Vernehmlassungsvorlagen und erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 214 Seiten

Fedlex · Vorlage · Seite 178Fedlex · Vorlage

Entwicklung und Zusammenarbeit (Federführung: DEZA)

Forschung wird aus den Rahmenkrediten für die internationale Zusammenarbeit (IZA) finanziert. Die aufgewendeten Mittel werden der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit (ADP) angerechnet.

Rückblick 2021–2024

Im Rahmen ihres Mandats unterstützt die DEZA die wissenschaftliche Forschung und Innovation als entscheidende Elemente für eine nachhaltige und armutsfreie Entwicklung. Die von der DEZA finanzierte Forschung orientiert sich an den Zielen der Strategie der Schweiz für die internationale Zusammenarbeit 2021–2024 und konzentriert sich auf bestimmte Schwerpunktthemen (Ernährungssicherheit und Ernährung; Gesundheit; Beschäftigung und Bildung; Klimawandel, Umwelt und Katastrophenvorsorge; Gouvernanz, Konfliktprävention und Förderung der Menschenrechte; Migration; Wasser). Auf diese Weise trägt sie dazu bei, Armut und globale Risiken zu verringern, eine nachhaltige Entwicklung auf globaler Ebene zu fördern und Entwicklungsländer bei der Umsetzung der Agenda 2030 zu unterstützen. Die DEZA investiert jährlich ca. 50 Mio. CHF in eine Vielzahl von Forschungsprogrammen und – projekten in mehr als 50 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Ein Beispiel für ein innovatives Förderinstrument der Nord-Süd Forschung ist das «Swiss Programme for Research on Global Issues for Development» (r4d Programm), welches von der DEZA und dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) kofinanziert wird und im Jahr 2023 zu einem Ende findet. Die Synthese und die Verbreitung der Ergebnisse des r4d Programms stehen in dieser Förderperiode im Zentrum. Gleichzeitig hat die DEZA neue Förderansätze entwickelt, mit dem Ziel, die Forschung näher an die Praxis zu bringen und Forschungsresultate zu replizieren und zu skalieren. Ein Beispiel dafür ist das «Solution-Oriented Research for Development Programme» (SOR4D Programm) der DEZA und dem SNF, welches Implementierungspartner und Entwicklungsakteure (NGOs, Stiftungen, Ministerien oder Privatsektorpartner) von Anfang an als gleichwertige Partner in die Nord-Süd Forschungspartnerschaften miteinbezieht.

Ausblick 2025–2028

Inter- und transdisziplinäre Forschung, sowie technologische und soziale Innovationen werden als Impulsgeber in allen Bereichen der internationalen Zusammenarbeit weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Dem Aufbau, und vor allem der Nutzung und Verbreitung von neuem Wissen und von neuen Ansätzen kommen für die Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDG) eine grosse Bedeutung zu. Eine verstärkte Zusammenarbeit über die Grenzen, Sektoren, Disziplinen und Kulturen hinweg wird dabei entscheidend sein. Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz bleibt deshalb die Förderung von interdisziplinärer, lösungs- und anwendungsorientierter Forschung, sowie die Technologieentwicklung und Innovation zu Entwicklungsproblemen weiterhin Priorität. Die DEZA verfolgt dazu eine Vielfalt von verschiedenen Ansätzen mit dem Ziel, die Forschung näher an die Praxis zu bringen und Forschungsresultate zu replizieren und zu skalieren. Durch die langjährige Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen in der Schweiz, Afrika, Asien und Lateinamerika und Investitionen in globale