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Vernehmlassung 2007/76: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA) · 64 Seiten

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4.4 Sondersteuer auf den Alcopops

Das exzessive Trinken von Alcopops ist ein Kinderspiel: Der enthaltene Alkohol ist kaum spürbar. Auch die Schweizer Jugendlichen waren von dieser Erfindung angetan: Der Konsum stieg von 2000 bis 2002 um fast das zwanzigfache auf 39 Millionen Flaschen.

Dieser besorgniserregende Boom verlangte nach raschen gesundheitspolitischen Massnahmen. Die Eidgenössische Alkoholverwaltung initiierte deshalb eine Sondersteuer. Dadurch verschwanden die sehr süssen, spirituosenhaltigen Alcopops ab 2004 vollständig vom Markt. Ersatzprodukte fanden wenig Anklang.

Internationale Studien untermauern immer wieder, dass die Steuer das effektivste Lenkungsmittel im Alkoholmarkt ist. Die Alcopops-Sondersteuer in der Schweiz belegt es ein weiteres Mal.

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4.5 Der Ball rollt besser ohne Alkohol

Auch wenn es die Werbung suggeriert: Fussball und Alkohol haben nichts Gemeinsames. Praktisch immer ist Alkohol hingegen im Spiel, wenn es vor, während oder nach Matches zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Fangruppen kommt.

Der Europäische Fussballverband zog die Konsequenzen aus dieser unheiligen Allianz. Er verbietet im Rahmen von UEFA-Spielen (Europameisterschaft, Champions League, UEFA-Cup) den Alkoholausschank im Stadion und auf dem zugehörigen Privatgrund.

Systematische Zugangskontrollen gewährleisten, dass kein Alkohol ins Stadion geschmuggelt wird. Alkoholisierten Fans wird der Eintritt verweigert. Die UEFA schreibt die Vermittlung dieser Massnahmen über ein dem Ticket beigelegtes Factsheet vor.

 www.uefa.com

62 NPA 2008 – 2012