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7Ausblick

Auch im Jahr 2017 wird für die ElCom die Versorgungssicherheit – insbesondere in mittel- und langfristiger Sicht – im Zentrum stehen. Die sich rasch ändernden Rahmenbedingungen innerhalb der Schweiz, insbesondere aber europaweit, verlangen nach einer Anpassung des aktuellen Marktdesigns. Mit dem Ausstieg aus der Kernkraft in mehreren europäischen Ländern wird in Zukunft der Austausch von Energie unter den Ländern Europas zunehmen. Für die Schweiz werden im Hinblick auf die langfristige Versorgungssicherheit – auf die System Adequacy – die Importrisiken zunehmen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, müssen neue Anreize für den Ausbau der inländischen Produktion geschaffen werden. Als Alternative dazu könnten angepasste politische Rahmenbedingungen dienen, um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten. Der Netzausbau wird im Hinblick auf die Zukunft zentral sein, besondere Wichtigkeit kommen dabei den Transformatoren in Mühleberg sowie den Leitungen Bassecourt-Mühleberg zu. Kurzfristig verfolgt die ElCom das Ziel, die Versorgungssicherheit mindestens auf dem aktuellen hohen Niveau zu halten. Im Zusammenhang mit der Versorgungssicherheit wird es für die ElCom 2017 ein weiterer Schwerpunkt sein, das weitere Vorgehen nach der Volksabstimmung über die Energiestrategie 2050 zu analysieren und allfälligen Handlungsbedarf abzuleiten.

Nachdem die Testphase der Sunshine-Regulierung 2016 abgeschlossen wurde, wird diese 2017 als Regulierungsinstrument eingeführt. Für die Verteilnetzbetreiber ändert sich vorläufig wenig: Die Tests werden wie bis anhin anhand der Beurteilung der fünf Dimensionen Versorgungsqualität, Netzkosten, Tarife, Dienstleistungsqualität und Compliance durchgeführt. Die Resultate werden in anonymisierter Form an die Netzbetreiber geschickt, eine öffentliche Publikation findet nicht statt. Ob und wann eine Publikation stattfinden wird, wird mit der Revision StromVG beschlossen werden.

Im Zusammenhang mit der Umsetzung des CKW-Urteils bzw. der Durchschnittspreis-Methode erwartet die ElCom 2017 die abschliessenden parlamentarischen Reaktionen. Sie werden massgebend sein, inwiefern Konsequenzen für jene wenigen Verteilnetzbetreiber entstehen, welche die Durchschnittspreis-Methode bis anhin nicht angewendet haben.

Das Monitoring des schweizerischen Stromgrosshandels MATCH wird 2017 in die operative Phase eintreten. Im MATCH-System gehen seit 2016 bei der ElCom täglich zwischen 40’000 und 45’000 Transaktionen, ohne OTC-Meldungen und Fundamentaldaten, ein.

Im Rahmen der strategischen Ziele der Bundesverwaltung im Bereich des Immobilienmanagements, die Organisationseinheiten möglichst in bundeseigenen Objekte zu unterbringen, wird das Fachsekretariat der El-Com an die Christoffelgasse in Bern umziehen. Geplant ist der Umzug im Dezember 2017.

Innerhalb der Kommission wird 2017 ein personeller Wechsel anfallen. Die ElCom wird zu gegebener Zeit darüber informieren.

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8Über die ElCom

Die Kommission von links nach rechts: Anne d’Arcy, Christian Brunner, Brigitta Kratz (Vizepräsidentin), Matthias Finger, Laurianne Altwegg, Antonio Taormina (Vizepräsident), Carlo Schmid-Sutter (Präsident)

Die ElCom hat die Aufgabe, den schweizerischen Strommarkt zu überwachen und sicherzustellen, dass das StromVG eingehalten wird. Als unabhängige staatliche Aufsichtsbehörde begleitet die Kommission den Übergang der monopolistisch geprägten Elektrizitätsversor- gung hin zu einem wettbewerbsorientierten Elektrizitätsmarkt. Dabei obliegt es der ElCom, die Strompreise in der Grundversorgung zu überwachen. Zudem überwacht sie, dass die Netzinfrastruktur weiterhin unterhalten und bei Bedarf ausgebaut wird, so dass auch in Zukunft die Versorgungssicherheit gewährleistet ist.

