Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2022/2: Bundesgesetz über die Mobilitätsdateninfrastruktur · 274 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 232Fedlex · Ergebnisbericht

Aktenzeichen: BAV-011-11/15/2/1/3/1

Wie die Services dann im Detail ausgestaltet werden, ist dann von der Betreiberin der NADIM unter Einbezug der Akteure festzulegen ( siehe organisatorische Funktionen)

Zurzeit stehen folgende Servicebereiche zur Diskussion:

 zur Unterstützung der Information über Mobilitätsangebote (z.B. Routing-Services wie der Open-Journey-Planner)

 zur Unterstützung im Bereich Interaktion / Transaktion (z.B. bei Bedarf für Aktionen wie Reservation / Buchung / Kauf / Absprung ins Clearing); dies könnte insbesondere für kleinere Mobilitätsanbieter von Nutzen sein

Clearingprozesse selber sollen aber explizit nicht mit technischen Services unterstützt werden, da es hier spezialisierte und etablierte Anbieter gibt.

 zur Unterstützung von Analyse und Prognosen z.B. für die Planung von neuen Verkehrsinfrastrukturen (technischer Service unterstützt z.B. die Erstellung von konsistenten Datenreihen aus unterschiedlichen Jahren).

Peer-to-Peer-Funktionen (Input von Openmobility.ch): Vorschlag für eine Art von Vermittlungsservices für eine einfachere Abwicklung von Geschäftsprozessen zwischen Marktakteuren. Ermöglicht die Kontrolle und den sicheren Austausch von Restricted Data; ergo von geschäftsspezifischen Daten, die nicht als Open Data allen Akteuren zur Verfügung gestellt werden. Der Datenaustausch erfolgt auf der Basis einer kommerziellen Vereinbarung zwischen den Akteuren. Es stellt sich die Frage, ob dieser Service eine staatliche Aufgabe und damit im Portfolio der NADIM sein soll.

Neben den rein technischen Funktionen (Services) gibt es auch eher organisatorische Funktionen, die beispielsweise für die Entwicklung und Bereitstellung der technischen Funktionen notwendig sind. Dazu gehören insbesondere folgende Aufgaben:

 Einbezug, Koordination und Interessensausgleich der Akteure im Hinblick auf deren Bedürfnisse für Betrieb und Weiterentwicklung;

 Einbezug, der interessierten Akteure bei allen Prozessen der Standardisierung; von Datenformaten, API, technischen Services. Festlegung der Standards für die NADIM;

 Beobachtung und Adaption der internationalen Entwicklung; fachlicher und technischer Support der an die NADIM angeschlossene Akteure;

 die Konsolidierung und Integration und Publikation von Daten.

 Fragen zum Funktionsumfang der NADIM: Folie 21

Hinweis: Es ist klar, dass die künftige neutrale Betreiberin der NADIM in der Lage sein muss, die technischen Funktionen gemäss den Anforderungen der Akteure rasch weiterzuentwickeln. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass die Betreiberin marktnah und flexibel handeln kann.

Welche Auswirkungen dies auf die Organisationsform, die Arbeitsweise und die Rolle der Betreiberin hat, wird Thema des Akteurgesprächs vom Nachmittag des 13. Dezember 2022 sein.

3 Daten und Nutzungsprinzipien (Folien 23-33)

Übergeordnete Zielsetzung

Das Ziel der MODI im Allgemeinen und der NADIM im Speziellen ist, dass möglichst viele Akteure auf technischer Ebene einfach miteinander zusammenarbeiten und so in einem neutralen und stabilen Umfeld ihre Mobilitätslösungen entwickeln können. Um eine möglichst grosse Wirkung zu erzielen, gilt es gemeinsam mit den Akteuren eine möglichst grosse Menge an qualitativ hochstehenden Mobilitätsdaten bereitzustellen und zu nutzen.

Dies wird erreicht werden, wenn viele grosse und auch kleine Akteure die NADIM nutzen und ihre Daten über die NADIM zugänglich machen. Nur so kann sich ein Datenökosystem und damit eine Angebotsvielfalt der Mobilität entwickeln, die bis in die Kapillaren des Verkehrssystems vordringen.

Je mehr qualitativ hochstehende Daten zugänglich sind, desto besser ist der Nährboden für Innovationen.

232/274 BAV-D-318B3401/238