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Vernehmlassung 2014/155: Revision im Bereich Strahlenschutz · 482 Seiten
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20. Sr-90
20.1 Stoffwechsel
Inhaliertes Sr-90 (Absorptionsklasse Typ S) wird zu 90 % via Nase und Verdauungstrakt (Resorptionsanteil f1=0,01) im Verlauf von Stunden bis Tagen wieder ausgeschieden. Etwa 5 % bleiben längerfristig in der Lunge. Die Verweilzeit dieses Anteils im Körper wird wegen der langen physikalischen Halbwertszeit durch die Mechanismen der Lungenclearance bestimmt. Strontium, das ins Blut gelangt, wird in die Knochen eingebaut oder, primär über den Urin, wieder ausgeschieden.
20.2 Messmethoden Triagemessung
Messung einer Urinprobe mittels Flüssigszintillationszähler.
Messschwelle: 0,05 Bq/l
Inkorporationsmessung
Messung der Sr-90-Konzentration Cu im Urin in Bq/l mittels Flüssigszintillationszähler nach chemischer Aufbereitung.
20.3 Überwachungsintervalle T und Zeitpunkt t der ersten Messung nach Ereignis
TTriage: 30 Tage TMessung: 30 Tage tEreignis: 1 Tag
20.4 Interpretation ohne Berücksichtigung einer früheren Inkorporation
. t einh/m(t)
E50 = Cu {einh/m(t)} [Tage] [Sv·l/Bq]
1 0,13×10-3 E50: 50-Jahre-Folgedosis in Sv 2 0,32×10-3 Cu: Messwert in Bq/l 3 0,49×10-3 einh: Dosisfaktor in Sv/Bq 4 0,67×10-3 m(t): Ausscheidungsanteil im Tagesurin (=1,4 l) in l-15 0,83×10-3 t: Tage zwischen Messung und Inkorporation. 6 0,98×10-3 Bei unbekanntem Inkorporationszeitpunkt ist t = T/2 7 1,2×10-3
Überwachungsintervall T = 30 Tage 15 2,7×10-3
30 6,0×10-3 45 11×10-3 60 16×10-3
20.5 Korrektur für vorangehende Inkorporation
Überwachungsintervall T = 30 Tage: 3 a
E50 Cu 2,7 10 E50 0,25