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Vernehmlassung 2014/155: Revision im Bereich Strahlenschutz · 482 Seiten
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19. Sr-89
19.1 Stoffwechsel
Inhaliertes Sr-89 (Absorptionsklasse Typ S) wird zu 90 % via Nase und Verdauungstrakt (Resorptionsanteil f1=0,01) im Verlauf von Stunden bis Tagen wieder ausgeschieden. Etwa 5 % bleiben längerfristig in der Lunge. Die Verweilzeit dieses Anteils im Körper wird durch die physikalische Halbwertszeit des Sr-89 bestimmt. Die geringe Menge Strontium, die ins Blut gelangt, wird in die Knochen eingebaut oder, primär über den Urin, wieder ausgeschieden.
19.2 Messmethoden Triagemessung
Messung einer Urinprobe mittels Flüssigszintillationszähler.
Messschwelle: 0,5 Bq/l
Inkorporationsmessung
Messung der Sr-89 Konzentration Cu im Urin in Bq/l mittels Flüssigszintillationszähler nach chemischer Aufbereitung.
19.3 Überwachungsintervalle T und Zeitpunkt t der ersten Messung nach Ereignis
TTriage: 30 Tage TMessung: 30 Tage tEreignis: 1 Tag
19.4 Interpretation ohne Berücksichtigung einer früheren Inkorporation
t einh/m(t)
E50 = Cu.{einh/m(t)} [Tage] [Sv·l/Bq]
1 0,0098×10-3 E50: 50-Jahre-Folgedosis in Sv 2 0,024×10-3 Cu: Messwert in Bq/l 3 0,037×10-3 einh: Dosisfaktor in Sv/Bq 4 0,049×10-3 m(t): Ausscheidungsanteil im Tagesurin (=1,4 l) in l-15 0,065×10-3 t: Tage zwischen Messung und Inkorporation. 6 0,080×10-3 Bei unbekanntem Inkorporationszeitpunkt ist t = T/2 7 0,096×10-3
Überwachungsintervall T = 30 Tage 15 0,26×10-3
30 0,65×10-3 45 1,5×10-3 60 2,6×10-3
19.5 Korrektur für vorangehende Inkorporation
Überwachungsintervall T = 30 Tage: E C 0,26103 Ea 0,17
50 u50