Projektübersicht Digitale Transformations- und Innovationsstrategie der 1. Säule und der Familienzulagen (DTI) per 31.12.2025
Mitteilung eGov 062 · 27. Februar 2026 · E-Government
Ohne Status: Das Amt gibt nicht an, ob dieses Dokument gilt.
BSV · Mitt. eGov 062 · Deutsch
Eidgenössisches Departement des Innern EDI
Bundesamt für Sozialversicherungen BSV
Direktionsstab DS – IT-Management ITM
eGov-Mitteilung Nr. 062 vom 27.02.2026
Geht an:
Durchführungsstellen der 1. Säule:
• AHV-Ausgleichskassen
• IV-Stellen
Betreff: Projektübersicht Digitale Transformations- und Innovationsstrategie der 1. Säule und der Familienzulagen (DTI) per 31.12.2025
Regelmässige Bereitstellung Projektübersicht DTI-Strategie 1. Säule/FamZ
Wir stellen Ihnen ab 2026 regelmässig eine Projektübersicht DTI-Strategie 1. Säule/FamZ zur Information zur Verfügung (siehe nachfolgende Seiten).
Wir danken Ihnen für Ihre Kenntnisnahme.
Der Bereich DS/ITM
Projekt-Übersicht gemeinsame IT-Systeme
1. Säule/FamZ
Zuhanden der Durchführungsstellen
Stand: 31.12.2025
Inhaltsverzeichnis
1 Programm EO Digitalisierung (Digitalisierung der
- Erwerbsersatzordnung)3
- 2 Projekt MOSAR (Modernisation des services offerts aux assurés de l’AVS)5
- 3 Projekt E-Plattform 1. Säule8
- 4 Projekt Datengovernance10
- 5 Projekt Datenplattform 1. Säule/FamZ12
- 6 Projekt Modernisierung Rentenregister14
- 7 Projekt Suisse Med@P15
- 8 Projekt Tonaufnahmen16
- 9 Projekt DIGOMO (Implementierung DTI Governance Modell)17
- 10 Projekt DIGAS18
1 Programm EO Digitalisierung (Digitalisierung der Erwerbsersatzordnung)
Projekt-Auftraggeber/in: Colette Nova BSV
Projektleitung: Dieter Frei BSV
Aktueller Projektstatus: aktiv
1.1 Programm-Beschreibung
Die Erwerbsersatzordnung vollzieht einen Digitalisierungsschritt: Dienstleistende aus Militär, Zivildienst, Zivilschutz und Jugend & Sport können ab dem 02.02.2026 ihre EO-Anträge digital einreichen.
In einer Umfrage in einer Rekrutenschule stiess das vom BSV koordinierte Digitalisierungsprogramm der Erwerbsersatzordnung (EO) auf grossen Anklang.
Mit dem Programm «EO-Digitalisierung» sollen Dienstorganisationen, Dienstleistende, Arbeitgeber und Ausgleichkassen Zeit und Kosten sparen; zugleich wird die Datenqualität verbessert.
1.2 Programm-Ziele
• Das Verfahren integriert sich in bestehende und neue E-Government-Lösungen.
• Das Verfahren ermöglicht allen Prozessbeteiligten eine hohe Automatisierung, welche zu einer
spürbaren Ressourceneinsparung führt. Es ist schnell, fehlerfrei, und verunmöglicht Missbräuche.
• Das Verfahren basiert auf einer sicheren, elektronischen Datenerfassung, -bearbeitung und -über-
tragung.
• Das Verfahren unterstützt die direkte, nachvollziehbare Kommunikation aller Parteien.
• Das alte Verfahren wird bis 5 Jahre nach Einführung weiter unterstützt.
• Die Migration der Dienstorganisationen auf die neuen Prozesse erfolgt gestaffelt (kein BigBang).
1.3 Auswirkungen auf die Durchführungsstellen
• Neue Schnittstelle (Sedex-Datenaustausch) und Webservice wurden integriert.
• Lohndateneinforderung erfolgt über die Durchführungsstellen.
1.4 Programmphasen, Involvierung der Durchführungsstellen und Betriebsaufnahmen
1.5 Vertretungen der Durchführungsstellen in der Programm-Organisation
Die Durchführungsstellen und Pools sind indirekt über das Projekt «EO Digitalisierung – Ausführung» von eAHV/IV involviert.