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Die Kommission besitzt umfassende Kompetenzen zur Erfüllung insbesondere folgender Aufgaben:

•Sie überprüft die Rechtmässigkeit der Netz- •

nutzungsentgelte: Die Nutzung der Netze

für die Netzdurchleitung wird im liberali-

sierten Energiemarkt über das Netznut-

zungsentgelt abgegolten. •

•Sie kontrolliert die Elektrizitätstarife der

festen Endverbraucher (sog. Grundversorgung, •

Haushalte und andere Endverbraucher mit

einem Jahresverbrauch unter 100 MWh)

sowie all jener Endverbraucher, die auf den

Netzzugang verzichten.

•Sie entscheidet bei Streitigkeiten im Zusammen- •

hang mit dem freien Zugang zum Stromnetz:

Grossverbraucher (mit Jahresverbrauch von

mindestens 100 MWh) können seit 1. Januar

2009 ihren Stromlieferanten frei wählen. •

8.1Organisation und Personelles

Sie entscheidet bei Streitigkeiten im Zusam-

menhang mit der KEV, die seit dem 1. Januar

2009 den Produzenten von erneuerbarer

Energie ausbezahlt wird.

Sie überwacht die Sicherheit der Stromver-

sorgung und den Zustand der Stromnetze.

Sie bestimmt die Verfahren für die Zuteilung

von Netzkapazität bei Engpässen in grenz-

überschreitenden Leitungen und koordiniert

ihre Tätigkeit mit den europäischen Strom-

regulatoren.

Sie übt eine umfassende Aufsicht über die nati-

onale Netzgesellschaft (Swissgrid AG) aus, nach-

dem dieser das Eigentum am Übertragungsnetz

übertragen worden ist (Entflechtung).

Sie beaufsichtigt den Stromgrosshandel.

Die ElCom setzt sich aus fünf bis sieben unabhängigen, vom Bundesrat gewählten Kommissionsmitgliedern sowie dem Fachsekretariat zusammen. Sie untersteht keinen Weisungen des Bundesrates und ist von den Verwaltungsbehörden unabhängig.

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8.1.1 Kommission

Die sieben Kommissionsmitglieder der ElCom sind von der Elektrizitätswirtschaft unabhängig. Sie üben ihre Tätigkeit im Nebenamt aus. Die Kommission tagt im Durchschnitt einmal monatlich im Plenum. Dazu kommen die Sitzungen der fünf Ausschüsse «Preise und Tarife», «Netze und Versorgungssicherheit», «Recht», «Internationale Beziehungen» sowie «Marktüberwachung».

Die Kommission setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

Präsident:

•Carlo Schmid-Sutter (seit 2007): Alt Stände- rat, lic. iur., Rechtsanwalt und Urkundsperson

Vizepräsidentin und Vizepräsident:

•Brigitta Kratz (seit 2007): Dr. iur., LL.M., Rechtsanwältin und Lehrbeauftragte für Privatrecht an der Universität St. Gallen sowie Dozentin für Energierecht an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW

•Antonio Taormina (seit 2014): Dipl. Math. ETHZ, ehem. Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter des Geschäftsbereichs Energie West-Europa Alpiq

Mitglieder:

•Laurianne Altwegg (seit 2015): lic. en science politique, Verantwortliche für Energie, Umwelt & Landwirtschaft beim Westschweizer Konsumentenbund FRC

•Anne d’Arcy (seit 2007): Dr. rer. pol., Professorin für Corporate Governance and Management Control an der Wirtschafts- universität Wien

•Matthias Finger (seit 2007): Dr. en science politique, Professor für Management von Netzwerkindustrien an der EPFL

