Vorlage

Vernehmlassung 2005/43: Weiterentwicklung der Agrarpolitik (Agrarpolitik 2011) · 370 Seiten

Fedlex · Vorlage · Seite 342Fedlex · Vorlage

Auswirkungen

8.4.3 Ökologie

Stickstoffeffizienz

In der nach der OSPAR-Methode berechneten Stickstoffbilanz wird die Schweizer Landwirtschaft als ein einziger Betrieb betrachtet. Der jährliche Stickstoff-Input stammt aus Mineraldüngern, zugekauften Futtermitteln und Samen, aus Abfalldüngern und anderen Düngern sowie aus der Fixierung und Deposition von Stickstoff. Die Outputs entsprechen dem in pflanzlichen bzw. tierischen Nahrungsmitteln und anderen marktfähigen Erzeugnissen enthaltenen Stickstoff.

Die Stickstoffeffizienz ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen Input und Output nach der N-Bilanz, wobei der Output in Prozenten des Inputs ausgedrückt wird. Effizienzverbesserungen vermindern u.a. den Anteil Stickstoff, der in Form von Ammoniak in die Luft entweicht oder als Nitrat ins Grundwasser ausgewaschen wird. Es wird geschätzt, dass mit den Bedingungen der heutigen Landwirtschaft die N-Effizienz aufgrund der natürlich bedingten Prozessabläufe auf maximal etwa 30 Prozent gesteigert werden kann (vgl. Ziff. 1.2.1.2.2).

Richtung Nachhaltig- Trend 1990 - 2004 Trend 2005-13 (inkl. Auswir- Auswirkung keit kung AP 2011, HA 2, und 3) AP 2011

À Zunahme À Zunahme À Zunahme + Positiv

Es kann erwartet werden, dass die Tierzahl leicht sinken wird und somit etwas weniger Hofdünger anfällt als heute. In verschiedenen Bereichen, wie z. B. in der Milchviehhaltung, wird der technische Fortschritt zu partiellen Effizienzsteigerungen führen. Die geplante Änderung bezüglich Nährstoffbilanzen bei den ÖLN-Vorschriften zwingt Betriebe mit hohem Hofdüngeranfall zu einer effizienteren N-Verwendung. Zusätzlich setzt das Programm „Nachhaltige Ressourcennutzung“ Anreize zu weiteren Effizienzsteigerungen. Die N-Effizienz wird daher bis 2011 weiter steigen.

Phosphor

Die Phosphorbilanz und deren Effizienz bemessen sich nach derselben Methode wie beim Stickstoff (vgl. Ziffer 1.2.1.2.2).

Richtung Nachhaltig- Trend 1990 - 2004 Trend 2005-13 (inkl. Auswir- Auswirkung keit kung AP 2011, HA 2, und 3) AP 2011

À Zunahme À Zunahme À Zunahme + Positiv

Die P-Effizienz wird durch die gleichen Entwicklungen beeinflusst wie die N-Effizienz. Deshalb ist auch hier eine Effizienzverbesserung zu erwarten.

Energieeffizienz

Die Energieeffizienz der schweizerischen Landwirtschaft lässt sich nach der vom Service romand de vulgarisation agricole entwickelten Ökobilanz-Methode berechnen. Der Energieverbrauch berechnet sich auf Grund der Energie aus nicht erneuerbaren Quellen (Elektrizität, fossile Energieträger), die in Gebäuden und Maschi-