Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2007/2: Nationale Strategie „eHealth“ · 56 Seiten

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(engl. Electronic Pati- ventiven, pflegerischen und administrativen Daten einer Patientin oder ent Record EPR) eines Patienten. Die Daten werden nach einheitlichen Ordnungskriterien

elektronisch erfasst und gespeichert. Dadurch können sie auch einrichtungsübergreifend zur Verfügung gestellt werden, je nach Verwendungszweck in der Form einer zusammenfassenden Basisdokumentation (engl. Electronic Patient Record Summary). Die elektronische Krankengeschichte nimmt damit eine Schlüsselstellung auf dem Weg zu einem elektronisch unterstützten Gesundheitssystem ein und bildet die Grundlage für das elektronische Patientendossier.

Medienbruch Unter einem Medienbruch versteht man einen Wechsel des informati-

onstragenden Mediums innerhalb eines Informationsbeschaffungs- oder –verarbeitungsprozesses. Die nach Information suchende (oder Informationen verarbeitende) Person wird hierdurch gezwungen, im Verlauf des Prozesses ihre Such- oder Verarbeitungsstrategie zu wechseln, um dem gerade vorliegenden Medium zu entsprechen. Man geht davon aus, dass ein in der Informationskette liegender Medienbruch dazu führt, dass der Informationsbeschaffungs- oder –verarbeitungsprozess hierdurch erschwert, verlangsamt und unter Umständen auch in seiner Qualität gemindert wird, was sich auch in Transaktionskosten niederschlägt. Deshalb setzt sich die Strategie „eHealth” einen medienbruchfreien elektronischen Austausch von medizinischen und administrativen Daten unter den Teilnehmern im Gesundheitssystem in der ganzen Schweiz zum Ziel.

Notfalldaten, Elektronische Notfalldaten sind digital gespeicherte persönliche und elektronische medizinische Daten, die in einem Notfall relevant sein können (Kontakt-

adressen, Blutgruppe, Krankheiten, Medikation, Allergien, Impfungen, Organspende, etc.). Träger der elektronischen Notfalldaten kann z.B. eine Versichertenkarte sein.

Patientendossier, elekt- Das elektronische Patientendossier ist die patientenmoderierte, lebensronisches lang fortgeschriebene Sammlung aller verfügbaren persönlichen medi-(engl. Electronic Health zinischen, präventiven, pflegerischen und administrativen Daten. Unter Record EHR) anderem enthält das elektronische Patientendossier die individuelle

Krankengeschichte, wichtige Laborbefunde, Operationsberichte sowie Röntgenbilder und digitale Daten anderer Untersuchungen. Kliniken und medizinische Fachpersonen sollen mit Zustimmung der Patientinnen und Patienten einen geregelten Zugriff auf das elektronische Patientendossier erhalten. Der Zugang zum elektronischen Patientendossier wird über einen geeigneten Authentifizierungsmechanismus ermöglicht.

Persönliche Daten Als persönliche Daten werden die im Einverständnis mit der versicher-

ten Person zusätzlich zu den administrativen Daten auf der Versichertenkarte aufgenommenen und zugänglich gemachten Daten bezeichnet (gem. Art. 42a Abs. 4 KVG). Gemeint sind damit primär medizinische Angaben (Blutgruppe, Allergien, etc.), welche oft auch als Gesundheitsdaten bezeichnet werden.

Rezept, elektronisches Das elektronische Rezept ist ein elektronisches Dokument, das die (eRezept) Funktion der heutigen Arzneimittelverordnung übernimmt. Es enthält die

Verordnung eines oder mehrerer Produkte (z.B. Fertigarzneimittel, Rezeptur, Verbandstoff usw.), das von einem Arzt verordnet und in einer Apotheke ausgeliefert wird. Das eRezept ist das vom Arzt erstellte und digital signierte Dokument. Das eRezept wird zum Beispiel vom Arzt auf