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BGE – amtlich publizierte Leitentscheide
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BGE (2)BGer (10)
1874–2026
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BGE ab 1875
18742026
BGE 132 V 29906.03.2006
Art. 47 Abs. 1, Art. 53 KVG ; Art. 98 lit. a, Art. 129 Abs. 1 lit. b OG ; Art. 6 Ziff. 1 EMRK : Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen Beschwerdeentscheid des Bundesrates betreffend Festsetzung des Spitaltarifs. Auf die gegen einen Beschwerdeentscheid des Bundesrates betreffend…
Stent
7B_116/202512.01.2026
A. A.a. A.________ (ci-après: le prévenu), né en 1945, ainsi que trois autres membres de sa famille, ont fait l'objet d'une procédure pénale dirigée par le Ministère public de la République et canton de Genève (ci-après: le Ministère public), notamment pour traite d'êtres…
Stent

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BGE132 V 299
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StentUND
BGE 132 V 299›Regeste›
Reg.·E.
1B_362/201917.09.2019
A. Le 21 avril 2017, le corps sans vie de C.________ a été découvert dans un ravin; sa disparition avait été signalée le 17 décembre 2016 par sa fille B.________. L'enquête a conduit à l'interpellation du mari de la victime, A.________, qui a admis avoir tué son épouse lors…
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8C_317/201809.08.2018
A. A.a. Der 1961 geborene A.________ meldete sich am 18. August 2007 bei der IV-Stelle des Kantons Aargau unter Hinweis auf seine Rückenschmerzen zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der medizinischen und beruflichen Verhältnisse verneinte die IV-Stelle - nach durchgeführtem…
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6B_511/201825.07.2018
A. Le 12 novembre 2015, X.________ a déposé une plainte pénale contre inconnu pour lésions corporelles graves. Il a expliqué que, le 8 septembre 2015, il avait subi une opération de la cataracte à l'oeil gauche, pratiquée par la Dresse A.________, et que cette opération avait…
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6B_946/201708.03.2018
A. Par acte d'accusation du 4 octobre 2016, X.________ a été renvoyé en jugement pour blanchiment d'argent.
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9C_734/201313.03.2014
A. W.________, geboren am 7. November 1950, ist gelernter Maschinenmechaniker und arbeitete ab 1989 bis Ende April 2012 als Monteur in der N.________ AG. Am 1. November 2011 meldete er sich unter Hinweis auf schmerzende Druckstellen in der rechten Hand, starke Schmerzen bei…
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9C_633/200916.04.2010
A. C.________ a travaillé comme aide de cuisine dans un restaurant à Y.________ jusqu'au 10 avril 2002, date à laquelle il a été mis en arrêt de travail. Le 23 juillet 2003, il a présenté une demande de prestations de l'assurance-invalidité visant singulièrement à l'octroi d'une…
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9C_335/200911.09.2009
A. M.________, ressortissant espagnol né en 1956, a travaillé en Suisse de 1986 à 1995 dans le secteur de la construction. Il est retourné dans son pays d'origine où il a exercé en dernier lieu l'activité de maçon. Il a cessé de travailler le 30 septembre 2002 pour des raisons…
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I 751/0319.03.2004
B. Par jugement du 10 juillet 2003, le Tribunal des assurances du canton de Vaud a annulé la décision entreprise et renvoyé la cause à l'administration pour nouvelle décision après complément d'instruction sur les plans psychiatrique et économique.
Stent
4P.271/200227.03.2003
A. A.a A.________, né en 1933, a été adressé par son médecin traitant au Dr B.________, médecin-adjoint à la division de gastro-entérologie et d'hépatologie de l'hôpital X.________, en raison de problèmes biliaires. Le 11 décembre 1995, le Dr B.________ a placé dans la voie…
Stent
BGE 145 IV 50317.09.2019
Art. 221 Abs. 1 lit. a, 231 Abs. 1 und 237 Abs. 3 StPO; Fluchtgefahr nach erstinstanzlicher Verurteilung; elektronische Fussfessel. Der 82-jährige Beschuldigte, der erstinstanzlich zu einer Freiheitsstrafe von 18 Jahren wegen Mordes verurteilt worden ist, muss damit rechnen, bis…
Stent
BGE 132 V 299BGEx
BGEx

BGE 132 V 299

33. Auszug aus dem Urteil i.S. Klinik X. gegen santésuisse St. Gallen-Thurgau-Glarus und Schweizerischer Bundesrat
K 21/03 vom 6. März 2006

Regeste

Art. 6 Ziff. 1 EMRKArt. 47 Abs. 1 KVGArt. 53 KVG

Art. 47 Abs. 1, Art. 53 KVG ; Art. 98 lit. a, Art. 129 Abs. 1 lit. b OG ; Art. 6 Ziff. 1 EMRK : Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen Beschwerdeentscheid des Bundesrates betreffend Festsetzung des Spitaltarifs. Auf die gegen einen Beschwerdeentscheid des Bundesrates betreffend Festsetzung des Spitaltarifs durch die Kantonsregierung gerichtete Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist nicht einzutreten. Keine Verletzung des Anspruchs auf Zugang zu einem Gericht gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK , sofern - was offen gelassen wurde - dessen Anwendbarkeit überhaupt zu bejahen wäre. (Erw. 4)

