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Vernehmlassung 1997/8: Alpenschutzartikel · 80 Seiten

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Umsetzung des Alpenschutzartikels, Vernehmlassung Seite 18

22 Entwicklung des alpenquerendenGüterverkehrs und Verlagerungsziel 221 Bisherige Verkehrserrtwicklung

Der Güteraustausch zwischenItalienund den Handelspartnernnördlichder Alpen ist in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen.Während im Jahr 1980 50,7 Millionen Tonnen auf

Strasse und Schiene zwischenden ÜbergängenMont Cenis/Frëjusund Brenner über die

Alpen transportiert wurden (Binnen-, Import-, Export- und Transitverkehr), waren es im Jahr 1995 bereits 88,2 Millionen Tonnen. Trotz ihrer zentralen geographischen Lage übernahm die Schweiz von diesem Verkehr im Jahre 1995 lediglich 28 Prozent

Die Entwicklungdes alpenquerendenSchwerverkehrs verlief in Frankreich, Österreich und der Schweiz sehr unterschiedlich. Die durchschnittlichejährliche Wachstumsrate des Güterverkehrs auf Strasse und Schiene der letzten 15 Jahre ist an den französischen und österreichischen Alpenübergängen über 70 Prozent höher als an den Schweizer Ubergängen.

Auffällig ist der unterschiedliche Marktanteil von Schiene und Strasse am alpenquerenden Güterverkehr. Während in Frankreich und Österreich im Jahre 1995 lediglich25 respektive 29 Prozent der Güter mit der Bahn transportiert wurden, waren es in der Schweiz 73 Prozent. In Frankreich hat das Güterverkehrswachstum in den vergangenen 15 Jahren

fast ausschliesslichauf der Strasse stattgefunden,die Bahn verlor in grossem Ausmass Marktanteile.Auch in der Schweizhat die Bahn Marktanteileeingebüsst,wenn auch in

geringeremAusmass (vgl. Abb. 2).

FIankr=ich Schweiz Österreich

(Frëjus/Mt.Cenis, Mt.Blanc) (Gotthard, San Bernardino, (Reschen, Brenner)

Simplon, Gr.St.Bernhard)

Mio t NIio Nlio t 35 3535

3030

l525

2020

'']'’--"'*’- '‘

1010

5 ’,1 / l ..u....--..'-.-''------‘ 00

80 FT 90 '95 80 FT 90 95 80 FT 9095

Jahr Jahr Jahr

Total –––– Schiene Strasse

Abb. 2: Entwicklung des aLpenquerenden Güterverketlrs auf Schiene und

Strasse in Frankreich, der Schweiz und Österreich, 1980 bis 1995. QueLLe:Dienstfür Gesamtverkehrsfragendes EVED