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Vernehmlassung 2017/83: Etappe 2 des Sachplans geologische Tiefenlager · 43 Seiten
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Standortareal für die Oberflächenanlage
Beschrieb: Das Standortareal ZNO-6b befindet sich im Zürcher Weinland auf Gemeindegebiet von Marthalen und Rheinau zwischen den auf leichten Erhebungen gelegenen Wäldern «Bergholz» und «Isenbuck». Der Abstand zum Rhein beträgt ca. 1 km.
Erschliessung: Der Bahnanschluss ist ab der Bahnlinie Schaffhausen–Winterthur mit einem kurzen neuen Anschlussgleis vorgesehen. Die Strassenerschliessung kann direkt ab der regionalen Verbindungsstrasse K 532 erfolgen, welche aufgrund des Standortareals auf einer Länge von einigen hundert Metern verlegt werden müsste.
Ergebnis der sicherheitstechnischen Beurteilung des geologischen Standortgebiets
HAA-Gebiet: Das ENSI bewertet das geologische Standortgebiet Zürich Nordost für ein Tiefenlager für hochaktive Abfälle als geeignet. Die in Etappe 1 definierte Grenze des Standortgebiets bleibt unverändert bestehen. Da das Standortgebiet keine eindeutigen Nachteile im Vergleich zu anderen HAA-Standortgebieten aufweist und über ein genügendes Platzangebot verfügt, stimmt das ENSI dem Vorschlag der Nagra aus Sicht von Sicherheit und technischer Machbarkeit zu, das HAA-Standortgebiet Zürich Nordost in Etappe 3 vertieft zu untersuchen.
SMA-Gebiet: Das geologische Standortgebiet Zürich Nordost für ein Tiefenlager für schwach- und mittelaktive Abfälle wird vom ENSI als geeignet bewertet. Die in Etappe 1 definierte Grenze des Standortgebiets bleibt unverändert bestehen. Da das Standortgebiet bezüglich des Wirtgesteins Opalinuston keine eindeutigen Nachteile im Vergleich zu anderen SMA-Standortgebieten aufweist und über ein genügendes Platzangebot verfügt, stimmt das ENSI dem Vorschlag der Nagra aus Sicht von Sicherheit und technischer Machbarkeit zu, das SMA-Standortgebiet Zürich Nordost in Etappe 3 vertieft zu untersuchen.
Für das Wirtgestein Brauner Dogger identifiziert das ENSI eindeutige Nachteile im Vergleich zum Wirtgestein Opalinuston für die Indikatoren «Homogenität des Gesteinsaufbaus», «Länge der massgebenden Freisetzungspfade», «Variabilität der Gesteinseigenschaften» und «Explorationsverhältnisse im geologischen Untergrund». Das ENSI nimmt die Überlegungen der Nagra zum Braunen Dogger als «weiteres Wirtgestein» neben dem prioritären Wirtgestein Opalinuston für das Standortgebiet Zürich Nordost zur Kenntnis. Aus Sicht der Nagra steht der braune Dogger grundsätzlich als Wirtgestein für Abfälle mit geringen Anforderungen an die Barrierenwirkung zur Verfügung, falls ein entsprechendes Standortgebiet in Etappe 3 SGT weiter betrachtet wird. Eine diesbezügliche Beurteilung des ENSI wird gegebenenfalls erst nach Einreichung eines konkreten Vorschlags der Nagra in weiteren Schritten der Lagerrealisierung erfolgen.
Ergebnis der sicherheitstechnischen Beurteilung der Oberflächenanlage
Das ENSI sieht aus Sicht von Sicherheit, technischer Machbarkeit und Sicherung keine grundsätzlichen Bedenken für die Platzierung einer Oberflächenanlage im Standortareal ZNO-6b
Ergebnis der Beurteilung von Raumplanung und Umwelt der Oberflächeninfrastruktur
Eine Oberflächenanlage am vorgeschlagenen Standort ist grundsätzlich mit den geltenden Plänen und Vorschriften des Bundes über die Nutzung des Bodens vereinbar. Zur kantonalen Richtplanung liegen keine ausgeprägten Konflikte vor. In der Gemeinde Marthalen liegt ein regionales Arbeitsplatzgebiet. Die raumplanerischen Grundlagen sehen Siedlungserweiterungen vor, wenn auch nicht im Gebiet des Standortareals.
Umweltseitig wären mit der Realisierung der Anlage gemäss der SÖW vor allem bedeutende Verluste an Fruchtfolgeflächen sowie Beeinträchtigungen eines Wildtierkorridors von regionaler Bedeutung verbunden. Die Luft- und Lärmbelastungen durch die tiefenlagerbedingten Transporte werden als gering beurteilt.