite 243

Sachverhalt

— BGE 149 III 242, S. 243 —

A. A. (ci-après: l'assuré, le demandeur ou le recourant) a contracté auprès de B. SA (ci-après: l'entreprise d'assurance, l'assureur, la défenderesse ou l'intimée) une assurance de protection juridique.

Suite à la réception d'un préavis du 5 juin 2015 de l'Office de l'assurance-invalidité du canton de Berne (ci-après: l'Office AI) prévoyant de lui octroyer trois quarts de rente invalidité, il a fait appel à son assureur pour l'assister dans ses démarches auprès dudit office.

Représenté par l'entreprise d'assurance, l'assuré a émis des objections à l'encontre dudit préavis le 21 juillet 2015. L'Office AI a alors rendu un nouveau préavis remplaçant et annulant le précédent et indiquant qu'il n'existait finalement aucun droit à une rente invalidité. Toujours représenté par l'entreprise d'assurance, l'assuré a formulé des objections à l'encontre de ce préavis.

Par décision du 14 décembre 2015, l'Office AI a refusé d'octroyer une rente invalidité à l'assuré. Il a indiqué avoir procédé à des investigations supplémentaires suite aux objections formulées et être arrivé à la conclusion que les conditions d'octroi d'une rente invalidité n'étaient pas remplies.

Par jugement du 21 juin 2016, le Tribunal administratif du canton de Berne a rejeté le recours formé par l'assuré, représenté par l'entreprise d'assurance, à l'encontre de cette décision.

B. Après que la tentative de conciliation a échoué (...), l'assuré a déposé sa demande auprès du Tribunal régional Jura bernois-Seeland le 26 juin 2020, concluant à ce que l'entreprise d'assurance fût condamnée à lui payer la somme de 30'000 fr., intérêts en sus. En substance, l'assuré reproche à l'entreprise d'assurance d'avoir manqué de diligence dans les conseils prodigués et estime qu'elle aurait dû le rendre attentif aux risques que comportait la formulation d'objections suite au premier préavis.

Après avoir limité la procédure à la question de la prescription, le tribunal a rejeté la demande par décision du 29 mars 2021. Il a considéré que (...) la prétention éventuelle de l'assuré était (...) prescrite en vertu de l'art. 46 al. 1 de la loi fédérale du 2 avril 1908 sur le contrat d'assurance (LCA; RS 221.229.1).

Par décision du 3 décembre 2021 rendue en français, la 2 e Chambre civile de la Cour suprême du canton de Berne a rejeté l'appel formé par l'assuré. — BGE 149 III 242, S. 244 —

C. Contre cette décision, qui lui avait été notifiée le 7 décembre 2021, l'assuré a formé un recours en matière civile en allemand auprès du Tribunal fédéral le 19 janvier 2022. (...)

Le Tribunal fédéral a admis le recours et annulé et réformé l'arrêt attaqué, en ce sens que l'exception de prescription soulevée par la défenderesse est rejetée.

(extrait)

Erwägungen

Extrait des considérants:

5. Est litigieuse la question de savoir si, lorsque l'assureur de protection juridique donne des conseils juridiques et qu'il viole à cette occasion son devoir de diligence et cause un préjudice à l'assuré, le délai de prescription de la prétention en responsabilité de l'assuré est régi par le délai plus court de l' art. 46 al. 1 LCA ou par le délai de dix ans de l' art. 127 CO .

Pour résoudre cette question, il y a lieu de procéder à l'interprétation de l' art. 46 al. 1 LCA , l' art. 127 CO n'entrant en considération que si l' art. 46 al. 1 LCA n'est pas applicable ( art. 100 al. 1 LCA ).

5.1 La loi s'interprète en premier lieu selon sa lettre (interprétation littérale). Si le texte se prête à plusieurs interprétations, s'il y a de sérieuses raisons de penser qu'il ne correspond pas à la volonté du législateur, il convient de rechercher sa véritable portée au regard notamment des travaux préparatoires (interprétation historique), du but de la règle, de son esprit, ainsi que des valeurs sur lesquelles elle repose, singulièrement de l'intérêt protégé (interprétation téléologique) ou encore de sa relation avec d'autres dispositions légales (interprétation systématique) ( ATF 149 III 98 consid. 5.2; ATF 147 III 78 consid. 6.4; ATF 138 III 166 consid. 3.2; ATF 136 III 283 consid. 2.3.1; ATF 135 III 640 consid. 2.3.1). Lorsqu'il est appelé à interpréter une loi, le Tribunal fédéral adopte une position pragmatique en suivant ces différentes interprétations, sans les soumettre à un ordre de priorité ( ATF 149 III 98 consid. 5.2; ATF 147 III 78 consid. 6.4; ATF 137 III 344 consid. 5.1; ATF 133 III 257 consid. 2.4; ATF 131 III 623 consid. 2.4.4 et les références citées).

