Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 20212024
vom 26. Februar 2020
Bundesblatt · BBl 2020 3842Bundesblatt · BBl 2020 3681
– Mechanismen und Strukturen für das Servicemodul von Orion, dem ESA-Beitrag zur amerikanischen Raumfähre, welche die bemannte Rückkehr zum Mond ermöglichen soll;
– Beiträge an Innovationsprojekte der Raumfahrt, die Schweizer Unternehmen für die Zukunft positionieren sollen; zu den Highlights zählen unter anderem Beiträge zur Quantenschlüsselverteilung, zur optischen Kommunikation («Fiber in the sky»), zur globalen Vernetzung («Internet-of-things») oder zu fortgeschrittenen Antennentechnologien;
– die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen und Unternehmen, die Weltraumtechnologien und -daten nutzen; diese schliessen zum Beispiel neuartige Produkte für die Landwirtschaft («Precision Farming»), effiziente Solarpaneele für die Energiegewinnung sowie Systeme und Navigationstechnologien für «Unmanned Air Traffic Management» als Beiträge an einen sicheren Luftraum ein.
Ziele
Das politische Ziel, den Status der Schweiz in der europäischen Weltraumlandschaft zu wahren und die Rahmenbedingungen in diesem Bereich optimal auszugestalten, hat nach wie vor Gültigkeit. Seine Umsetzung wird im Rahmen eines Swiss Space Implementation Plan (SSIP) festgelegt. Das Hauptziel der Beteiligung der Schweiz an den Aktivitäten und Programmen der ESA besteht darin, in Form der ESA über ein Leitinstrument zur Umsetzung der schweizerischen Weltraumpolitik zu verfügen, mit dem sich das gesamte Spektrum der Forschung und Entwicklung für die zivilen Raumfahrttätigkeiten abdecken lässt. Insbesondere geht es darum, sicherzustellen, dass die Schweiz bei allen Raumfahrttätigkeiten oder -programmen, die sie für die Wahrung ihrer Interessen als wichtig erachtet, Zugang zum Beschaffungswesen, zu den Daten und zur internationalen Zusammenarbeit hat. Es gilt namentlich:
a. Schweizer Weltraumwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zu ermöglichen, gemeinsam mit der ESA, ihren Mitgliedsstaaten und anderen internationalen Partnern (USA/NASA, China, Japan) neue wissenschaftliche Instrumente für Weltraummissionen zu entwickeln, um ihre weltweite Spitzenposition weiter zu stärken;
b. raumfahrtbasierte Innovation für die Schweizer Wirtschaft zu fördern und einen verbesserten Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Industrie zu unterstützen;
c. durch gezielte Massnahmen dem Nachwuchs den Einstieg in den Raumfahrtsektor zu erleichtern und einen Beitrag zur MINT-Förderung zu leisten;
d. die Schweiz als zuverlässige Partnerin zu positionieren, die insbesondere mit Schlüsselbeiträgen zur Lösung wissenschaftlicher und globaler Herausforderungen beiträgt, sich aber auch den Zugang zu kritischen Infrastrukturen und Daten sichert.
Massnahmen
Das wichtigste Instrument zur Umsetzung der Weltraumpolitik ist die Teilnahme der Schweiz an den Aktivitäten und Programmen der ESA.