Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2007/76: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA) · 10 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 8Fedlex · Erläuternder Bericht
Die Bevölkerung kennt die negativen Auswirkungen des Alkoholkonsums und unterstützt geeignete Massnahmen, um diese zu verringern.
Wirkungsmessung Zur Messung der Zielerreichung verfolgt das NPA 2008 – 2012 die folgenden drei
Wirkungsziele ("Outcome-Ziele" zur Verminderung des problematischen Konsums):
Wirkungsziele Indikator/Zielwerte Begründung, Datenbasis
1. Verminderung des Rausch- Verringerung des Anteils Rauschtrinken bei Jugendlitrinkens unter Jugendlichen Rauschtrinkender in der Al- chen gilt als höchst problematersgruppe der 15- bis 24- tisch.
Jährigen um 10% bis 2011 Datenbasis: HBSC-Schüler- bzw. um 15% bis 2014 (ge- befragung und Schweizerigenüber Anteil in 2006) sche Gesundheitsbefragung
2. Verringerung der Alkoholin- Verringerung der Anzahl von In der Schweiz werden täglich toxikationen ("Alkoholvergif- in Spitälern diagnostizierten durchschnittlich 3 bis 4 Jutungen") von Jugendlichen Alkoholintoxikationen von gendliche und junge Erwach- und jungen Erwachsenen Personen im Alter bis 25 Jah- sene aufgrund alkoholbedingren um 10% bis 2011 (gegen- ter Diagnosen in Spitäler einüber Werten von 2003) gewiesen (Daten von 2003). Datenbasis: Medizinische Statistik der Krankenhäuser (BFS)
3. Verminderung des chroni- Verringerung des Anteils von Der chronische Konsum ist schen Alkoholkonsums im chronisch Trinkenden in der vor allem in der Gruppe der Alter Altersgruppe der über 50- ab 50-Jährigen verbreitet.
Jährigen um 5% bis 2011 Datenbasis: Schweizerische (gegenüber Anteil 2007) Gesundheitsbefragung und Monitoring
Mit den drei Wirkungszielen werden die wichtigsten Erwartungen an die Alkoholpolitik der nächsten Jahre abgedeckt. Sie ermöglichen eine effiziente Wirkungskontrolle über das NPA 2008 – 2012.
C. Handlungsfelder und strategische Stossrichtungen
Das NPA fokussiert sich auf insgesamt 10 Handlungsfelder (HF) mit den folgenden strategischen Stossrichtungen:
HF1 Gesundheitsschutz, Die Früherkennung alkoholbedingter Gefährdungen soll in verschiedenen Le-Gesundheitsförderung bensbereichen (Schule, Arbeit etc.) gefördert werden. Bezugs- und Betreuungs- und Früherkennung personen werden im Umgang mit gefährdeten Personen geschult. Die Alkohol-
prävention wird mit der allgemeinen Gesundheitsförderung und Suchtprävention verbunden.
HF2 Behandlung und Alkoholgefährdeten und -abhängigen Personen soll eine angemessene Behandsoziale Integration lung zukommen. Die soziale Integration von Personen mit Alkoholproblemen wird
verstärkt. Es wird angestrebt, dass die sozialversicherungsrechtliche Deckung der geeigneten Behandlung und Nachbetreuung gewährleistet ist.
HF3 Individuelle und ge- Die schädlichen Auswirkungen des Alkoholkonsums (z.B. Unfälle, höheres Gesellschaftliche Schadens- waltpotenzial) gilt es so weit als möglich zu begrenzen sowie Betroffene und Beminderung völkerung vor den unerwünschten Begleiterscheinungen zu schützen. Die prioritä-
ren Bereiche dabei sind Jugend, Gewalt, Unfälle und Sport.
8 NPA 2008 – 2012