Erwägungen

— BGE 132 V 299, S. 300 —

Aus den Erwägungen:

4.3

4.3.1 Ist der sachliche Geltungsbereich von Art. 6 Ziff. 1 EMRK betroffen, besteht Anspruch auf Zugang zu einem unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht. Die Vertragsstaaten haben die wirksame Ausübung dieses Rechts zu gewährleisten, verfügen jedoch in der Wahl der Mittel hierzu, namentlich in der konkreten Ausgestaltung der innerstaatlichen Gerichtsbarkeit, über einen erheblichen Ermessensspielraum (Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR] i.S. Airey gegen Irland vom 9. Oktober 1979, Série A vol. 32 Ziff. 26; A. gegen Grossbritannien vom 17. Dezember 2002, Reports 2002-X S. 146 Ziff. 97; Teltronic-CATV gegen Polen vom 10. Januar 2006 [Application No. 48140/99] Ziff. 46; Jedamski gegen Polen vom 26. Juli 2005 [Application No. 73547/01] Ziff. 58). In institutioneller Hinsicht verlangt Art. 6 Ziff. 1 EMRK , dass im individuell-konkreten zivil- oder strafrechtlichen Streitverfahren der Rechtsweg an ein den Anforderungen der Konventionsbestimmung genügendes Gericht offen steht; hingegen besteht grundsätzlich kein konventionsrechtlicher Anspruch auf einen Instanzenzug (vgl. auch BGE 124 I 263 Erw. 5b/aa mit Hinweisen) oder - sofern ein solcher besteht - auf Gerichtsbarkeit in allen Instanzen, insbesondere auch — BGE 132 V 299, S. 301 — nicht auf Zugang zu einem obersten Gericht (vgl. MIEHSLER/VOGLER, Rz 272 f. zu Art. 6, in: KARL WOLFRAM ET AL. [Hrsg.], Internationaler Kommentar zur Europäischen Menschenrechtskonvention, Köln/Berlin/München 2004, mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). Art. 6 Ziff. 1 EMRK räumt sodann keinen individuellen Anspruch auf direkte Anfechtung generell-abstrakter Regelungen ein: Die Bestimmung findet zwar nach der Praxis der Konventionsorgane mitunter auch auf (verfassungsgerichtliche) Verfahren der abstrakten Normenkontrolle Anwendung, dies jedoch nur, soweit das nationale Recht die Möglichkeit der direkten Gesetzesanfechtung vorsieht (Urteil des EGMR i.S. Voggenreiter gegen Deutschland vom 8. Januar 2004, Reports 2004-I [Auszüge] S. 11 f. Ziff. 31 und 33, mit Hinweisen). Art. 6 Ziff. 1 EMRK selbst verlangt mithin grundsätzlich keine abstrakte Normenkontrolle. Entsprechendes gilt mit Bezug auf Art. 13 EMRK , wonach gegen Verletzungen der in der Konvention festgelegten Rechte und Freiheiten eine wirksame Beschwerde möglich sein muss (Urteil E. et al. der I. öffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts vom 14. Februar 2000 [1P.560/ 1999] Erw. 3b; aus der Rechtsprechung des EGMR: James u.a. gegen Grossbritannien vom 21. Februar 1986, Série A vol. 98 Ziff. 85; Hatton u.a. gegen Grossbritannien vom 8. Juli 2003, Reports 2003-VIII S. 230 Ziff. 138; Costello-R oberts gegen Grossbritannien vom 25. März 1993, Série A vol. 247-C Ziff. 40: zum Ganzen s. auch RAINER J. SCHWEIZER, Die schweizerischen Gerichte und das europäische Recht, in: ZSR 1993, 2. Halbbd., S. 688 f.; RUTH HERZOG, Art. 6 EMRK und kantonale Verwaltungsrechtspflege, Bern 1995, S. 139).

