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Die Fruchtfolgeflächen der Schweiz bis 2031 kartieren

Motion 26.4703 · Stand: Eingereicht, 13. Oktober 2026 · eingereicht am 13. Oktober 2026 im Nationalrat · Urheber: Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie Nationalrat

Der Weg des Geschäfts

Vernehmlassung, Botschaft, Beratungen und Erlass folgen, sobald Curia Vista und Fedlex sie verknüpfen.

Curia Vista · Geschäft 26.4703

Eingereichter Text

Der Bundesrat wird beauftragt, mit der Bodenkartierung unverzüglich zu starten - und zwar etappenweise unter Einsatz moderner Erhebungsmethoden wie GIS, Fernerkundung, Erhebung von Stichproben-Feldmessungen und Modellierung. Das Kompetenzzentrum für Boden (KoBo) soll bis 2027 die Methodik für eine anwenderorientierte Kartierung festlegen sowie bis 2031 die Fruchtfolgeflächen schweizweit und bis 2034 die gesamte Landwirtschaftliche Nutzfläche kartieren. Die weiteren, in der Bodenstrategie Schweiz genannten Anforderungen wie Gewässerschutz, Kohlenstoffspeicherung, Naturgefahren, Erhalt der Biodiversität und Raumplanung, werden bis 2040 durch die Kartierung abgedeckt. Bereits kartierte kantonalen Bodendaten werden vom KoBo in die nationale Kartierung übertragen. Der Bund setzt auf eine koordinierte, kostengünstige und effiziente Kartierung. Die Kosten werden von Bund und Kantonen je hälftig getragen. Seitens Bund werden die Kredite des BAFU und des BLW zu gleichen Teilen um angemessene zusätzliche Mittel aufgestockt.

Eine Minderheit (Graber, Egger Mike, Giezendanner, Guggisberg, Hess Erich, Kolly, De Montmollin, Stettler Thomas, Stettler-Riem Katja, Vincenz, Wasserfallen Christian) beantragt, die Motion abzulehnen.

Begründung

Bodendaten sind sehr wichtig. Die Kantone sind verpflichtet, die Lage und die Qualität der Fruchtfolgeflächen (FFF) kartografisch zu erfassen. Mit der Bodenkartierung geht es aber nicht voran. 2023 waren gemäss Bundesrat erst rund 8% der Schweiz kartiert. Die Tatsache, dass weder Bund noch Kantone wissen, wo, in welchem Umfang und in welcher Qualität ihre gesetzlich vorgeschriebenen FFF liegen, ist aufgrund der aktuellen politischen Weltlage besorgniserregend. Aktuell ist die Schweiz nicht in der Lage, ihre FFF für die Produktion von Lebensmitteln für die Bevölkerung zu erhalten und zu schützen.

Die Kartierung muss weitere wesentliche Aspekte im Zusammenhang mit Bodenveränderungen abdecken, wie Naturgefahren, sauberes Wasser und Erhalt der Bodenfunktionen, weil oft lebenswichtige und dringende Entscheidungen auf der Grundlage dieser Karten getroffen werden müssen.

Ursprünglich hatte der Bund vorgesehen, 20 Jahre und über 430 Mio. Fr. für die nationale Kartierung aufzuwenden. Das ist zu langwierig und zu teuer. Darum muss die Kartierung mit effizienteren Methoden an die Hand genommen werden - also anders, als das heute vom KoBo geplant wird.