2 Projekt MOSAR (Modernisation des services offerts aux assurés de l’AVS)
Projekt-Auftraggeber/in: Leila Lamti BSV
Projektleitung: Thomas Lanz BSV
Aktueller Projektstatus: aktiv
2.1 Projekt-Beschreibung
MOSAR bietet digitale Dienstleistungen für Versicherte, Durchführungsstellen der 1. Säule (DS) und weitere Stakeholder.
• Die Kommunikation zwischen den DS und der ZAS erfolgt nicht mehr im Batch, Daten und Antwor-
ten darauf stehen spätestens am Folgetag zur Verfügung.
• Die DS können mit Daten (IK-Buchungen) in Echtzeit ihre Prozesse optimieren.
• Die Versicherten können jederzeit online den Stand ihrer individuellen Konten einsehen und Berich-
tigungsanträge online einreichen.
• Sie können sich über Veränderungen auf den Konten informieren lassen, einen Versicherungsaus-
weis downloaden oder Anträge für Betreuungsgutschriften online einreichen.
• MOSAR hilft mögliche Beitragslücken zu identifizieren und bietet die Berechnung von unverbindli-
chen Rentenschätzungen online.
• Die Services werden auf einem Portal des Bundes angeboten. Durch eine geeignete Architektur
können sie auch in Portale der DS intergiert werden.
2.2 Projekt-Ziele
Heute muss eine versicherte Person einen Auszug ihrer Beiträge an die AHV (IK-Auszug) bei einer Ausgleichskasse (AK) anfordern. Das Ergebnis bekommt sie zeitverzögert auf Papier. Nur durch regelmässiges Einfordern eines IK-Auszugs lassen sich Beitragslücken rechtzeitig entdecken. Der aktuelle Prozess verursacht den Fonds Kosten von 2.9 Mio. CHF pro Jahr.
• MOSAR gibt den Versicherten online Zugriff auf ihre Daten und unterstützt sie beim Auffinden von
Beitragslücken. Versicherte können selbständig Rentenschätzungen durchführen.
• Die AK profitiert, indem sie ihre IK-Auszüge in Echtzeit verfügbar hat und damit die Prozesse opti-
mieren kann.
• Der Austausch zwischen den AKs und den Registern der ZAS entspricht heute nicht den Standards
des elektronischen Austauschs im E-Government. Eine Erneuerung der technischen Plattform bildet die Basis für neue digitale Services in der AHV.
2.3 Auswirkungen auf die Durchführungsstellen
Teilprojekt 1 UPI:
• Schnellere Prozesse bei Prüfung der AHV-Nummer (AHVN), AHVN-Eröffnung, Datenänderungen
Teilprojekt 2 Data Backend Services:
• Höhere Prozess-Effizienz bei allen Arbeiten, für welche die dezentralen Konti (IK) der Versicherten
benötigt werden (Verkürzung von 3-7 Tagen auf wenige Sekunden; heute 1.5 Mio Abrufe pro Jahr, Tendenz steigend).
• Höhere Datenqualität.
• Basis für Dienstleistungen zuhanden der Kunden – primär die Versicherten aber auch andere Sta-
keholder wie Steuerämter, Seco oder Unfallversicherer.
Teilprojekt 3 Services für Versicherte:
• Prozessoptimierungen (Ersatz der bisherigen Meldungen via ZAS), standardisierte, technisch mo-
derne und sichere Datenaustausche.
• Versicherte können IK-Auszüge online prüfen und Beitragslücken identifizieren. Guter Ruf der
Dienstleistungen der 1. Säule.
Teilprojekt 4 Rentenvorausberechnung:
• Versicherte können Rentenvorausberechnungen und Simulationen selber online durchführen
2.4 Projektphasen, Involvierung der Durchführungsstellen und Betriebsaufnahmen
2.5 Vertretungen der Durchführungsstellen in der Projekt-Organisation
3 Projekt E-Plattform 1. Säule
Projekt-Auftraggeber/in: Leila Lamti BSV
Projektleitung: Darius Portmann BSV
Aktueller Projektstatus: aktiv
3.1 Projekt-Beschreibung
Mit der E-Plattform der 1. Säule (EP1) soll eine digitale Self-Service-Plattform für die 1. Säule entwickelt werden. Die Plattform soll das Angebot der Durchführungsstellen ergänzen und zu einer effizienten und effektiven Abwicklung der Sozialversicherungen beitragen.