4.3.2 Im hier zu beurteilenden Fall richtet sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde in der Hauptsache gegen die bundesrätliche Festsetzung einzelner Tarifpositionen im stationären Bereich für den Zeitraum 1997-2000; es betrifft dies die Herzchirurgie inkl. Plantate (Fr. 16'660.- pro Fall sowie Fr. 914.- für Pflege und Hotellerie pro Tag), sodann - im Bereich Kardiologie - die Fullrisk-Fallpauschale für Koronardilatationen inkl. allfällige vorangehende Koronarangiographie (Fr. 5762.-) mit der Möglichkeit der zusätzlichen Verrechnung von Implantaten, Stents und Spezialkathetern je einzeln zum Einkaufspreis (+ 0.34 %) und ferner die Fullrisk-Fallpauschale für Koronarangiographien ohne Dilatation (Fr. 3703.-). Gegen Verfügungen in konkreter Anwendung dieser Tarifklauseln steht der Beschwerdeführerin unstrittig der — BGE 132 V 299, S. 302 — Rechtsweg an das kantonale Schiedsgericht ( Art. 89 Abs. 1 KVG ) und anschliessend an das Eidgenössische Versicherungsgericht offen. Dieses ist unter dem Blickwinkel von Art. 6 Ziff. 1 EMRK verpflichtet, (eine) konkret angefochtene Tarifposition(en) vorfrageweise - im Sinne einer inzidenten Normenkontrolle - auf ihre Rechtmässigkeit hin zu überprüfen. Denn wie das Eidgenössische Versicherungsgericht in seiner neuesten Rechtsprechung präzisiert hat, erlaubt es Art. 6 Ziff. 1 EMRK einem Vetragsstaat nicht, die Gesetzmässigkeit einer Tarifklausel der obligatorischen Krankenpflegeversicherung jeglicher gerichtlichen Kontrolle zu entziehen, wenn eine versicherte Person von einer im Einzelfall in Anwendung dieser Klausel ergangenen Verfügung betroffen ist. Dabei gebietet die geforderte effektive gerichtliche Kontrolle, dass das Gericht angebliche Tatsachen- und Rechtsirrtümer ebenso wie Fragen der Verhältnismässigkeit überprüfen kann und zudem ein Entscheid nicht in einem solchen Umfang in das unkontrollierbare Ermessen der Verwaltung gestellt wird, dass der Zweck von Art. 6 Ziff. 1 EMRK vereitelt würde; hingegen verlangt die Rechtsprechung der Konventionsorgane nicht, dass das Gericht volle Überprüfungsbefugnisse hinsichtlich des Ermessens hat ( BGE 131 V 76 f. Erw. 5.4 mit Hinweis; bestätigt im Urteil S. vom 8. Juli 2005 [K 61/04] Erw. 4.2 und 4.3 [vgl. ZBJV 2005 S. 903]). Dies gilt namentlich für Tariffestsetzungen, die unter Umständen komplexe und allenfalls in der Zielrichtung widersprüchliche Aspekte auf einen Nenner zu bringen haben (vgl. BGE 126 V 349 Erw. 4a mit Hinweisen).

4.3.3 Steht die Möglichkeit einer vorfrageweisen richterlichen Überprüfung der von der Beschwerdeführerin bemängelten Tarifpositionen im konkreten Anwendungsfall offen, ist den Anforderungen des Art. 6 Ziff. 1 EMRK nach dem unter Erw. 4.3.1 hievor Gesagten Genüge getan und eine gerichtliche Anfechtbarkeit des Tarifs als solchem konventionsrechtlich nicht verlangt.

Themen
Fullrisk-FallpauschaleHerzchirurgieImplantateInzidente NormenkontrolleKantonales SchiedsgerichtKardiologieKoronarangiographieKoronardilatationNichteintretenPlantateSpezialkatheterSpitaltarifeStentsTarifperiode 1997-2000VerwaltungsgerichtsbeschwerdeZugang zu einem Gericht
Quelle des Entscheidtextes: bger.ch · Schweizerisches Bundesgericht · BGE 132 V 299
§Normen
Art. 6 Ziff. 1 EMRKArt. 47 Abs. 1 KVGArt. 53 aKVG (1994)Art. 98 lit. a aOG (1999)Art. 129 Abs. 1 lit. b aOG (bis 2006)
Zitierte Entscheide
K 61/0408.07.2005
Verwaltungsgerichtsbeschwerde, Tarifvertrag, Richterliche Überprüfung von Tarifen
BGE 131 V 7601.02.2005
Gesetzmässigkeit, Obligatorische Krankenpflegeversicherung, Prinzip der autonomen Finanzierung
BGE 126 V 34906.11.2000
Ermessensspielraum, Kostendeckung, Kostentransparenz
BGE 124 I 26328.07.1998
Ablehnungsgesuch, Anspruch auf ein unabhängiges und unparteiisches Gericht, Bodenverbesserungskommission (BVK)
Wird zitiert von
2C_587/202330.01.2025
Vorrang des Bundesrechts, Wirtschaftsfreiheit, Grundrechtseinschränkung
2C_407/202123.12.2022
Abstrakte Normenkontrolle, Gemeindeautonomie, Rechtliches Gehör
BGE 147 I 47825.06.2021
Verhältnismässigkeit, Abstrakte Normenkontrolle, Aktuelles praktisches Interesse
1C_517/201718.12.2017
Abstrakte Normenkontrolle, Legitimation, Gemeindefusion
2C_864/201620.09.2016
Nichteintreten wegen rechtsmissbräuchlicher Prozessführung, Begründungsmangel, Rechtliches Gehör
2C_912/200818.09.2009
Formelle Rechtsverweigerung, Verwaltungsverfügung, Interesse an einer Verfügung
BGE 134 V 44320.10.2008
Ausnahmen vom Zugang zum Richter, Beschwerde gegen Entscheid des Bundesrates, Garantie des Zugangs zum Richter
BGE 133 V 23924.01.2007
Beschwerdeberechtigung, Einzelbeschwerde, Festsetzung der Medikamentenpreise
Quelle: Bundesgericht·bger.ch·BGE 132 V 299

Zitiervorschlag: BGE 132 V 299, bgex.ch/bge/132-v-299