•Christian Brunner (seit 2014): Dipl. El.-Ing. ETHZ, ehem. Geschäftsführer Business Unit Alpiq Netze

Ausschüsse

Die Kommission arbeitete im Berichtsjahr in folgenden Ausschüssen:

Preise und Tarife

•Anne d’Arcy (Vorsitz)

•Laurianne Altwegg

•Christian Brunner

•Carlo Schmid-Sutter

Recht

•Brigitta Kratz (Vorsitz)

•Laurianne Altwegg

•Carlo Schmid-Sutter

Netze und Versorgungssicherheit

•Christian Brunner (Vorsitz)

•Matthias Finger

•Brigitta Kratz

•Carlo Schmid-Sutter

Internationale Beziehungen

•Antonio Taormina (Vorsitz)

•Matthias Finger

•Brigitta Kratz

•Christian Brunner

Marktüberwachung

•Matthias Finger (Vorsitz)

•Christian Brunner

•Carlo Schmid-Sutter

•Antonio Taormina

Rücktritte und Neuwahl

Im Berichtsjahr haben keine Rücktritte oder Neuwahlen stattgefunden.

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Vertretung von Geschlechtern und Sprachregionen

In der ElCom sind drei Frauen und vier Mänspricht Anteilen von 57, 29 und 14 Prozent. ner vertreten, was einer Vertretung der Frau-Zielgrösse des Bundes ist eine Vertretung der en von 43 Prozent entspricht. Die Zielgrösse lateinischen Sprachen (Französisch, Italienisch des Bundes sind 30 Prozent – im Durchschnitt und Romanisch) von insgesamt 40 Prozent. sind 39 Prozent der Mitglieder in den ausser-

parlamentarischen Kommissionen Frauen. Die Verteilung bei den ausserparlamentari-

schen Kommissionen beträgt im Durchschnitt Im Weiteren sind folgende Sprachregionen in für Deutsch 65.1, für Französisch 25.5, für Ita- der ElCom vertreten: Deutsch vier, Französisch lienisch 8.6 und für Romanisch 0.8 Prozent. zwei und Italienisch eine Person. Dies ent-

Kennzahlen zur Branche

Die ElCom überwacht den Stromgrosshandel und die Elektrizitätsbranche inklusive

Swissgrid bezüglich Netznutzungstarife, Elektrizitätstarife der festen Endverbraucher,

Versorgungssicherheit, Zustand der Stromnetze sowie Zuteilung von Netzkapazität

bei Engpässen an den Grenzen.

Anzahl Netzbetreiber: rund 650 Anzahl Netzebenen: 7

Kilometer Stromnetze: Netzebene 1 – rund 6’750 km | Netzebene 3 – rund 9’000 km | Netzebene 5 – rund 44’000 km | Netzebene 7 – rund 142’000 km (Freileitungen und

Kabel, inkl. Hausanschlüsse)

Transformatoren: Netzebene 2 – 146 | Netzebene 4 – 1’143 | Netzebene 6 – rund

59’000 (inkl. Masttrafos)

Umsatz total Netznutzungsentgelte: 3.4 Mia. Franken

Jährliche Investitionen: rund 1.5 Mia. Franken

Jährlicher Stromkonsum: 58 TWh Produktion: 66 TWh Stromimport: 42 TWh | Stromexport: 43 TWh
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8.1.2 Fachsekretariat

Das Fachsekretariat unterstützt die Kommission fachlich und technisch, bereitet die Entscheide der Kommission vor und setzt diese um. Es leitet die verwaltungsrechtlichen Verfahren und führt die erforderlichen Abklärungen durch. Es ist von anderen Behörden unabhängig und untersteht ausschliesslich den Weisungen der Kommission. Administrativ ist das Fachsekretariat dem Generalsekretariat UVEK angegliedert. Das Kommissionssekretariat ist die Anlaufstelle der Kommission für die Öffentlichkeit, die Branche und die Medien. Es koordiniert die Tätigkeiten von Kommission und Fachsekretariat und unterstützt die Kommission administrativ.