Im Zentrum der E-Plattform 1. Säule steht der verlässliche, transparente Zugriff der Versicherten, der Durchführungsstellen und anderer Stakeholder auf die Sozialversicherungs-Leistungen.
Das Vorhaben wird in 2 Phasen umgesetzt. Die 1. Phase ist Teil dieser Projekt-Übersicht. Für Phase 2 wird zu einem späteren Zeitpunkt ein neues Projekt beantragt.
• Phase 1 Modernisierung TeleZAS: Erneuerung von TeleZAS inkl. Erneuerung Authentisierung
und Autorisierung als technische Grundlage von EP1. Bereitstellung einer Single Sign-on-Domäne für die 1. Säule.
• Phase 2 Dienstleistung für Versicherte: Weitere Dienstleistungen wie z.B. digitale Signatur,
rechtsgültige Zustellung von Dokumenten, Anbindung bestehender Projekte wie MOSAR, EO-Digitalisierung, FADA.
3.2 Projekt-Ziele Projektinitialisierung Phase 1
Systemziele während Projektinitialisierungsphase:
• Die groben Anforderungen an EP1 sind vorhanden und priorisiert.
• Die Zielgruppe von EP1 wird analysiert und identifiziert.
• Die typischen BenutzerInnen der EP1 werden ermittelt und als Zielgruppen mit Profilen beschrie-
ben, damit Annahmen über deren Bedürfnisse getroffen werden können.
3.3 Auswirkungen auf die Durchführungsstellen
Nach Umsetzung der Phase 1 stehen den Durchführungsstellen die gleichen Hilfsmittel wie heute zur Verfügung, jedoch in einer erneuerten, verbesserten Version.
Das Login dürfte sich verändern.
Allenfalls müssen bestehende Prozesse angepasst werden.
Mit der Phase 2 ist zu erwarten, dass noch zu definierende Schnittstellen angepasst und integriert werden müssen.
3.4 Projektphasen, Involvierung der Durchführungsstellen und Betriebsauf-
nahmen
3.5 Vertretungen der Durchführungsstellen in der Projekt-Organisation
4 Projekt Datengovernance
Projekt-Auftraggeber/in: Bruno Parnisari BSV
Projektleitung: Anja Roth BSV / Leila Lamti BSV
Aktueller Projektstatus: aktiv
4.1 Projekt-Beschreibung
Im Rahmen der Datenstrategie 1. Säule/FamZ, die zwischen dem BSV, der ZAS und den Konferenzen ausgearbeitet wurde, sind zwei Vorhaben definiert worden:
• Datengovernance: kümmert sich um die organisatorischen Aspekte für die Umsetzung der Daten-
strategie.
• Datenplattform: kümmert sich um die technischen Aspekte für die Umsetzung der Datenstrategie.
Es fehlt an klaren Datenverantwortlichkeiten, wie beispielsweise einer zentralen Führungsrolle für Daten (Data Owner), wie diese im Rahmen einer Data Governance Organisation festgelegt werden. Diese fehlenden Rollen im BSV und bei der ZAS behindern die strategische Integration von Daten in die Organisationsstruktur, erschweren die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und begrenzen das transformative Potenzial von datenbasierten Entscheidungen. Zudem mangelt es an einer einheitlichen Definition von Daten, Vorgaben zu Datenqualität, an klaren Zuständigkeiten sowie an einer durchgängigen Regelung des Data Life Cycles. Diese Defizite führen zu ineffizienter und qualitativ unzureichender Datenverwaltung und -nutzung, die sich in Missverständnissen, Fristüberschreitungen und Prozessineffizienzen äussern. Betroffen sind dabei nicht nur die Rollenverteilungen innerhalb des BSV, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen dem BSV, der ZAS und den Durchführungsstellen. Grundlegend dafür, dass alle Mitarbeitenden und Stakeholder die Mehrwerte einer datenorientierten Arbeitsweise voll ausschöpfen können, ist eine entsprechende Datenkultur1 und hohe Datenkompetenz2 (Data Literacy), die bisher jedoch nicht stark ausgeprägt sind.
