Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2007/76: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA) · 10 Seiten

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B. Programmphilosophie, Vision und Ziele

Programmphilosophie Dem NPA liegen die folgenden Leitideen zugrunde:

des NPA

 Die Alkoholpolitik soll nach dem Prinzip der „Evidence-based Policy“ gestaltet werden; effiziente Handlungsansätze aus der Vergangenheit sind im Sinne von „Best practices“ (erfolgreiche Erfahrungen) gezielt zu fördern und auszuweiten.

 Die Alkoholpolitik hat den Fokus auf die Reduktion des problematischen Konsums zu legen.

 Der Vollzug der bestehenden gesetzlichen Vorschriften für den Jugendschutz und die Prävention haben Priorität.

 Die Aufgaben für die Alkoholpolitik werden gemäss Subsidiaritätsprinzip wahrgenommen, die Kantone nehmen beim Vollzug eine tragende Rolle ein. Die Alkoholpolitiken von Bund, Kantonen und Gemeinden sollen Teil einer kohärenten Suchtpolitik werden.

 Die Alkoholpolitik hat stärker auf die Minderung der negativen Auswirkungen des Alkoholkonsums auf das persönliche Umfeld und auf die Gesellschaft abzuzielen. Gewalt, Unfälle und Sport gelten dabei als prioritäre Bereiche.

 Die Alkoholpolitik muss neben der Förderung individueller Verhaltensänderungen und kollektiver Lernprozesse (= Verhaltensprävention) der Verhältnisprävention (= strukturelle Prävention) mehr Gewicht geben.

Vision Das Nationale Programm Alkohol 2008 – 2012 beruht auf der Vision:

„Wer alkoholische Getränke trinkt, tut dies ohne sich selber und anderen Schaden zuzufügen.“

Oberziele Damit diese Vision näher rückt, definiert das NPA für die Alkoholpolitik der nächs-

ten Jahre die folgenden 7 Oberziele:

 Gesellschaft, Politik und Wirtschaft sind für die besondere Verletzlichkeit von Kindern und Jugendlichen durch alkoholische Getränke sensibilisiert und unterstützen entsprechende Jugendschutzmassnahmen.

 Der problematische Alkoholkonsum (Rauschtrinken, chronischer und situationsunangepasster Konsum) ist reduziert.

 Die Anzahl alkoholabhängiger Personen hat abgenommen.

 Die Angehörigen und das direkte soziale Umfeld sind von den negativen Auswirkungen des Alkoholkonsums spürbar entlastet.

 Die negativen Auswirkungen des Alkoholkonsums auf das öffentliche Leben und die Volkswirtschaft haben sich verringert.

 Die staatlichen und nicht-staatlichen Akteure im Bereich Alkohol koordinieren ihre Tätigkeiten und gewährleisten gemeinsam die erfolgreiche Umsetzung des Nationalen Programms Alkohol.

NPA 2008 – 2012