Vorlage

Vernehmlassung 2005/43: Weiterentwicklung der Agrarpolitik (Agrarpolitik 2011) · 370 Seiten

Fedlex · Vorlage · Seite 39Fedlex · Vorlage

Zwischenbilanz der Reform

Das für die Stickstoffbilanz fixierte Ziel von 95 000 Tonnen Stickstoffüberschuss ist schwierig zu erreichen. Stickstoff ist bei der landwirtschaftlichen Produktion in grossen Mengen in unterschiedlichen Formen involviert und einer sehr grossen Dynamik unterworfen. Er verflüchtigt sich teilweise in Form des unproblematischen Luftstickstoffs (N2). Im Jahr 2002 gelangten durch Mineral- und Recyclingdünger, importierte Futtermittel, biologische Fixierung und Deposition rund 158 000 Tonnen Stickstoff in die Landwirtschaft. Mit Lebensmitteln und Rohstoffen wurden 43 000 Tonnen aus der Landwirtschaft weggeführt. Dies entspricht einer Stickstoffeffizienz von 27 Prozent. Um das agrarökologische Ziel von 95 000 Tonnen Stickstoffüberschuss zu erreichen wäre bei gleicher Produktionsmenge eine Effizienz von 31 Prozent nötig. Dies entspricht aufgrund der vorhandenen technischen Möglichkeiten der höchstmöglichen Stickstoffeffizienz.

Die Ammoniakemissionen in die Luft sind zwischen 1990 und 2002 um 18 Prozent gesunken. Rund zwei Drittel dieser Reduktion lassen sich auf den verminderten Tierbestand zurückführen. Die Emissionen sind regional aber sehr unterschiedlich (Abbildung 10). Sie hängen von der Tierdichte und von der Produktionstechnik (Fütterung und Hofdüngerausbringung) ab.

Abbildung 10 Regionale Verteilung der NH3-Emissionen aus der Landwirt-

schaft

-1 -1 kg N ha Jahr

0 - 1

2 - 5

6 - 10 11 - 20 21 - 40 > 40

Quelle: BUWAL 2003

Die Nitratgehalte sinken seit 1996 in rund zwei Dritteln der Messstellen. 2002/03 verzeichneten 97 Prozent der Messstellen des nationalen Netzes zur Qualitätsbeobachtung des Grundwassers (NAQUA) im Grundwasser mit hauptsächlich landwirtschaftlich genutztem Einzugsgebiet im Durchschnitt weniger als 40 Milligramm Nitrat pro Liter Wasser. Die drei Prozent Messstellen mit über 40 Milligramm Nitrat pro