5.2 Selon l' art. 46 al. 1, 1 re phrase, LCA, entré en vigueur le 1 er janvier 2022, les créances qui découlent du contrat d'assurance se prescrivent par cinq ans à compter de la survenance du fait duquel naît l'obligation ("Die Forderungen aus dem Versicherungsvertrag verjähren [...] fünf Jahre nach Eintritt der Tatsache, welche die — BGE 149 III 242, S. 245 — Leistungspflicht begründet"; "[...] i crediti derivanti dal contratto di assicurazione si prescrivono in cinque anni dal fatto su cui è fondatol'obbligo di fornire la prestazione"). A part la durée du délai de prescription, qui a été portée de deux ans à cinq ans, la réserve de l'al. 3 et des modifications rédactionnelles, la nouvelle teneur n'a rien changé à la disposition précédemment en vigueur dans leurs versions en français et en allemand et applicable en l'espèce. Outre la réserve de l'al. 3 et la prolongation du délai de prescription, la version en italien a, quant à elle, précisé que ledit délai commence à courir non plus "dal fatto su cui è fondata l'obbligazione", mais "dal fatto su cui è fondato l'obbligo di fornire la prestazione".

Pour répondre à la question litigieuse, il faut tenir compte non seulement des termes "créances qui découlent du contrat d'assurance", mais également de la précision apportée s'agissant du point de départ de la prescription de ces créances, à savoir les termes "fait duquel naît l'obligation", "Tatsache, welche die Leistungspflicht begründet" et "fatto su cui è fondato l'obbligo di fornire la prestazione".

5.2.1 Comme l'indiquent plus précisément les versions en allemand et en italien de l' art. 46 al. 1 LCA , l'"obligation" visée par cette disposition est celle de l'assureur de fournir les prestations prévues dans le contrat d'assurance, par exemple, dans l'assurance-accidents, de verser les prestations convenues à raison de l'événement assuré ( ATF 119 II 468 consid. 2a; ATF 118 II 447 consid. 2b). Le "fait" est la réalisation du risque qui donne naissance à cette obligation de l'assureur. Ce "fait" n'est pas le même pour les prétentions issues des diverses catégories d'assurances ( ATF 118 II 447 consid. 2b).

5.2.2 Dans l'assurance de protection juridique, l'assureur fournit, d'une part, un service sous forme d'assistance juridique et, d'autre part, une prestation pécuniaire, ainsi que, dès le début du litige, l'obligation de garantir à son assuré le paiement des frais du litige ( ATF 119 II 468 consid. 2c).

Selon la jurisprudence, dans cette assurance, le "fait" duquel naît l'obligation de l'assureur correspond à la réalisation du risque, à savoir l'apparition du besoin d'assistance juridique ( ATF 126 III 278 consid. 7a; ATF 119 II 468 consid. 2c; arrêt 4A_609/2010 du 7 février 2011 consid. 1.2.1). Le point de départ ( dies a quo ) du délai de prescription de l' art. 46 al. 1 LCA court donc dès ce moment-là, et non dès le début du litige avec celui qui est appelé à devenir la partie adverse au procès, ni dès la fin du procès, par jugement — BGE 149 III 242, S. 246 — définitif ou transaction ( ATF 119 II 468 consid. 2c; arrêt 4A_609/2010 précité consid. 1.2.1). Ainsi, notamment, dès la survenance du besoin d'assistance, l'assuré peut prétendre à une garantie de couverture; si l'assureur accorde sa garantie pour une partie du litige, cela équivaut au paiement d'un acompte ( art. 135 ch. 1 CO ), qui interrompt la prescription pour l'entier de la créance de l'assuré; si l'assureur refuse de garantir les frais de défense de son assuré, celui-ci peut ouvrir, aux fins de l'y contraindre, une action, qui est interruptive de la prescription. Une fois le litige clos, le paiement ne constitue que l'exécution d'un engagement préexistant ( ATF 119 II 468 consid. 2c).