4.2 Projekt-Ziele
• Klare Zuständigkeiten: Wirksames Data Management dank einer klaren Definition und Aufteilung
von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen im Rahmen einer Data Governance.
• Optimierte Auftragserfüllung: Nutzung des Potenzials der Daten zur Erfüllung der Kernaufgaben
des BSV, der ZAS und der Durchführungsstellen durch die Schaffung bestmöglicher Rahmenbedingungen für das Data Management, unter Berücksichtigung politischer und gesetzlicher Aufträge.
• Synergien: Effiziente und gewinnbringende Nutzung der Daten durch das Setzen von Standards,
die Interoperabilität, unter anderem im Rahmen des Programms der nationalen Datenbewirtschaftung (NaDB), ermöglichen.
• Informationssicherheit und Datenschutz: Gewährleistung der Sicherheit der Informationen und des
Schutzes personenbezogener Daten bei allen Akteuren der 1. Säule durch die Integration der ISDS-Weisungen in den gesamten Datenlebenszyklus.
• Datenkultur: Optimierung der Datenkultur durch die Förderung von Data Literacy unter allen Akteu-
ren zur Sensibilisierung für die Bedeutung von Daten und deren Nutzungsmöglichkeiten.
Ergebnis des Projekts Datengovernance ist das Datengovernance Konzept bzw. Organisations-Handbuch, welches die organisatorischen, inhaltlichen, technischen und architektonischen Grundlagen für die Arbeit mit Daten legt.
1Datenkultur: fördert eine positive Einstellung der Mitarbeitenden zu Daten und vermittelt ihnen die Fähigkeit, Daten in ihre tägliche Arbeit zu integrieren.
2Datenkompetenz bzw. Data Literacy: die Fähigkeiten, Daten unter Einhaltung datenethischer
Grundsätze und des Datenschutzes auf kritisch-reflexive Weise in ihrem jeweiligen Kontext zu sammeln, zu verwalten, zu bewerten und zu verwenden.
4.3 Auswirkungen auf die Durchführungsstellen
Die Änderung der Rollen BSV und ZAS bezüglich Daten-Steuerung und Daten-Management werden den Durchführungsstellen (DS) rechtzeitig kommuniziert.
4.4 Projektphasen, Involvierung der Durchführungsstellen und Betriebsauf-
nahmen
4.5 Vertretungen der Durchführungsstellen in der Projekt-Organisation
5 Projekt Datenplattform 1. Säule/FamZ
Projekt-Auftraggeber/in: Bruno Parnisari BSV
Projektleitung: Leila Lamti BSV
Aktueller Projektstatus: geplant
5.1 Projekt-Beschreibung
Im Rahmen der Datenstrategie 1. Säule/FamZ, die zwischen dem BSV, der ZAS und den Konferenzen ausgearbeitet wurde, sind zwei Vorhaben definiert worden:
• Datengovernance: kümmert sich um die organisatorischen Aspekte für die Umsetzung der Daten-
strategie
• Datenplattform: kümmert sich um die technischen Aspekte für die Umsetzung der Datenstrategie.
Es fehlt eine Datenplattform 1. Säule/FamZ bei der ZAS, auf der die in zentralen oder gemeinsamen Informationssystemen der Bundesverwaltung erfassten Daten gespeichert sowie mit zweckmässiger Architektur bereitgestellt werden, und auf die die Akteure der 1. Säule/FamZ zur Erfüllung ihrer Aufgaben zugreifen können. Die Datenplattform umfasst alle Datenprodukte, die das BSV zur Erfüllung seiner Aufgaben braucht, sowie abschliessende Definitionen und Dokumentationen dazu. Die fehlende Datenplattform behindert die Implementierung effizienter und automatisierter Datenprozesse sowie eine konsistente Datennutzung und -analyse. Die Datenübermittlung zwischen den Akteuren der 1. Säule und Familienzulagen erfolgt teilweise noch mit manuellen Eingriffen, während moderne Lösungen für den Datenzugriff und die Datenbearbeitung fehlen. Diese Schwächen führen zu Prozessunterbrechungen, Datenschutzrisiken und spürbaren Einbussen bei der Datenqualität. Darüber hinaus entspricht die aktuelle Datenarchitektur bei der ZAS nicht im vollen Umfang den hohen zukünftigen Anforderungen, zum Beispiel in Bezug auf Daten-Redundanzen, Standardisierung von Plausibilitätsprüfungen und dokumentierten Datenstrukturen. Nicht Teil des Anspruchs an die Datenplattform ist, dass sämtliche Daten in der Datenplattform zu jedem Zeitpunkt den aktuellsten Informationsstand repräsentieren, der bei den Durchführungsstellen vorliegt.