Geschäftsführer des Fachsekretariates (43 Mitarbeitende)

Renato Tami

lic. iur., Rechtsanwalt und Notar

Das Fachsekretariat zählte per 31.12.2016 43 Mitarbeitende (inkl. drei Praktikanten) in Voll- oder Teilzeitpensum. Umgerechnet entspricht dies 38.5 Vollzeitstellen («Full time equivalents, FTE»). Von den Mitarbeitenden sind 14 Frauen und 29 Männer. Das Durchschnittsalter aller Mitarbeitenden beträgt 40 Jahre. Die Amtssprachen sind wie folgt vertreten:

•Italienisch: 2 Mitarbeitende

•Französisch: 7 Mitarbeitende

•Deutsch: 34 Mitarbeitende

Sektion Netze und Europa (8 Mitarbeitende)

Michael Bhend

Dipl. Ing. ETHZ

Sektion Preise Sektion

und Tarife (12 Mitarbeitende)

Stefan Burri

Dr. rer. pol.

Marktüberwachung (5 Mitarbeitende)

Cornelia Kawann

Dipl. Ing., Dr. techn., MBA

Sektion Recht Sektion

(10 Mitarbeitende)

Nicole Zeller

lic. iur., Rechtsanwältin

Kommissionssekretariat (7 Mitarbeitende)

Barbara Wyss

Dr. oec. publ.

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8.2Finanzen

Der ElCom stand im Berichtsjahr ein Budget von 12.2 Millionen Franken zur Verfügung. Effektiv ausgegeben wurden 10.4 Millionen Franken. Dieser Betrag deckte den gesamten Personal- und Betriebsaufwand der ElCom inkl. der Zusatzausgaben im Zusammenhang mit dem Aufbau der Marktüberwachung.

8.3Veranstaltungen

ElCom-Forum 2016

Am 18. November fand in Winterthur das siebte ElCom-Forum statt. Die Veranstaltung ging der Frage «Ist die Schweizer Stromversorgung gesichert?» nach. Hochkarätige Rednerinnen und Redner legten in Referaten ihre Sicht dar und diskutierten in einer angeregten Podiumsdiskussion vor einem Publikum mit Den Ausgaben stehen Einnahmen in der Höhe von 5.3 Millionen Franken gegenüber, die von Swissgrid als Aufsichtsabgabe für die Zusammenarbeit der ElCom mit ausländischen Behörden sowie von den Parteien über Verfahrensgebühren finanziert wurden.

über 300 Fachleuten. Einig schien sich die Branche im Punkt, dass die Herausforderungen im Hinblick auf die Versorgungssicherheit – insbesondere mittel- und langfristig – gross sind.

Das nächste ElCom-Forum wird am Freitag, 17. November 2017 in Lausanne stattfinden.

Informations-Veranstaltungen für die Netzbetreiber

Die ElCom hat auch im Berichtsjahr an verschiedenen Standorten in der Schweiz zehn Informations-Veranstaltungen durchgeführt. Die zentralen Themen waren die Sunshine Regulierung, Netzkosten sowie aktuelle rechtliche Fragen. Zudem hat das BFE wichtige Ent- wicklungen der Schweizer Energiepolitik präsentiert. Insgesamt nahmen rund 700 Personen an den Veranstaltungen teil. Diese wurden zum Selbstkostenpreis angeboten. Sowohl für die Teilnehmer wie auch für die

Workshop Marktüberwachung

Wie bereits im Vorjahr fand auch 2016 ein Workshop des Fachbereichs Marktüberwachung der ElCom in Bern statt (Januar). Mitarbeitenden der ElCom und des BFE bildeten diese Anlässe eine willkommene Gelegenheit, sich fachlich auszutauschen.

Neben den Informations-Veranstaltungen wurde im Berichtsjahr ein spezieller Kurs zum Reporting der Kostenrechnungen für die Netzbetreiber durchgeführt. An dieser Veranstaltung hatten die Netzbetreiber Gelegenheit, vertiefte Detailfragen zum Ausfüllen und zur Struktur der Kostenrechnung zu stellen.

