Vernehmlassungsvorlagen und erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 214 Seiten
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Basierend auf dem Bundesratsbeschluss Erdbebenrisikomanagement, Massnahmen des Bundes war des BABS an der Erarbeitung des Erdbebenrisikomodells des schweizerischen Erdbebendienstes (SED) beteiligt und hatte die Federführung für die Erarbeitung des Handbuchs für die Gebäudebeurteilung nach einem Erdbeben inne.
Die Arbeiten zur technologischen Weiterentwicklung des ABC-Schutzes umfassten den Nachweis von chemischen Kampfstoffen, die Charakterisierung hochpathogener Krankheitserreger, die Entwicklung therapeutischer Strategien, die nuklearforensischen Untersuchungen und den CBRNE-Schutz für kritische Infrastrukturen.
Im Bereich der Schutzbauten (Schutzräume für die Bevölkerung, Schutzanlagen für die Führungsorgane und Zivilschutzformationen) lag der Fokus auf der Digitalisierung. Das umfasst insbesondere die Integration der BIM-Methode (Building Information Modeling) für die Erneuerung von Schutzanlagen. Im Weiteren wurden Grundlagen für einen automatisierten Austausch von Daten (Linked Data) zu den Schutzbauten zwischen den Kantonen und dem Bund erarbeitet. Anwendungen des IoT (Internet of Things) können auch in Schutzanlagen zur Anwendung kommen, z.B. bei der Überwachung der Temperatur und Feuchtigkeit.
Mit der Etablierung eines IKT-Minimalstandards konnte den Betreibern von Kulturgütern eine Hilfestellung und konkrete Handlungsanweisungen zur Verbesserung der eigenen IKT-Resilienz geboten werden. Im Bereich der Notfallplanung hat der Kulturgüterschutz Konzepte, Umsetzungsplanungen und konkrete Produkte erarbeitet, die es den Kantonen erleichtern, ihre Vorsorgeplanung vorzunehmen.
Bei den Sicherheitskommunikationssystemen ist ein strategischer Weitblick in die Zukunft von grosser Bedeutung. Deshalb wurden eine Überprüfung und Neu-Priorisierungen vorgenommen, um die Projekte aufeinander abzustimmen und in einer Gesamtstrategie zu steuern. Auf dieser Basis konnten erste Arbeiten am nationalen sicheren Datenverbundsystem (SDVS) gestartet werden. Zudem wurden zukünftige Alarmierungs- und Informationskanäle im Rahmen von mehreren Studien analysiert und teilweise in die Multikanalstrategie integriert sowie die Arbeiten für diesbezügliche Botschaften an den Bundesrat eingeleitet.
EDA AFM / AIS: Ein Fokus im Bereich der Sicherheits- und Friedenspolitik sowie der guten Dienste lag auf den Herausforderungen der Arbeit in Konfliktgebieten und der Identifizierung von Opportunitäten in der Konfliktbewältigung. So wurden Studien zu den Dynamiken in der MENA-Region oder zur internationalen Präsenz in Afghanistan in Auftrag gegeben. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung und neuer Technologien in der Sicherheits- und Friedenspolitik. Auch das Thema der Auswirkungen des Klimawandels auf die Sicherheit wurde in Projekten untersucht.
Ausblick 2025–2028
armasuisse W+T: Der Forschungsschwerpunkt «Technologie-Früherkennung» wird weitgehend in der bestehenden Form fortgeführt, um den Einfluss technologischer Entwicklungen auf die Fähigkeiten von Sicherheitskräften aufzeigen. Im Forschungsschwerpunkt «Technologien für operationelle Fähigkeiten» soll der Fokus auf Technologien gelegt werden, welche die Fähigkeitsentwicklung im physischen sowie Cyber-Raum unterstützen oder zu einer Informationsüberlegenheit führen. Im