5.2 Projekt-Ziele
Nutzung des Potenzials der Daten zur Erfüllung der Kernaufgaben des BSV, der ZAS und der Durchführungsstellen durch die Schaffung bestmöglicher Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Daten, unter Berücksichtigung politischer und gesetzlicher Aufträge.
• Effiziente und gewinnbringende Nutzung der Daten durch die Schaffung einer gemeinsamen Infor-
mationsplattform (Datenplattform der 1. Säule) für alle Akteure der 1. Säule und das Setzen von Standards, die Interoperabilität, unter anderem im Rahmen des Programms der nationalen Datenbewirtschaftung (NaDB), ermöglichen.
• Gewährleistung der Sicherheit der Informationen und des Schutzes personenbezogener Daten bei
allen Akteuren der 1. Säule durch die Integration der ISDS-Weisungen (Informations-Sicherheit und Datenschutz) in den gesamten Datenlebenszyklen.
• Nutzung von Synergien durch die Schaffung einer flexiblen Datenarchitektur.
• Optimierung der Datenkultur und Data Literacy unter allen Akteuren durch vereinfachten Zugang zu
Daten und Datenprodukten.
5.3 Auswirkungen auf die Durchführungsstellen
Die Änderung der Methoden für den Zugriff auf die Daten der zentralen Register der ZAS würde eine Schulung der Endnutzer der Durchführungsstellen (DS) erfordern. Die Koordination der Schulung der Nutzer könnte über die Gruppen für die Nutzung der zentralen Register erfolgen, denen die DS gemäss der bestehenden Poolstruktur bereits angehören.
Die technischen Schnittstellen zwischen der ZAS und den Systemen der DS könnten davon betroffen sein (die in der Initialisierungsphase vorgesehene Studie wird dies zeigen). Ist dies der Fall, werden
technische Vertreter (und gegebenenfalls Fachvertreter, wenn sich die Prozesse ändern) der DS gemäss der bestehenden Poolstruktur in die Projektorganisation integriert.
5.4 Projektphasen, Involvierung der Durchführungsstellen und Betriebsaufnahmen
5.5 Vertretungen der Durchführungsstellen in der Projekt-Organisation
Der Nominierungsprozess wird nach Projektstart begonnen.
Der Einbezug der Durchführungsstellen hängt von der Analyse ab, die in der Initialisierungsphase des Projekts durchgeführt wird und zeigt, ob Auswirkungen auf die Systeme der Durchführungsstellen und/oder deren Geschäftsprozesse bestehen oder nicht. Ist dies nicht der Fall, wird das Projekt vollständig vom BSV und der ZAS organisiert und es sind keine Ressourcen der Durchführungsstellen erforderlich.
