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Vernehmlassung 2005/43: Weiterentwicklung der Agrarpolitik (Agrarpolitik 2011) · 370 Seiten

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Besonderer Teil 6: Kostensenkung und Verstärkung des Wettbewerbs

Betrachtung Resultate und Kommentar

Löhne der Der Richtwert für Lohnkosten in einer landwirtschaftlichen Werkstatt beträgt ge-Werkstätten mäss Schweizerische Metall-Union (SMU) 85 bis 120 Fr./h exkl. MwSt. (= 91 bis

129 Fr./h inkl. MwSt).

Ansatz in konkreten Werkstätten: 72 Fr./h exkl. MwSt. = 77 Fr./h inkl. MwSt.

Richtansatz in Deutschland: 2400 €/Monat netto = 47 Fr./h inkl. MwSt. bei 164% Bruttokosten und 1932 AKh/Jahr.

Quelle: Agroscope FAT, Tänikon

Die in der Tabelle 48 ausgewiesenen Preisunterschiede gegenüber dem Ausland basieren auf Bruttowerten inklusive Mehrwertsteuer, wobei als Berechnungsbasis die ausländischen Preise herangezogen werden. Um die Kostendifferenz abschätzen zu können, ist der Maschinenkauf bei einem Schweizer Händler mit dem Direktimport zu vergleichen. Dann wird die höhere ausländische Mehrwertsteuer zurückerstattet und die schweizerische erhoben. Wird ohne Mehrwertsteuer gerechnet, fällt die Preisdifferenz höher aus, auch wenn die Schweizer Preise als Basis genommen werden. Insbesondere zeigt sich, dass auch gegenüber Österreich eine signifikante Differenz vorhanden ist (Tabelle 49). Zu beachten ist dabei, dass allenfalls anfallenden Transferkosten des Direktimports in diesem Vergleich nicht berücksichtigt.

Tabelle 49 Preisdifferenzen bei den Maschinen in Abhängigkeit der Preis-

basis und der Mehrwertsteuer

D F A

Anzahl verglichener Maschinen 110 2894

Mittlere Differenz, Auslandpreis = 100%, inkl. Mwst 17.9% 17.8% 0.8%

Mwst-Satz im Ausland 16.0% 19.6% 20.0% Mwst-Satz in der Schweiz 7.6% 7.6% 7.6%

Mittlere Differenz, Preis Schweiz = 100%, exkl. Mwst 19.6% 20.8% 9.5%

Quelle: Agroscope FAT Tänikon (2005): FAT-Bericht Nr. 640, Berechnungen BLW

Aufgrund der Preisdifferenzen bei den Neuwerten, Direktimporten und Occasionspreisen wird die durchschnittliche Preisdifferenz für Maschinen, Traktoren und Ausrüstungsgüter auf 15 Prozent geschätzt. Für Unterhalt und Reparaturen rechnen wir aufgrund einer vorsichtigen Schätzung unter Berücksichtigung der von den Werkstätten verrechneten Löhnen mit einer Preisdifferenz von 30 Prozent.

7.1.1.2 Ökonomiegebäude

Die Kostensituation bei den landwirtschaftlichen Ökonomiegebäuden hat die Agroscope FAT mit einem Baukostenvergleich analysiert (Tabelle 50). Gemäss diesem Bericht sind die unterschiedlichen Normen und Vorschriften in der Schweiz und in den umliegenden Ländern in der Milchviehhaltung nur zum kleineren Teil für die Differenzen bei den Bauinvestitionen verantwortlich. Die bis zu 40 Prozent tieferen Fremdkosten in den untersuchten Ländern sind vor allem auf niedrigere Lohn- und Materialkosten, geringere Ansprüche an die Perfektion sowie auf eine höhere Bewertung der Eigenleistungen in der Schweiz zurückzuführen. Trotz ungünstigerem Kostenumfeld sind auch in der Schweiz die Baukosten pro Einheit, nicht zuletzt we-