Les "créances [de l'assuré] qui découlent du contrat d'assurance" sont donc seulement celles dont l'assureur assume l'obligation en raison (née du fait) de la survenance du risque couvert, qui est le besoin d'assistance juridique, soit concrètement l'obligation de couvrir les frais d'un litige et/ou l'obligation de fournir des conseils. Il s'ensuit que la créance en dommages-intérêts, fondée sur la responsabilité contractuelle, qui est subséquente à la prestation d'assurance - les conseils fournis - et découle de la violation du devoir de diligence de l'assureur de protection juridique qui a fourni ces conseils, n'est pas visée par la lettre de l' art. 46 al. 1 LCA .

5.3 On ne peut rien déduire des travaux préparatoires en ce qui concerne les créances visées par cette disposition.

Selon le Message du Conseil fédéral, la brièveté du délai (de deux ans) correspond avant tout à un besoin pressant de la pratique des affaires; il faut qu'après un laps de temps assez court, l'assureur puisse être au clair sur sa situation pécuniaire (Message du 2 février 1904 sur le projet d'une loi fédérale concernant le contrat d'assurance, FF 1904 I 292 ad art. 43).

La révision de la LCA du 19 juin 2020 n'apporte pas d'élément nouveau. Certes, le Conseil fédéral a considéré que la proposition d'un allongement du délai de prescription à dix ans paraissait problématique du point de vue de la sécurité du droit, car des besoins spécifiques à l'assurance en matière de surveillance de la situation financière de l'entreprise d'assurance ne seraient pas suffisamment pris en considération, raison pour laquelle il a proposé une prolongation du délai de prescription à cinq ans, les parties pouvant prévoir contractuellement un délai plus long (Message du 28 juin 2017 concernant la révision de la loi fédérale sur le contrat d'assurance, — BGE 149 III 242, S. 247 — FF 2017 4781 ch. 1.6.3; cf. VINCENT BRULHART, Droit des assurances privées, 2 e éd. 2017, p. 543 s. n. 1124; DIDIER ELSIG, in Commentaire romand, Loi sur le contrat d'assurance, 2022, n° 1 ad art. 46 LCA ).

5.4 Admettre le délai de prescription de dix ans de l' art. 127 CO , dès lors que l' art. 46 al. 1 LCA n'est pas applicable ( art. 100 al. 1 LCA ), n'entre pas en conflit avec le but de l' art. 46 al. 1 LCA . En effet, contrairement aux prétentions de l'assuré nées du risque couvert au sens de l' art. 46 al. 1 LCA et ignorées de l'assureur tant que l'assuré ne les fait pas valoir, la créance en dommages-intérêts est fondée sur des faits dont l'assureur a connaissance.

5.5 La soumission de la créance en dommages-intérêts au délai de prescription de dix ans de l' art. 127 CO est d'ailleurs approuvée par une partie de la doctrine qui s'est prononcée sur cette question.

Ainsi, KRAUSKOPF/MÄRKI considèrent que, puisque les conditions de la prétention en dommages-intérêts trouvent leur fondement dans le Code des obligations ( art. 398 et 97 CO ), il y a lieu de donner la préférence à l' art. 127 CO . En outre, l' art. 46 al. 1 LCA n'est pas adapté aux prétentions contractuelles en dommages-intérêts puisqu'il ne tient pas compte de moments subjectifs, tel que celui de la connaissance du dommage, de sorte que ces prétentions pourraient se prescrire avant même que l'assuré lésé ne connaisse ou puisse connaître son dommage. Par ailleurs, le but de tenir compte des besoins des entreprises d'assurance visé par l' art. 46 al. 1 LCA ne vaut pas pour les prétentions en dommages-intérêts qui découlent de la violation du contrat d'assurance et qui doivent se prescrire, comme pour les prétentions contre un avocat, selon l' art. 127 CO (KRAUSKOPF/MÄRKI, Juristische Dienstleistungen des Rechtsschutzversicherers, in Rechtsschutzversicherung und Anwalt, 2017, p. 179 s.).

ANDREA EISNER-KIEFER, qui cite ces premiers auteurs, estime que l'appréciation de la violation du devoir de diligence s'apprécie selon les règles du mandat, de sorte qu'il paraît plus adapté d'appliquer l' art. 127 CO , et qu'il n'y a pas de motif fondé de prévoir que le délai de prescription serait plus court pour l'assureur que pour tous les autres débiteurs (ANDREA EISNER-KIEFER, Verjährung in der Privatversicherung, in Die Verjährung, 2018, p. 108 s.).