6 Projekt Modernisierung Rentenregister
Projekt-Auftraggeber/in: tbd
Projektleitung: tbd
Aktueller Projektstatus: geplant
6.1 Projekt-Beschreibung
Für die Neuberechnung von Renten, die zum Beispiel aufgrund des Teuerungsausgleichs notwendig werden, verfügt die ZAS heute nicht über vollständige Daten, was den Prozess zur Neuberechnung verzögert und hohe Kosten bei den Ausgleichskassen verursacht. Dank einer Modernisierung des Systems mit den Informationen über die laufenden Geldleistungen können die Geschäftsprozesse für die Neuberechnung von Renten der 1. Säule optimiert werden. Die rechtlichen Grundlagen dafür werden mit der Gesetzesvorlage BISS geschaffen
6.2 Projekt-Ziele
Wie bisher wird die ZAS für die Führung des Registers der laufenden Geldleistungen (Rentenregister) verantwortlich sein. Ursprünglich diente das Rentenregister im Rahmen von periodischen Rentenanpassungen gestützt auf Artikel 33terAHVG dazu, die Ausgleichskassen zu unterstützen und die Rentenanpassungen zu überprüfen. Mittlerweile unterstützt die ZAS die periodischen Rentenanpassungen bei den Ausgleichskassen nicht nur, sondern führt basierend auf den Daten im Rentenregister für einige Ausgleichskassen diese Aufgabe selbst durch. Um diese Aufgabe dauerhaft zu zentralisieren und zu optimieren, muss das Informationssystem der laufenden Geldleistungen modernisiert werden. Damit die Ausgleichskassen das kostenintensive und komplexe Informationssystem für die Neuberechnung nicht bei sich implementieren müssen und von der nachgewiesenen Kompetenz der ZAS in diesem Bereich profitieren können, wird die Zuständigkeit für die Rentenanpassungen an die ZAS übertragen.
6.3 Auswirkungen auf die Durchführungsstellen
Die Schnittstellen zum Rentenregister werden modernisiert, was weitere Automatisierungen erlaubt und die Durchführungsstellen entlastet.
6.4 Projektphasen, Involvierung der Durchführungsstellen und Betriebsaufnahmen
Geplanter Projektstart 01.01.2027
Geplantes Projektende 31.12.2030
6.5 Vertretungen der Durchführungsstellen in der Projekt-Organisation
Der Nominierungsprozess wird nach Projektstart begonnen.
7 Projekt Suisse Med@P
Projekt-Auftraggeber/in: tbd
Projektleitung: tbd
Aktueller Projektstatus: geplant
7.1 Projekt-Beschreibung
Die Verantwortung für das bestehende Informationssystem Suisse Med@P der IV im Bereich der Gutachten wird an die ZAS übertragen. Bisher wurde es durch einen privaten Verein (eAHV/IV) verantwortet, der nicht unter der Aufsicht des BSV steht. Die Kosten für den Betrieb und die Weiterentwicklung dieses durch den IV-Ausgleichsfonds bezahlten Informations-systems müssen ins Budget der ZAS überführt werden.
Diese Budgetüberführung ist für den Bund haushaltsneutral.
Die rechtlichen Grundlagen für die neue Aufgabe der ZAS werden mit der Gesetzesvorlage BISS geschaffen.
7.2 Projekt-Ziele
Übernahme oder Neuentwicklung, sowie Betrieb des bestehenden Systems Suisse Med@P für Gutachten durch die ZAS. Die Lösung soll folgende Funktionen anbieten:
• Es soll ermöglicht werden, dass Gutachten, die im Zusammenhang mit einer Leistung einer Sozial-
versicherung stehen, elektronisch vergeben und verwaltet werden.
• Daten im Zusammenhang mit Gutachten, einzelnen Sachverständigen und Gutachterstellen sollen
elektronisch erfasst, bearbeitet und gespeichert werden können, um Gutachten durchzuführen, Qualität sicherzustellen und Transparenz zu schaffen. Darunter fällt beispielsweise das elektronische Führen der Liste der beauftragten Sachverständigen für medizinische Gutachten.
7.3 Auswirkungen auf die Durchführungsstellen
Die neue Lösung soll besser in die bestehende IT-Landschaft der IV-Stellen integriert werden, um automatisierte Prozesse zu ermöglichen (single-sign-on, Schnittstellen zu Fachanwendungen der IV-Stellen, integrierte Zahlungsabwicklung mit Sumex usw.).
7.4 Projektphasen, Involvierung der Durchführungsstellen und Betriebsaufnahmen
Geplanter Projektstart 01.01.2031
Geplantes Projektende 31.12.2032
7.5 Vertretungen der Durchführungsstellen in der Projekt-Organisation
Der Nominierungsprozess wird nach Projektstart begonnen.
