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Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 69 Seiten

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Anhang I: Grundsätze zur Präventionspolitik des BAG

Prävention geht vor Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat 2007 seine Strategie angepasst

und die nationalen Präventionsprogramme - dazu gehört auch das vorliegende Nationale Programm Ernährung und Bewegung 2008–2012 - dem Geschäftsfeld Prävention und Gesundheitsförderung zugeordnet. Dessen Leitsatz heisst: „Prävention geht vor“.

Stärkung der Prävention In der Schweiz gilt es, der Zunahme von nicht-übertragbaren Erkrankungen

entgegen zu wirken, die heute insbesondere auch bei Kindern und Jugendlichen vermehrt auftreten. Dies ist schon länger ein Thema internationaler Organisationen: Sowohl die Weltgesundheitsorganisation, die Europäische Kommission wie auch die OECD haben dazu ausführliche Analysen vorgelegt. Für die Schweiz von besonderem Interesse ist der OECD-Bericht 2006 zum Gesundheitswesen der Schweiz. Dieser spricht klar die Empfehlung aus, dass das ansonsten hervorragende Gesundheitswesen der Schweiz sich mehr auf präventive Massnahmen konzentrieren muss.

Internationale Internationale Abkommen unterstützen eine Stärkung der Prävention. Die Unterstützung Schweiz hat am 25. Juni 2004 die „Tabakkonvention zur Eindämmung des

Tabakgebrauchs“ der WHO unterzeichnet. Wichtige Vorgaben liefern auch diverse Strategiedokumente des europäischen Regionalbüros der WHO wie die „Europäische Strategie zur Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten“, die „Europäische Charta zur Bekämpfung der Adipositas“ und der „Handlungsrahmen für eine Alkoholpolitik in der europäischen Region der WHO“. Auch die Arbeit der Europäischen Kommission zur Prävention und Gesundheitsförderung erlangt zunehmende Bedeutung, Vorlagen wie das „Weissbuch über Ernährung“ oder die „EU-Strategie zur Verringerung Alkohol bedingter Schäden in Europa“ fliessen in die Programmgestaltung des BAG ein.

Mehr Gewicht für die Beim Blick auf Europa wird ersichtlich, dass neben der Verhaltenspräventi-Verhältnisprävention on die Verhältnisprävention grösseres Gewicht erlangt. Damit wird für er-

folgreiches präventives Handeln auch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Politikbereichen immer wichtiger ebenso neue Kooperationsformen mit dem privaten Sektor. Jüngere Organisationsformen wie die von der EU lancierte „Aktionsplattform für Ernährung, körperliche Bewegung und Gesundheit“ (mit Schweizer Beteiligung) setzen unter anderem auf freiwillige Massnahmen und loten die damit verbundenen Ansätze zur Selbstregulierung aus.

Strategische Schwer- Die grosse Vielfalt der Aufgaben und Handlungsoptionen in der Prävention punkte des BAG und Gesundheitsförderung erfordert vom BAG strategische Schwerpunkt-

setzungen. Das BAG konzentriert sich immer mehr auf die Steuerung der Verhältnisprävention. Durch gezieltes Handeln in den vier zentralen Bereichen Regulierung, Multisektoralität, Partnerschaften sowie Information und Kommunikation soll gesundheitliche Nachhaltigkeit geschaffen werden.

NPEB 2008–2012 (27.9.2007)