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Vernehmlassung 2014/155: Revision im Bereich Strahlenschutz · 482 Seiten

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34. Er-169

34.1 Stoffwechsel

Inhaliertes Erbium (Absorptionsklasse Typ M) wird via Nase und Verdauungstrakt rasch wieder ausgeschieden (Resorptionsanteil f1=0.0005). Etwa 5 % bleiben längerfristig in der Lunge. Die Verweilzeit dieses Anteils wird durch die physikalische Halbwertszeit von 9.4 Tagen bestimmt. Die geringe Menge Erbium, die ins Blut gelangt, wird zu 65 % in die Knochen und in die Leber eingebaut oder direkt wieder ausgeschieden.

34.2 Messmethoden Triagemessung (obligatorisch)

Messung der Kontamination der Hände nach Ausziehen der Handschuhe mit einem Kontaminationsmonitor.

Messschwelle: 10 000 Bq cm-2

Inkorporationsmessung

Messung der Er-169-Konzentration Cu im Urin in Bq/l mittels Proportionalzähler nach chemischer Aufbereitung.

34.3 Überwachungsintervalle T und Zeitpunkt t der ersten Messung nach Ereignis

TTriage: nach jeder TMessung: bei Überschreitung tEreignis: 1 Tag

Anwendung der Messschwelle

34.4 Interpretation ohne Berücksichtigung einer früheren Inkorporation

T einh/m(t)

E50 = Cu.{einh/m(t)} [Tage] [Sv·l/Bq]

1 4,25×10-7 E50: 50-Jahre-Folgedosis in Sv 2 4,75×10-6 Cu: Messwert in Bq/l 3 2,95×10-5 einh: Dosisfaktor in Sv/Bq 4 4,60×10-5 m(t): Ausscheidungsanteil im Tagesurin (=1,4 l) in l-15 5,17×10-5 t: Tage zwischen Messung und Inkorporation. 6 5,65×10-5 Bei unbekanntem Inkorporationszeitpunkt ist t = T/2 7 6,16×10-5

10 8,05×10-5 15 1,24×10-4 20 1,91×10-4 30 4,47×10-4