Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2000/27: Bundesgesetz über die Revision und Vereinheitlichung des Haftpflichtrechts (Haftpflichtgesetz) · 452 Seiten

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sabilité lorsque les autres conditions légales sont remplies – des comportements qui jusqu’à présent ne tombaient pas sous le coup de ces dispositions. Du coup, s’élargira considérablement le droit pour un contractant déçu ou un concurrent écarté de s’en prendre à celui qu’il considérera comme l’auteur d’un acte illicite.

On peut notamment à ce propos songer à la délicate question de la protection ou de la non-protection des systèmes de distribution sélective ou exclusive.

Si l’on prend le cas des systèmes de distribution sélective qui bénéficient d’une relative protection légale (c’est-à-dire: qui ne sont pas considérés comme nuls car violant les règles en matière de concurrence et de cartels), tout distributeur „sélectionné” (c’est-à-dire remplissant les conditions pour être autorisé à vendre les produits distribués par l’intermédiaire du réseau de distribution sélective) pourrait s’en prendre à tout importateur ou revendeur parallèle (sur la base des art. 41 ss AP) en faisant valoir que la simple existence d’une importation parallèle ou d’une revente hors le cadre du système de distribution sélective trahissent le fait qu’il y a eu, en amont, une violation des obligations contractuelles de l’un des distributeurs agréés, et cela même si cette violation est intervenue à l’étranger!

Les auteurs du projet ont-ils réellement en vue une telle extension du champ de la responsabilité délictuelle?

Uni ZH Honsell: Grundsätzlich behält der Entwurf zunächst die traditionelle Rechtswidrigkeitslehre (absolut geschützte Rechtsgüter, Schutznorm) bei, macht aber aus dem zweiteiligen Rechtswidrigkeitsbegriff einen vierteiligen. Neu kommen die Vertragswidrigkeit und die Verletzung von Treu und Glauben hinzu.

Im Bereich der alten Zweiteilung ist die Formulierung von Art. 46 VE unklar. Nach Abs. 1 ist eine Schädigung widerrechtlich, die ein von der Rechtsordnung geschütztes Recht verletzt. Nach Abs. 2 ist eine Schädigung, die „im Verhalten einer Person“ besteht, widerrechtlich, wenn sie gegen Treu und Glauben, gegen ein Gebot oder Verbot der Rechtsordnung oder gegen einen Vertrag verstösst. Diese Gegenüberstellung ist schief: Auch Schädigungen i.S.v. Abs. 1 bestehen im Verhalten einer Person.

Rechtswidrigkeit kann nach Art. 46 Abs. 2 VE u.a. auch in einem Verstoss gegen Treu und Glauben liegen. Dies hat Bedeutung für reine Vermögensschäden, die in diesem Fall nach Deliktsrecht ersetzt werden sollen. Diese Neuerung hat die h.L. in Rsp. und Lehre bisher zu Recht abgelehnt. Der Entwurf übernimmt sie ungeprüft. Treu und Glauben ist ein wichtiges rechtsethisches Prinzip, das jedoch im Deliktsrecht keine Funktion hat, weder beim Haftungsgrund, noch beim Schadensumfang. Gegen das neue Prinzip ist zunächst einzuwenden, dass der Gesetzgeber de lege lata die Grenzen ganz anders gezogen hat, indem er in Art. 41 Abs. 2 OR nur bei vorsätzlich sittenwidriger Schädigung einen Anspruch bejaht, nicht hingegen schon bei einer Verletzung von Treu und Glauben. Ein oberflächlicher Betrachter könnte darin einen rechtlichen Fortschritt in Richtung sittlicher Verfeinerung sehen. Indessen wäre dieser Befund falsch. Denn die Ausweitung der Haftung korrespondiert mit einem Verlust von Handlungsfreiheit und Privatautonomie. Die neue Lehre widerspricht