Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/14: 11.418 Pa.Iv. KVG. Gesetzliche Anerkennung der Verantwortung der Pflege · 141 Seiten

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Hinweise, Kritiken, Vorschläge, Anträge Verfasser Observations, critiques, suggestions, propositions Auteurs Osservazioni, critiche, suggerimenti, proposte Autori

aber der Patientenschutz im Zentrum der Vorlage stehen.

Die CVP begrüsst die, durch die Kommission vorgeschlagenen KVG Anpassungen, die

dazu führt, dass der Bundesrat Leistungen festlegt, die ohne ärztliche Anordnung von

der Pflegefachperson erbracht werden können. In diesem Sinn sollen Pflegefachperso-

nen keine Carte Blanche bei der Anordnung von pflegerischen Massnahmen haben.

FDP.Die Liberalen lehnt die Vorlage in dieser Form ab. Das Ziel einer stufengerechte- FDP ren Verteilung der Kompetenzen im Gesundheitswesen wird an sich unterstützt. Wir

verweisen diesbezüglich auf das überwiesene Postulat von NR Ignazio Cassis zum

Thema Task Shifting (12.3619).

Die pa. Iv. Joder hängt jedoch eng mit dem Gesundheitsberufegesetz (GesBG) zusam-

men; eine Umsetzung der pa. Iv. bevor das GesBG vorliegt, macht keinen Sinn. Daher

soll die Umsetzung der pa. Iv. Joder entweder sistiert werden, bis das Gesundheitsberu-

fegesetz nach der Vernehmlassung grundlegend überarbeitet worden oder das Anlie-

gen der pa. Iv. Joder in das GesBG integriert worden ist. Damit wäre gewährleistet,

dass die neuen Regelungen „aus einem Guss“ kommen. Weiter bemängeln wir, dass

sich der Zweck der Vorlage stark auf die „Emanzipierung“ eines Berufsstandes kon-

zentriert und nicht Qualität der Leistungen, kürzere Entscheidungswege, das Wohle der

Patienten und die Wirtschaftlichkeit im Zentrum stehen.

Obwohl sich die SVP mit dem grundsätzlichen Ziel der Initiative, nämlich SVP der Aufwertung des Pflegeberufes, einverstanden erklären kann, ist der vorgeschlagene Weg doch kritisch zu hinterfragen.

Es ist anzunehmen, dass mit der Aufnahme der Pflegefachpersonen in den Katalog

der Leistungserbringer zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung

sich eine Mengenausweitung einschleicht, welche am Schluss vor allem die

Prämien belastet und das System weiter verkomplizieren wird. Mehr Leistungserbringer

werden automatisch mehr Leistungen auf Kosten der Allgemeinheit erbringen.

Schon jetzt vorhersehbare Abgrenzungsprobleme zu alters- und sozialbedingten

Leistungen und unklare Verantwortlichkeiten schaffen zudem neue

Probleme und lassen unabsehbare Kostenfolgen erahnen. Darüber hinaus ist zu

erwarten, dass sich auch der Lohnanspruch für Pflegefachpersonen mit höherer

Ausbildung nach oben nivellieren wird. Letztendlich ist damit dem Pflegeberuf

nicht gedient, da nur die verakademisierte Form der Pflege davon profitieren

wird. Die an sich wichtigste unterste Pflegestufe wird damit einmal mehr vernachlässigt.

Die beiden Minderheitsanträge Cassis und Bortoluzzi sind zu unterstützen. Die Vertragsfreiheit ist zwingend zu gewähren, um einer möglichen Mengenausweitung adäquat begegnen zu können.

Le Parti socialiste suisse (PS) salue la volonté de la Commission de la sécurité sociale PS et de la santé publique du Conseil nationale (CSSS-N) de revaloriser l’image des infir-

mières et des infirmiers. Nous partageons pleinement les préoccupation de l’auteur de

l’initiative parlementaire, à savoir la nécessité d’accorder une reconnaissance plus im-

portante au travail du personnel soignant dans un contexte où le vieillissement de la

population et la progression des maladies chroniques accroîtront les besoins en soins.

Selon les estimations de l’Observatoire suisse de la santé (Obsan), le nombre de per-

sonnes âgées dépendantes des soins va augmenter de 46% d’ici à 2030 s’établissant à

182'000 personnes (au lieu des 125'000 en 2010). Cela sans compter le fait que les

évolutions dans le système de santé et le transfert du domaine stationnaire à

l’ambulatoire vont également contribuer à l’augmentation de ces besoins. De même, le

PS convient que reconnaître l’autonomie du personnel soignant pourrait avoir un effet

positif sur le recrutement alors que la Suisse fait face à une pénurie de main-d’oeuvre

qualifiée. Toujours selon l’Obsan, les besoins en soins additionnels nécessiteront

l’engagement de 25'000 personnes supplémentaires, ce qui rend compte de l’urgence

d’agir afin de se parer à ces évolutions. Le PS s’attend également à ce que cette recon-

naissance contribue à freiner la hausse des dépenses de la santé puisque les médecins

devront moins être sollicités.

Die SAB unterstützt die Vernehmlassungsvorlage mit Ausnahme von Art. 55a, SAB Abs. 1.

Die Berggebiete und ländlichen Räume sind einerseits mit den Folgen des