Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2004/103: Bundesgesetz über die Einführung der allgemeinen Volksinitiative und Revision der Bundesgesetzgebung über die politischen Rechte · 203 Seiten

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Bundeskanzlei: Volksrechtsreform und Revision BPR. Vernehmlassungsergebnisse 2004/05 p. 36/203 Chancellerie fédérale: Réforme des droits populaires et révision de la LDP. Résultats de la consultation

Cancelleria federale: Riforma dei diritti politici e revisione della LDP. Risultati della consultazione

3 Einzelne Fragenkomplexe Zustimmung Ablehnung Questions groupées D’accord Pas d’accord Singole proposte Approvata Respinta

32 Vereinfachungen im Wahlrecht: Kantone/Cantons/ Kantone/Cantons/ Verbot der Unterlistenverbindungen Cantoni Cantoni

(BPR Art. 24, 31, 32, 33 + 37) ZH, LU, SZ, ZG, 16 BE, TG2

FR, SO, BL, SH,

AI, SG, GR, AG,

TI, NE, GE, JU

Simplification de la procédure Parteien/Partis/ Parteien/Partis/

d’élection des conseillers nationaux: Partiti Partiti

interdiction des sous-apparente- FDP, CVP, SVP,7

ments (art. 24, 31, 32, 33 + 37, LDP) GPS, EDU, CSP,

Juso

Semplificazione della procedura di Wirtschaft/Eco- Wirtschaft/Eco-

elezione dei consiglieri nazionali: nomie/Economia nomie/Economia

divieto delle sotto-congiunzioni (LDP CP, SLFV 2 SGV, FER2

art. 24, 31, 32, 33 + 37)

Uebrige/Autres/ Uebrige/Autres/ Altri Altri DSJ1

Total/Totale 18 Total/Totale12

Bemerkungen/Remarques/Osservazioni

148. Vgl. generell auch die Bemerkungen zu Ziff. 22 hiervor!

149. "Wir begrüssen die geplante Abschaffung der Unterlistenverbindungen.

Listenverbindungen wie Unterlistenverbindungen sind intransparente Instrumente, auch wenn die Verbindungen auf den Wahlzetteln angegeben werden müssen (Art. 31 Abs. 2 VE-BPR). Den Stimmberechtigten ist zu wenig bewusst, dass sie mit ihren Stimmen unter Umständen nicht der von ihnen bevorzugten Liste zu einem Sitz verhelfen, sondern der 'verbundenen' Liste, bei der es sich – entgegen den Erläuterungen zu Art. 31 VE-BPR – keineswegs immer um eine 'geistesverwandte Gruppierung' handeln muss." (ZH)

150. BE begrüsst die Aufhebung von BPR Art. 24 Abs. 3 Bst. b: "Damit kommen

auch die Parteien in den Genuss der Erleichterung (Verzicht auf 400 Unterschriften pro Liste), wenn sie mehr als eine Liste einreichen. – Bei den Nationalratswahlen 2003 wären mit der Ausdehnung der Erleichterung die folgenden Parteien betroffen gewesen:

SVP 3 Listen: mindestens 1’200;

SP 2 Listen: mindestens 800;

FDP 4 Listen: mindestens 1’600;

EVP 3 Listen: mindestens 1’200.

Die Zusammenstellung zeigt, dass lediglich etablierte Parteien in den Genuss des Verzichtes auf das Quorum kommen würden. Eine Zunahme der Zahl der Wahlvorschläge ist deshalb nicht zu erwarten. Dies umso mehr, als die Wahlvorschläge von Splitterparteien oder von sogenannten Jux-Listen weiterhin 400 Unterschriften tragen müssen. – Die Aufhebung von Artikel 24 Absatz 3 Buchstabe b ist auch deshalb begrüssenswert, weil sie die Ungleichbehandlung der Parteien abschafft. – Die Aufhebung ist nicht mit der Frage der Listenverbindungen zu verknüpfen; es besteht kein direkter Zusammenhang zwischen Quorum und Listenverbindung." (BE)