Fokusthema war die EU-Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiegrosshandelmarkts REMIT.

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9 Anhang

9.1 Geschäftsstatistik

Im Jahr 2016 sind insgesamt 406 neue Fälle eingegangen. Davon betrafen nicht ganz die Hälfte Gesuche für Netzverstärkungen. Von diesen Fällen konnten bereits im Berichtsjahr 197 Fälle erledigt werden – dies entspricht einem Verhältnis bezogen auf das Eingangsjahr von 49 Prozent. Insgesamt konnten im Jahr 2016 426 Fälle erledigt werden. Im Jahr 2016 wurde damit nach 2015 wiederum eine Abarbeitungsquote von über 100 Prozent erreicht.

Seit 2016 wird auch die Anzahl der sogenannten «Einfachen Anfragen» systematisch erhoben. Bei

Übertrag Art des Geschäfts aus Vorjahren

Spezifische Eingaben Tarife74
Kostendeckende 69 Einspeisevergütung Netzverstärkungen95
Restliche Fälle214
Total452

Einfache Anfragen n. a.

Total inkl. einfache Anfragen452

diesen handelt es sich um Anfragen, welche über das Kontaktformular der ElCom Webseite oder per Mail eintreffen, und bei denen es sich um Routinefragen handelt – solche Anfragen erfordern meist einen Bearbeitungsaufwand, der wenige Stunden oder Tage dauert. In seltenen Fällen führen einfache Anfragen zu Verfahren. Im Jahr 2016 sind 241 solche einfache Anfragen eingegangen. Diese konnten – bis auf zwei Anfragen – ebenfalls vollständig abgearbeitet werden (99 Prozent).

Eingang Erledigt Übertrag 2016 2016 ins 2017 71 1073863 10230
166 17982
106 26852
406 656202
241 2392
647 895204

Tabelle 7: Geschäftsstatistik der ElCom für das Jahr 2016

9.2 Beschwerdestatistik

Im Jahr 2016 wurden insgesamt 194 Verfügungen erlassen. Davon entfällt ein erheblicher Teil auf Gesuche für Netzverstärkungen. Im Total über die Jahre 2008–2016 wurden insgesamt 848 Verfügungen erlassen. Von

Keine

diesen Verfügungen sind insgesamt 723 Verfügungen nicht angefochten worden und damit rechtskräftig. Die übrigen wurden an das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) oder das Bundesgericht weiter gezogen.

Beschwerde Beschwerde

Beschwerde an BVGer an BGer

848erlassene Verfügungen 2008–2016 723 93 Tabelle 8: Erlassene Verfügungen und Beschwerden 2008–2016

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9.3Sitzungsstatistik

Die Mitglieder der ElCom beraten sich an mo- unterschiedlicher Zusammensetzung – an insnatlich einberufenen Plenarsitzungen. Dazu gesamt 14 Ganztages- und 32 Halbtagessitzun- kommen Sitzungen der fünf Ausschüsse sowie gen im Inland teilgenommen. Einmal pro Jahr Workshops und andere Sondersitzungen. Im trifft sich die ElCom zu ihrer Retraite und sucht Berichtsjahr haben die ElCom-Mitglieder – in vor Ort den Kontakt mit den Netzbetreibern.

9.4Publikationen

Weisungen

30.08.2016 Anrechenbarkeit der Stromqualität für Wirkverluste

17.11.2016 Pflicht der Netzbetreiber zur Erfassung und Einreichung der Daten über

die Versorgungsqualität im Jahr 2017

22.12.2016 Abrechnungsmethodik für SDL und EnG-Zuschläge

Mitteilungen

17.02.2016 Revision FMG Vernehmlassung Elektrizitätskommission

28.04.2016 Mitteilung Tarifwirksamkeit von ausserordentlichen Abschreibungen 19.09.2016 Mitteilung Rückliefervergütung gemäss Art. 7 Abs.2 Energiegesetz 22.12.2016 Zuordnung der Kosten des Energieportfolios eines Verteilnetzbetreibers

