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Vernehmlassung 2007/76: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA) · 64 Seiten
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Zusammenfassung
A. Ausgangslage
Entstehung und Inhalt Der Bundesrat hat 2005 das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit der Überprüdes NPA fung der schweizerischen Alkoholpolitik betraut. In einem partizipativen Prozess
wurde ab Sommer 2005 der Handlungsbedarf in der Alkoholprävention eruiert und unter Mitwirkung der wichtigen Akteure das vorliegende Nationale Programm Alkohol 2008 – 2012 (NPA) ausgearbeitet. Dieses definiert die Vision, Ziele und strategischen Stossrichtungen der künftigen Alkoholpolitik und skizziert die in den nächsten Jahren zu bearbeitenden Handlungsfelder. Der Bundesrat entscheidet lediglich über die Vision, Ziele und Strategie des NPA, nicht jedoch über die skizzierten Massnahmenvorschläge. Zum ersten Mal liegt für die schweizerische Alkoholpolitik eine gemeinsam erarbeitete Zielsetzung und Strategie vor, die von den Akteuren der Alkoholpolitik mitgetragen werden.
Alkohol – Teil des Alkoholische Getränke werden aus vielen Gründen geschätzt: als Teil der Es-Gesellschaftslebens sens- und Trinkkultur, als Mittel zur Entspannung, und insbesondere als Teil des
sozialen Austauschs und als Zeichen für eine Auszeit von den täglichen Verpflichtungen.
Weit verbreiteter Die grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung hat einen unproblematischen risikoarmer Konsum und risikoarmen Umgang mit alkoholischen Getränken. 23% der über 15-Jährigen
trinken überhaupt keinen Alkohol. In den letzen Jahren ging in der Schweiz der Pro-Kopf-Verbrauch alkoholischer Getränke zurück. Ebenso hat die Zahl der täglich ein- oder mehrmals Alkohol Konsumierenden merklich abgenommen (SFA 1992, 1997, 2002). Geringe Mengen von alkoholischen Getränken können einen gewissen schützenden Effekt auf Herz und Kreislauf haben.
1 Million Menschen mit Rund eine Million Menschen in der Schweiz konsumieren jedoch Alkohol auf eine schädlichen Konsum Weise, mit der sie sich gesundheitlich schaden könnten. Problematisch ist der
hohe Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen sowie das zunehmende Rauschtrinken mit den negativen Begleiterscheinungen wie Gewalt und Unfälle.
Konsummuster im Fokus Im Blickpunkt der Gesundheitspolitik stehen nicht nur der hohe durchschnittliche
Pro-Kopf-Konsum oder die ungünstige Verteilung des Alkoholkonsums auf einzelne Bevölkerungsgruppen. Als viel entscheidender gilt heute eine differenzierte Betrachtung der gängigen Konsummuster und ihrer Variabilität.
In Anlehnung an neuere internationale Wissenschaftsstandards und an den Bericht „psychoaktiv.ch“ (EKDF 2005) unterscheidet die schweizerische Alkoholpolitik grundsätzlich die drei folgenden Konsummuster (vgl. Abb.)
Risikoarmer Konsum Problematischer Konsum Abhängiges Konsumverhalten
Problematischer Konsum und abhängiges Konsumverhalten zusammen werden oftmals auch als „risikoreicher Konsum“ oder „Risikokonsum“ bezeichnet.
4 NPA 2008 – 2012