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Vernehmlassung 2015/56: Gesamtschau Sportförderung des Bundes · 42 Seiten
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Finanzierungsbedarf (fw)
- Investition 11.2 Mio. Franken (±30%)
- Unterhalt und Veränderung p.a. 0.5 Mio. Franken
- Zusätzlichen Betriebskosten (inkl. BBL) p.a. 0.8 Mio. Franken
8.1.4 Wildwasseranlage
Ausgangslage
Auch wenn der Kanusport im Vergleich zu anderen Sportarten eine „kleine“ Sportart ist,
spielt die Schweiz im internationalen Vergleich eine bedeutende Rolle. Immer wieder erzielen Schweizer Kanuten gute Platzierungen an Europa- und Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen. Internationale Meisterschaften werden heute ausschliesslich auf künstlich angelegten Kanukanälen ausgetragen. Denn nur in künstlichen Kanälen können konstante Bedingungen für alle Teilnehmenden während eines Wettkampfs gewährleistet werden. Kanäle der neusten Generation lassen sich durch Umgestaltung der Hindernisse und die Regelung der Wassermenge laufend verändern und so dem gewünschten Schwierigkeitsgrad bei bestmöglicher Sicherheit anpassen.
Die Schweiz verfügt heute über keinen künstlichen Kanal. Der Schweizerische Kanu-Verband (SKV) hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, so rasch als möglich einen solchen Kanal und somit ideale Voraussetzungen für ein nationales Leistungszentrum zu realisieren. Ein Standort auf der Sprachgrenze und in unmittelbarer Nähe zu Magglingen würde den Kanusport einen grossen Schritt weiter bringen.
Neben der Wichtigkeit für den Nachwuchs- und Leistungssport ist die Bedeutung auch für die Ausbildung sehr gross. Heute werden viele Ausbildungsangebote sowohl von Jugend+Sport, der Eidgenössischen Hochschule für Sport als auch des SKV auf künstlichen Kanälen im Ausland ausgetragen. Auch die Ausbildung ist auf konstante und sichere Rahmenbedingungen angewiesen und weicht deshalb auf solche Angebote im Ausland aus, was mit erheblichen Kosten verbunden ist.
Die heute am Bundesamt für Sport BASPO bestehende Kanuinfrastruktur in Biel könnte mit dem Bau eines künstlichen Kanals auf dem Areal der Wassersportanlage Ipsach aufgehoben werden. Der gesamte Wassersport wäre so in Ipsach konzentriert. Dies wäre mit erheblichen Synergien im Betrieb verbunden.
Projektbeschreibung
Bau eines künstlichen Wildwasserkanals auf dem Gelände der Wassersportanlage des BASPO in Ipsach.
Projektnutzen
- Schaffung einer im internationalen Vergleich adäquaten Trainings- und Ausbildungsinfra-
struktur in der Schweiz.
- Die Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen sowie der Jugend- und Erwachse-
nensport müsste für die Praxisausbildung nicht mehr auf ausländische Anlagen ausweichen.
- Der Schweizerische Kanuverband hätte in unmittelbarer Nähe zum BASPO zeitgemässe
Trainingsmöglichkeiten, welche sich mit den trainingswissenschaftlichen Dienstleistungen des BASPO kombinieren liessen.
Herausforderungen und Abhängigkeiten:
Das Bauvorhaben beinhaltet verschiedene spezielle Herausforderungen. Zu erwähnen sind insbesondere:
- Anpassung des kommunalen Zonenplans;
- die Beachtung der raumplanerischen Auflagen;
- Einhaltung der geltenden Umwelt- und Naturschutzgesetze (Nutzung Seewasser etc.).