auf die Endverbraucher in der Grundversorgung

Berichte und Studien

09.06.2016 Bericht zur Stromversorgungssicherheit der Schweiz 2016

09.06.2016 Sonderbericht zur Versorgungssituation Winter 2015/2016

16.08.2016 Bericht zur Stromversorgungsqualität 2015

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9.5Abkürzungen und Glossar

ACER EU Agency for the Cooperation of Energy Regulators

Ausgleichsenergie Elektrizität, die zum Ausgleich der Differenz zwischen dem

effektiven Bezug (bzw. der Lieferung) einer Bilanzgruppe und deren Bezug (bzw. deren Lieferung) nach Fahrplan in Rechnung gestellt wird.

BFE Bundesamt für Energie

Bilanzgruppe Rechtlicher Zusammenschluss von Teilnehmern am Elektrizitäts-

markt, um gegenüber der nationalen Netzgesellschaft eine gemeinsame Mess- und Abrechnungseinheit innerhalb der Regelzone Schweiz zu bilden.

Bilanzmanagement Massnahmen zur ständigen Aufrechterhaltung der elektrischen

Energie- und Leistungsbilanz im Elektrizitätssystem; dazu gehören insbesondere Fahrplanmanagement, Messdaten- management und Bilanzausgleichsmanagement.

BWL Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung

CEER Council of European Energy Regulators;

Conseil des régulateurs européens de l’énergie

CBCA Cross Border Cost Allocation

Day-Ahead-Handel Handel von Energie am Vortag der effektiven Lieferung

oder des Bezugs.

EIV Einmalvergütung

ElCom Eidgenössische Elektrizitätskommission

Endverbraucher Kunden, die Elektrizität für den eigenen Verbrauch kaufen.

Ausgenommen hiervon ist der Elektrizitätsbezug für den Eigenbedarf eines Kraftwerkes sowie für den Antrieb von Pumpen in Pumpspeicherkraftwerken.

EnG Energiegesetz

Engpassmanagement Gewährleistet durch präventive (z. B. NTC-Bestimmung,

Kapazitätsauktionen) und operationelle Massnahmen (z. B. Redispatch, Reduktionen), dass ein sicherer Netzbetrieb aufrechterhalten werden kann.

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ENTSO-E European Network of Transmission System Operators

for Electricity

ESTI Eidgenössisches Starkstrominspektorat

EU Europäische Union

FEN Forschungsstelle Energienetze der ETH Zürich

HHS Höchstspannung

HS Hochspannung

Intraday-Handel Im Intraday-Handel werden nach Schluss des Day-Ahead-

Handels noch kurzfristige Geschäfte getätigt, um beispielsweise auf Abweichungen der Last von der Prognose oder auf Ausfälle von Kraftwerksblöcken reagieren zu können und die Fahrplanabweichung zu reduzieren.

KEV Kostendeckende Einspeisevergütung

kWp Kilowatt-Peak

MS Mittelspannung

N-1 Sicherheitskonzept Das N-1 Sicherheitskonzept stellt sicher, dass bei einem

beliebigen Ausfall eines Netzelements die verbleibenden Netzelemente nicht einen unzulässigen Belastungswert erfahren. Die Berechnungen der N-1-Belastungswerte

werden vorgängig in einer Simulation durchgeführt.

NB Netzbetreiber

NE1 bis NE7 Netzebenen 1 bis 7

Net Transfer Capacity (NTC) Maximales Austauschprogramm zwischen zwei Netz-

gebieten, das mit den Sicherheitsstandards beider Gebiete vereinbar ist und die technischen Unsicherheiten zukünftiger Netzsituationen berücksichtigt.

Netznutzung Physikalische Benutzung eines Netzsystems aufgrund

von Einspeisung oder Entnahme elektrischer Energie.

Netzzugang Recht auf Netznutzung, um von einem Lieferanten freier Wahl

Elektrizität zu beziehen oder Elektrizität in ein Netz einzuspeisen.

