Rapporto esplicativo
Consultazione 1997/8: L'articolo per la protezione delle Alpi · 80 pagine
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Umsetzung des Alpenschutzartikels, Vernehmlassung Seite 10
mitteLfristig soll das weitere Wachstum des alpenquerenden Güterverkehrs durch gezielte Förderungsmassnahmenim unbegleiteten kombinierten Verkehr bewältigt werden ;
langfristig soll der ökologisch sinnvollere unbegleitete kombinierte Verkehr die Rollende Autobahn weitgehend ablösen.
Anlässlich der Verhandlungen zum Transitabkommen mit der EU3) wurde beschlossen, dass der Huckepack-Korridor Freiburg i.Br. - Basel - Lötschberg-Scheiteltun-neI - Simplon
- Domodossola/Novara im Sinne einer Übergangslösung bis zur Inbetriebnahmeder NEAT
für den Transport von Fahrzeugenmit 4 Metern Eckhöhe4) und einer Breite von 2,5
Metern auszubauenist. Es wurde vertraglich vereinbart, 105’000 Verladeplätzepro Jahr zwischen Freiburg i.Br. und Novara anzubieten. Die Ausbauten des Huckepack- Kooridors sollten voraussichtlich im Jahr 1999 auch auf italienischer Seite abgeschlossen sein, so dass ab diesem Zeitpunkt die vereinbarte Kapazität angeboten werden kann.
Zur Umsetzung des Alpenschutzaltikels reichen aber die damals vorgesehenen 105’000 Verladeplätze nicht aus. Um rasch eine deutliche VerkehrsverlagertIng zu ermöglichen, erarbeitet das Bundesamt für Verkehr zusammen mit den Bahnen seit dem Jahr 1995 ein Konzept für eine leistungsfähige und kostengünstige Rollende Autobahn (begleiteter
kombinierterVerkehr) für den Verlad von Fahrzeugenmit 4 Metern Eckhöhe über die
Lötschberg-Simplon-Achse. Die bisherigen Arbeiten werden gegenwärtig im Auftrag des
DepartementsvorstehersEVED sowohlvon der Verwaltungals auch von denBahnen SBB
und BLS weiter vertieft.
Gemäss erster Einschätzung der Bahnen ist es möglich, mehr als 105’000 Verladeplätze anzubieten. Zur Erhöhung der Effizienz des Angebotes und zur Vermeidung von Kapazitätsengpässen zwischen Domodossola und Novara sollten Verladestandorte in Basel/Weil und in Domodossola gewählt werden.
Demzufolge soll nach Abschluss der notwendigen infrastrukturellen Anpassungen in den Terminals Basel/Weil und Domodossola ca. im Jahr 2001 , zeitgleichmit der stufenweisen Einführung der LSVA und ATA, zusätzlich ein leistungsfähiges Huckepack-Angebot zwischen Basel und Domodossolain Betrieb gehen. Gemäss einer vorläufigenAnalyse der Streckenkapazität können dannzumal mit einem nicht durchgehenden Stundentakt ohne Behinderung des restlichen Verkehrs und ohne Verlängerung der Züge rund 350’000 Verladeplätze für den Verlad von Schwerverkehrsfahrzeugen im begleitetenkombinierten Verkehr zwischen Basel und Domodossola angeboten werden.5) Es wird aber nach
3 Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Wirtschaftsge-
meinschaftüber den Güterverkehr auf Strasse und Schiene. (Abgeschlossen am 2. Mai 1992, von der Bundesversammlung genehmigt am 16. Dezember 1992, in Kraft getreten am 22. Januar 1993). AS 1993 1 197
4 Der Begriff Eckhöhe ist im Strassenverkehrsrechtnicht gebräuchlich.Die Tunnelprofilelimitieren
jedoch bei der Rollenden Autobahn nicht die absolute Fahrzeughöhe, sondern die Höhe der Fahrzeuge in den seitlichenEcken. Aus diesemGrund wird im folgendender Begriff Eckhöhe verwendet.
5 Die Bahnen weisen darauf hin, dass zur Erreichung dieser Kapazität zusätzlicheInvestitionen im Umfang von rund 125 Millionen Franken notwendig sind.