Au contraire, d'autres auteurs soutiennent que l' art. 46 al. 1 LCA est applicable. Dès lors qu'ils ne prennent en considération que les termes "créances qui découlent du contrat d'assurance" et font abstraction de la fin de l'alinéa et/ou ne discutent pas spécialement des — BGE 149 III 242, S. 248 — créances en dommages-intérêts pour les conseils en matière d'assurance de protection juridique, leur position ne convainc pas.

Il en va ainsi de CHRISTOPH K. GRABER, qui considère que la prétention en dommages-intérêts pour violation du devoir de diligence constitue bien une prétention contractuelle découlant du rapport d'assurance (CHRISTOPH K. GRABER, in Basler Kommentar, Versicherungsvertragsgesetz, 2 e éd. 2022, n° 9 ad art. 46 LCA ), de PASCAL PICHONNAZ, qui affirme que l' art. 46 al. 1 LCA est applicable (PASCAL PICHONNAZ, in Commentaire romand, Code des obligations, 3 e éd. 2021, n° 28 ad art. 127 CO p. 1116), de DIDIER ELSIG, qui mentionne uniquement les "prétentions en dommages-intérêts découlant du contrat d'assurance" (ELSIG, op. cit., n° 12 ad art. 46 LCA ), et de KELLER/ROELLI, qui se contentent de mentionner les prétentions contractuelles en dommages-intérêts dans une liste de prétentions qui sont, selon eux, soumises à l' art. 46 al. 1 LCA (KELLER/ROELLI, Kommentar zum Schweizerischen Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag, vol. I, 2 e éd. 1968, p. 665).

5.6 En conclusion, dès lors que la créance litigieuse est fondée sur le prétendu dommage qu'aurait causé l'entreprise d'assurance intimée en prodiguant à l'assuré recourant des conseils juridiques et en violant prétendument à cette occasion son devoir de diligence, c'est à tort que la cour cantonale a appliqué le délai de prescription de l'ancien art. 46 al. 1 LCA . La question de savoir si, comme elle l'affirme, l'entreprise d'assurance est assurée en responsabilité civile n'est pas déterminante, pas plus que ne l'est la constitution d'une provision spécifique au présent litige, dès lors que le délai de prescription n'influe ici ni sur la durée de la procédure judiciaire ni sur celle de la provision. Le délai de prescription décennal de l' art. 127 CO étant applicable, la prétention invoquée par le demandeur recourant n'est pas prescrite.

Point n'est dès lors besoin d'examiner les autres griefs du recourant.

Themen
GesetzesauslegungRechtsschutzversicherungVerjährungVerjährung der Haftung des Rechtsschutzversicherers für Rechtsberatung
§Normen
Art. 46 Abs. 1 VVGArt. 100 Abs. 1 VVGArt. 127 OR
Zitierte Entscheide
BGE 149 III 9818.07.2022
Betriebsbegriff, Massenentlassung, Geografische Nähe
BGE 147 III 7828.12.2020
Restriktive Auslegung von Ausnahmebestimmungen, Verjährung von Forderungen aus Arbeitszeugnis, Klage auf Ausstellung oder Berichtigung eines Arbeitszeugnisses
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Auflösungsklage, Auslegung, Nicht abschliessende Aufzählung
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4A_609/201007.02.2011
Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung, Rechtsschutzversicherung, Verjährung
BGE 136 III 28331.05.2010
Auslegung des Gesamtarbeitsvertrags, Bindung an tatsächliche Feststellungen, Ferienentschädigung
BGE 135 III 64023.12.2009
Freier Übertritt, Personalverleih, Lohnbestimmung
BGE 133 III 25728.11.2006
Kaufvertrag, Schadenersatz, Wandelung
BGE 131 III 62330.09.2005
Form der Abweichung, Grundregime von Art. 324a OR, Karenzfrist
BGE 126 III 27809.03.2000
Beginn der Verjährung, Diebstahlversicherung, Verjährung
BGE 119 II 46820.08.1993
Beginn der Verjährung, Rechtsschutzversicherung, Verjährung in der Rechtsschutzversicherung
BGE 118 II 44722.10.1992
Änderung der Rechtsprechung, Endentscheid, Invalidität
Wird zitiert von
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Quelle: Bundesgericht·bger.ch·BGE 149 III 242

Zitiervorschlag: BGE 149 III 242, bgex.ch/bge/149-iii-242

Quelle des Entscheidtextes: bger.ch · Schweizerisches Bundesgericht · BGE 149 III 242