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Vernehmlassung 2014/155: Revision im Bereich Strahlenschutz · 482 Seiten

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B Datenblätter

1. H-3 als HTO

1. 1 Stoffwechsel

An Wasser gebundenes Tritium kann durch Inhalation, Ingestion oder Absorption durch die Haut aufgenommen werden. 97 % des Tritiums mischt sich rasch mit dem Körperwasser und wird mit einer Halbwertszeit von 10 Tagen primär im Urin ausgeschieden. Nur die restlichen 3 % werden organisch gebunden und mit einer Halbwertszeit von 40 Tagen ausgeschieden. Die Strahlenexposition ist deshalb praktisch proportional zur Tritiumkonzentration im Urin. Arbeitskräfte, die Tritium-Leuchtfarbe oder mit Tritium-Leuchtfarbe beschichtete Zeiger und Zifferblätter verarbeiten, sind einer dauernden Tritium-Inkorporation ausgesetzt. In diesem Fall entsteht im Körperwasser und damit im Urin ein Gleichgewichtszustand, und die Dosis muss gemäss dem Modell für dauernde Inkorporation berechnet werden.

1.2 Messmethoden Triagemessung

Direkte Messung einer Urinprobe mittels Flüssigszintillationszähler.

Messschwelle: 42 000 Bq/l

Inkorporationsmessung

Messung der Tritiumkonzentration Cu im Urin in Bq/l mittels Flüssigszintillationszähler

1.3 Überwachungsintervalle T und Zeitpunkt t der ersten Messung nach Ereignis

TTriage: 30 Tage TMessung: 30 Tage tEreignis: 1 Tag

1.4 Interpretation für einmalige Inkorporation

. t einh/m(t)

E50 = Cu {einh/m(t)} [Tage] [Sv·l/Bq]

1 0,78×10-9 E50: 50-Jahre-Folgedosis in Sv 2 0,86×10-9 Cu: Messwert in Bq/l 3 0,90×10-9 einh: Dosisfaktor in Sv/Bq 4 0,95×10-9 m(t): Ausscheidungsanteil im Tagesurin (=1,4 l) in l-15 1,1×10-9 t: Tage zwischen Messung und Inkorporation. 6 1,1×10-9 Bei unbekanntem Inkorporationszeitpunkt ist t = T/2 7 1,2×10-9

Überwachungsintervall T = 30 Tage 15 2,0×10-9

30 5,3×10-9 45 13×10-9

1.5 Interpretation für dauernde Inkorporation

Überwachungsintervall T = 30 Tage: E = C .1,4.10-9(Sv pro Überwachungsintervall)

50 u