Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2005/82: Vernehmlassung zur Volkszählung 2010: aktuelle Entscheide des Bundesrates / Fragen zum Informationsauftrag · 69 Seiten
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sollte, die Volkszählung erheblich günstiger durchzuführen. Der vom BFS errechnete Betrag von 200 Mio wird als nicht seriös kalkuliert zurückgewiesen.
Für die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) beinhaltet das vom BR vorgeschlagene System eindeutig eine Kostenverlagerung vom Bund an die Kantone und die Gemeinden.
I4 Wirtschaftskreise, Gewerkschaften
Economiesuisse verlangt angesichts weiterer statistischer Bedürfnisse – insbesondere im Hinblick auf die Europäische Union (Bilaterale II), dass auch bei der Volkszählung kostenmässig ein vernünftiges Mass eingehalten werden muss und begrüsst deshalb den Vorschlag des BR, der erhebliche Einsparungen ermöglicht.
Die «Association suisse des locataires» (ASLOCA) wertet die vorgeschlagene Variante als klaren Versuch einer Lastenumverteilung vom Bund auf die Kantone, der eine Abschaffung der Vollerhebungen auf Raten nach sich ziehen könnte. Für die ASLOCA darf es nicht sein, dass aus kurzfristigen Sparüberlegungen heraus ein statistisches Instrument wie die Volkszählung gefährdet wird.
Der Verband öffentlicher Verkehr (VÖV) hätte sich gewünscht, dass die verschiedenen Modelle der Kombination von Registerzählung, Vollerhebung und Stichprobenerhebungen finanziell bewertet würden. Er streicht hervor, dass Volkszählungen mit reduziertem Fragebestand nicht nur niedrigere Kosten verursachen, sondern von der Bevölkerung auch besser akzeptiert würden.
Der Verkehrsclub der Schweiz (VCS) erachtet es als nicht korrekt, die Kosten der Registerharmonisierung dem Volkszählungsaufwand zuzurechnen, weil die Harmonisierung im Wesentlichen dem Bund nützt.
Die Frage der Finanzierung muss nach Ansicht des Centre patronal gemeinsam mit den Kantonen und den Gemeinden erörtert werden. Die geprüften Lösungen müssen mindestens die gleichen Daten wie die letzte Volkszählung liefern.
I5 Wissenschaftskreise
Die Schweizerische Organisation für Geo-Information (SOGI) anerkennt den Spardruck, bezweifelt jedoch, dass die vorgeschlagene Lösung wirkliche Einsparungen bringt.