8 Projekt Tonaufnahmen
Projekt-Auftraggeber/in: tbd
Projektleitung: tbd
Aktueller Projektstatus: geplant
8.1 Projekt-Beschreibung
Die Verantwortung für das bestehende Informationssystem Tonaufnahmen der IV im Bereich der Gutachten wird an die ZAS übertragen. Bisher wurde es durch einen privaten Verein (eAHV/IV) verantwortet, der nicht unter der Aufsicht des BSV steht. Die Kosten für den Betrieb und die Weiterentwicklung dieses durch den IV-Ausgleichsfonds bezahlten Informations-systems müssen ins Budget der ZAS überführt werden.
Diese Budgetüberführung ist für den Bund haushaltsneutral.
Die rechtlichen Grundlagen für die neue Aufgabe der ZAS werden mit der Gesetzesvorlage BISS geschaffen.
8.2 Projekt-Ziele
Übernahme oder Neuentwicklung, sowie Betrieb des bestehenden Systems für Tonaufnahmen im Rahmen von Gutachten durch die ZAS. Die Lösung soll folgende Funktion anbieten: Das Erfassen und Speichern von Daten für die Qualitätssicherung und von multimedialen Daten wie Tonaufnahmen der Interviews zwischen dem oder der Sachverständigen und der versicherten Person bei Gutachten nach Artikel 44 Absatz 6 ATSG sollen im Rahmen von gesamtschweizerischen Informationssystemen möglich sein.
8.3 Auswirkungen auf die Durchführungsstellen
Die neue Lösung soll besser in die bestehende IT-Landschaft der IV-Stellen integriert werden, um automatisierte Prozesse zu ermöglichen (Single-Sign-On, Schnittstellen zu Fachanwendungen der IV-Stellen, integrierte Zahlungsabwicklung mit Sumex usw.).
8.4 Projektphasen, Involvierung der Durchführungsstellen und Betriebsaufnahmen
Geplanter Projektstart 01.01.2031
Geplantes Projektende 31.12.2032
8.5 Vertretungen der Durchführungsstellen in der Projekt-Organisation
Der Nominierungsprozess wird nach Projektstart begonnen.
9 Projekt DIGOMO (Implementierung DTI Governance Modell)
Projekt-Auftraggeber/in: tbd
Projektleitung: tbd
Aktueller Projektstatus: abgebrochen
9.1 Projekt-Beschreibung
Im Rahmen der «DTI-Strategie 1. Säule/FamZ3» wurde das Vorhaben zur Implementierung eines DTI Governance Modells (DIGOMO) eingeleitet.
Die Zusammenarbeit zwischen Aufsicht und Durchführung ist durch eine Vielzahl von Gremien charakterisiert. Dabei weisen gewisse Abläufe Mängel auf und die Zuständigkeiten sind nicht überall klar bzw. korrekt definiert.
Um diese Mängel zu beheben und um den neuen Ideen und Vorgaben aus der DTI-Strategie gerecht zu werden, sollen mit DIGOMO die bestehenden Strukturen und Prozesse entsprechend aktualisiert bzw. optimiert werden. Wo notwendig sollen neue Strukturen und neue Prozesse definiert werden.
Das Projekt DIGOMO wurde im Dezember 2023 gestartet. An der Sitzung vom Steuerungs-ausschuss
1. Säule/FamZ vom 04.11.2025 wurde das Projekt abgebrochen. Es wird unter Einbezug aller Akteure (BSV, ZAS, Durchführungsstellen) neu aufgesetzt und durchgeführt.
9.2 Projekt-Ziele
Die Projektziele werden beim Projektstart neu definiert.
9.3 Auswirkungen auf die Durchführungsstellen
In Abhängigkeit von den Projektzielen.
9.4 Projektphasen, Involvierung der Durchführungsstellen und Betriebsaufnahmen
Geplanter Projektstart tbd
Geplantes Projektende tbd
9.5 Vertretungen der Durchführungsstellen in der Projekt-Organisation
Der Nominierungsprozess wird nach Neustart des Projektes begonnen.