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NS Niederspannung

OCDE/OECD Organisation de Coopération et de Développement

Economiques; Organisation for Economic Cooperation and Development

PGV Plangenehmigungsverfahren

PV Photovoltaik

Regelenergie Automatischer oder von Kraftwerken abrufbarer Einsatz von

Elektrizität zur Einhaltung des geplanten Elektrizitätsaustausches und zur Gewährleistung des sicheren Netzbetriebes.

Regelzone Gebiet, für dessen Netzregelung die nationale Netzgesellschaft

verantwortlich ist. Die Regelzone wird physikalisch durch Messstellen festgelegt.

REMIT Regulation on Wholesale Energy Market Integrity and

Transparency – Regulation (EU) No 1227/2011 of the

European Parliament and of the Council of 25 October 2011 on wholesale energy market integrity and transparency;

Règlement (UE) n° 1227/2011 du Parlement européen

et du Conseil du 25 octobre 2011 concernant l’intégrité et la transparence du marché de gros de l’énergie;

Verordnung (EU) Nr. 1227/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2011 über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarkts

RRMs Registered Reporting Mechanisms

SAIDI Der System Average Interruption Duration Index (SAIDI)

entspricht der durchschnittlichen Unterbrechungsdauer eines Endverbrauchers in einem Stromversorgungssystem.

SAIFI Der System Average Interruption Frequency Index (SAIFI)

entspricht der durchschnittlichen Unterbrechungshäufigkeit eines Endverbrauchers in einem Stromversorgungssystem.

StromVG Stromversorgungsgesetz

StromVV Stromversorgungsverordnung

SÜL Sachplan-Übertragungsleitungen — S. 62 —Systemdienstleistungen, SDL Die für den sicheren Betrieb der Netze notwendigen Hilfs-

dienste. Diese umfassen insbesondere Systemkoordination, Bilanzmanagement, Vorhaltung von Regelleistung, Schwarzstart- und Inselbetriebsfähigkeit von Erzeugern, Spannungshaltung (inkl. Anteil Blindenergie), betriebliche Messungen und Ausgleich der Wirkverluste.

TSO Transmission System Operator

Übertragungsnetz Elektrizitätsnetz, das der Übertragung von Elektrizität über

grössere Distanzen im Inland sowie dem Verbund mit den ausländischen Netzen dient und in der Regel auf der Spannungs- ebene 220/380 kV betrieben wird. Zum Übertragungsnetz gehören insbesondere auch: a) Leitungen inklusive Tragwerke;

b)Kuppeltransformatoren, Schaltanlagen, Mess-, Steuer- und Kommunikationseinrichtungen; c) gemeinsam mit anderen Netzebenen genutzte Anlagen, die mehrheitlich im Zusammenhang mit dem Übertragungsnetz genutzt werden oder ohne die das Übertragungsnetz nicht sicher oder nicht effizient betrieben werden kann; d) Schaltfelder vor dem Transformator beim Übergang zu einer anderen Netzebene oder zu einem Kraftwerk.

UVEK Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie

und Kommunikation

Verteilnetz Elektrizitätsnetz hoher, mittlerer oder niederer Spannung

zum Zwecke der Belieferung von Endverbrauchern oder Elektrizitätsversorgungsunternehmen.

VSE Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen

WACC Weighted Average Cost of Capital – Die Netznutzungsentgelte

sind eine wesentliche Komponente des Strompreises. Sie setzen sich zusammen aus den Betriebskosten und den Kapitalkosten. Für das Kapital, das in den vorhandenen Stromnetzen steckt oder das in neue Stromnetze investiert werden soll, hat der Kapitalgeber Anspruch auf eine

Verzinsung. Diese wird in einem kalkulatorischen Zinssatz festgesetzt, dem WACC.

— S. 64 —

Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom

Effingerstrasse 39, CH-3003 Bern

Tel. +41 58 462 58 33, Fax +41 58 462 02 22 [email protected] · www.elcom.admin.ch

Quelle: elcom.admin.ch · Tätigkeitsberichte (EDÖB) 2017