Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2005/82: Vernehmlassung zur Volkszählung 2010: aktuelle Entscheide des Bundesrates / Fragen zum Informationsauftrag · 69 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 26Fedlex · Ergebnisbericht
Der Verkehrsclub der Schweiz (VCS) und der Touring Club Schweiz (TCS) beurteilen die Möglichkeit der Aufstockung der Stichproben durch die Kantone kritisch. Die funktionalen Räume decken sich nicht mit den politischen Grenzen und es besteht das Risiko, dass die statistische Landschaft letztlich zu einem bunten Flickwerk wird. Zudem würde dieses neue System jede Verknüpfung von wirtschaftlichen, demografischen, sozialen und kulturellen Variablen verunmöglichen.
H6 Kirchen und Religionsgemeinschaften
Die öffentlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften geben zu bedenken, dass Stichprobenerhebungen analytische Zusammenhänge zwischen den Themen verunmöglichen würden, was ein gravierender Nachteil wäre.
H7 Spontan Antwortende
Für die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) resultiert aus der vorgeschlagenen Lösung eine ungleiche Situation in den Kantonen, so dass kantonsübergreifende Analysen unmöglich würden.
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) sieht den Hauptzweck der Stichprobenerhebungen in der Vertiefung der Bereiche, für welche die Volkszählung nur Ausgangsdaten liefert.
I. Zur Frage der Kosten des neuen Konzepts
I1 Kantone
Die Kantone (AG, AI, BL, BS, FR, GE, GL, LU, SZ, TG, TI, UR, VD, VS) begrüssen jede Initiative, die darauf abzielt, die Finanzmittel zu schonen und die administrativen Verfahren zu rationalisieren, solange das daraus hervorgehende Handeln des Staates einen gewissen Nutzen behält. Bei der vorgeschlagenen Variante ist dies ihrer Ansicht nach nicht der Fall.
Generell besteht der Eindruck, dass mit der vom BR vorgeschlagenen Lösung eine Kostenverlagerung vom Bund auf die Kantone angestrebt wird. Für die Kantone ist dieser Transfer nicht akzeptabel, vor allem angesichts des geringen Nutzens, der ihnen aus der Übung erwachsen würde (AI, FR, GE, GR, JU, TI, VD, ZH). TI seht darin ein klares politisches Signal des Bundes in Richtung eines Desinteresses an den internen Problemen der Schweiz. GE wäre nicht bereit, sich an der Finanzierung der VZ2010 zu beteiligen, sofern diese nicht qualitativ hoch stehende Informationen auf kleinräumiger Ebene (Gemeinde, Stadtquartiere) über die demografische und sozioökonomische Struktur der Bevölkerung, die Struktur der Haushalte und die Wohnverhältnisse liefert.