3DTI: Digitale Transformation und Innovation
10 Projekt DIGAS
Projekt-Auftraggeber/in: Leila Lamti BSV
Projektleitung: Markus Burri BSV
Aktueller Projektstatus: aktiv
10.1 Projekt-Beschreibung
Das Gesetzgebungsprojet BISS («Digitalisierungsvorlage der 1. Säule») wurde im BSV mit der Absicht gestartet, die rechtlichen Grundlagen für die Informationssysteme der 1. Säule zu schaffen, um die elektronische Kommunikation und den automatisierten elektronischen Datenaustausch innerhalb der 1. Säule zu ermöglichen (Perimeter: DTI-Strategie für die 1. Säule 2023 – 2026). Der Datenaustausch mit Akteuren ausserhalb der 1. Säule wurde in der DTI-Strategie 1. Säule nicht analysiert und auf Optimierungsmöglichkeiten geprüft.
Während der Erarbeitung der Vorlage BISS kamen weitere Bedürfnisse zum automatischen Datenaustausch zwischen der 1. Säule und weiteren Sozialversicherern nach ATSG, insbesondere mit der Unfallversicherung (z.B. SUVA) auf, welche heute nicht gesetzlich verankert sind. Die bestehenden gesetzlichen Grundlagen für den Datenaustausch bilden heute Art. 47 ATSG i.V.m. Art. 32 Abs. 2 ATSG. Diese schreiben vor, dass eine Anfrage im Einzelfall und begründet erfolgen muss, was eine Automatisierung ausschliesst.
Um dem Datenschutz Rechnung zu tragen, müssen die einzelnen Datenaustausch-Prozesse analysiert und gesetzlich notwendige Änderungen evaluiert werden. Aus zeitlichen Gründen war es nicht möglich, im BISS die rechtlichen Grundlagen für den automatisierten Datenaustausch nach Art. 50a Abs. 1 Bst. b AHVG zu regeln. Da es sich insbesondere bei IV-Daten um besonders schützenswerte Daten handelt, muss der einzelne Datenaustausch auf Gesetzesebene festgehalten werden.
Aus diesem Grund plant das Projekt, eine Kartografie der Datenflüsse mit allen betroffenen Akteuren zu erstellen, welche die ausgetauschten Daten und die Frequenz der Datenaustausche aufzeigen. Aufgrund dieser Kartografie können die Digitalisierungs- und Automatisierungsbedürfnisse erneut evaluiert und konkretisiert werden, inklusive der dafür notwendigen rechtlichen Anpassungen.
10.2 Projekt-Ziele
Mit dem Projekt DIGAS sollen nun die Möglichkeiten für einen digitalisierten und automatisierten Datenaustausch zwischen den IV-Stellen/Ausgleichskassen einerseits und den Unfallversicherern andererseits abgeklärt und eine entsprechende Kartografie erstellt werden. Zu diesem Zweck sollen die entsprechenden Anpassungen auf Ebene Prozesse und Fachapplikationen gemacht werden, wobei es sich um asynchrone Schnittstellen oder synchrone Schnittstellen (z.B. Web -Services) oder auch direkte Zugriffe auf Applikationen handeln kann. Es gilt die bestehenden Schnittstellen zu optimieren, neue zu identifizieren und elektronisch bereitzustellen. Dies mit dem Ziel, die Arbeit einer Durchführungsstelle oder einem Unfallversicherer weiter zu optimieren, zu automatisieren und gleichzeitig den rechtlichen Rahmen zu schaffen, um dies tun zu dürfen.
Das Resultat des Projekts DIGAS ist es, in einer ersten Phase, eine Kartografie der Datenflüsse zwischen IV/AHV und UV zu erstellen und den Automatisierungsbedarf zu evaluieren. Danach kann in der Rechtgrundlagenanalyse der Regelungsbedarf analysiert und die entsprechenden Rechtsgrundlagen entworfen werden. In einer zweiten Phase werden im Rahmen des Projekts DIGAS die konkreten Umsetzungsarbeiten ausgeführt (technische und organisatorische Umsetzung).
10.3 Auswirkungen auf die Durchführungsstellen
In den folgenden Phasen (Konzept, Realisierung, Umsetzung) gilt es für die Durchführungsstellen, die entsprechenden Prozesse zu digitalisieren und zu automatisieren. Dazu gehören Umstellungen der Prozesse, Anpassungen an den Fachapplikationen und Koordination mit beteiligten Unfallversicherungen.
10.4 Projektphasen, Involvierung der Durchführungsstellen und Betriebsauf-