Rapporto sui risultati

Consultazione 2002/17: Unificazione della procedura civile (Codice di procedura civile svizzero) · 956 pagine

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Bundesgericht (geplantes BGG) nicht in den VE-ZPO zu integrieren, können wir im Grundsatz zustimmen, mit folgenden Bemerkungen bzw. Vorbehalten:

a. Den Entscheid, die Gerichtsorganisation bei den Kantonen zu belassen (Leitlinie 3), halten wir grundsätzlich für richtig. Angesichts der in den letzten Jahrzehnten stark angestiegenen Mobilität der Menschen, Güter und Dienstleistungen sowie der Komplexität einzelner technischer Materien könnte es jedoch in Zukunft sinnvoll sein, für einige Rechtsgebiete auch für erstinstanzliche Zivilprozesse eidgenössische (Spezial-)Gerichte zu schaffen (z.B. Patentrecht, Kernenergiehaftpflichtrecht). Die verfassungsrechtliche Grundlage dafür ist vorhanden (Art. 191a Abs. 3 BV).

b. Hinter die geplante rigorose "Entschlackung" des materiellen Bundesprivatrechts von zivilprozessualen Bestimmungen (Leitlinie 6) setzen wir ein Fragezeichen. Wir sind der Auffassung, dass ein solcher Kahlschlag teilweise übers Ziel hinaus schiessen würde bzw. verfrüht wäre (vgl. unsere Bemerkungen zu Art. 242 ff., Ehescheidungsverfahren); dies insbesondere angesichts des Grundsatzentscheides, mit Hinblick auf kreative Rechtsfortbildung durch die Gerichte (Art. 1 Abs. 2 und 3 ZGB) in der ZPO selbst Lücken in Kauf zu nehmen (Leitlinie 4). Einige dieser Lücken im Vorentwurf können denn auch nicht hingenommen werden, weil sie zu einer nicht hinnehmbaren Rechtsunsicherheit führen würden (vgl. z.B. unsere Ausführungen zu Art. 71).

c. Wir begrüssen die Absicht, für den "sozialen Zivilprozess" gesonderte Regelungen vorzusehen (Leitlinie 8). Dazu gehören auch die volle Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsbeistände (Art. 107 Abs. 3) sowie eine möglichst weit gehende Legitimation zur Verbandsklage (Art. 79). Der soziale Zivilprozess könnte jedoch noch ausführlicher geregelt werden; auch die Streitigkeiten aus Konsumentenvertrag sollten dazu gehören.

Erfreulich ist, dass der VE-ZPO (beinahe) konsequent geschlechtsneutrale Formulierungen wählt, was leider (insbesondere in kantonalen Gesetzgebungsverfahren) auch zu Beginn der 21. Jahrhunderts noch nicht überall selbstverständlich ist! Es wird zudem unter Beweis gestellt, dass auch komplexe Regelungen (z.B. Art. 157) auf stilistisch befriedigende Art geschlechtsneutral abgefasst werden können.

LPS: Comme la commission d’experts le relève dans son rapport (ch. 3.1), l’unification du droit de procédure civile doit se faire par une codification au niveau du droit fédéral. En l’occurrence, la codification proposée nous paraît globalement bonne, tant à la forme que sur le fond.

Dans leur version française, les dispositions de l’avant-projet sont bien rédigées. S’agissant d’un projet de loi fédérale, cela n’est pas si fréquent qu’il ne vaille pas la peine de le souligner ici.

L’avant-projet mis en consultation est, en outre, remarquablement concis. De nature technique, une loi de procédure est évidemment soumise à l’exigence de la précision. Mais la procédure n’est pas un but en soi: son objectif est d’assurer l’application de droit matériel dans le respect du principe de l’égalité de traitement et des autres garanties accordées aux parties. Il s’ensuit que, dans ce domaine, si la loi doit contenir toutes les dispositions nécessaires, elle ne doit contenir que celles-ci. Une législation pléthorique peut facilement conduire à des excès de formalisme propres à mettre en péril l’application du droit matériel.