Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2004/103: Bundesgesetz über die Einführung der allgemeinen Volksinitiative und Revision der Bundesgesetzgebung über die politischen Rechte · 203 Seiten
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Bundeskanzlei: Volksrechtsreform und Revision BPR. Vernehmlassungsergebnisse 2004/05 p. 65/203 Chancellerie fédérale: Réforme des droits populaires et révision de la LDP. Résultats de la consultation
Cancelleria federale: Riforma dei diritti politici e revisione della LDP. Risultati della consultazione
271. "Nous partageons l'idée de consacrer deux articles distincts aux règles qui
régissent le retrait d'une initiative populaire rédigée et à celles qui gouvernent le retrait d'une initiative populaire générale (art. 73 et 73a AP-LDP)." (NE)
272. "Hier wird in Bezug auf die Rückzusmöglichkeiten Unklarheit geschaffen:
Was gilt, wenn die Bundesversammlung einer allgemeinen Volksinitiative zustimmt (Abs. 1 lit. a), in der Folge aber einen Umsetzungserlass und einen Gegenenwurf beschliesst (Abs. 2 lit. a)? Und kann eine allgemeine Volksinitiative auch noch zurückgezogen werden, wenn die Bundesversammlung einen Gegenentwurf beschlossen und in der Folge die Volksabstimmung angesetzt hat?" (SVP) – Vgl. dazu auch Bemerkungen des Kantons ZH hiernach zu Art. 73a Abs. 2 Bst. a!
273. "La lecture et la compréhension de ce nouvel article sont complexes et sa
rédaction fort tortueuse. Il serait nécessaire de le simplifier et d'éviter les tournures grammaticales trop lourdes." (LPS)
274. "La construction de cet article est complexe et les renvois à d'autres
dispositions rendent sa lecture et sa compréhension encore plus difficiles. Par ailleurs, il nous serait agréable de savoir ce qu'entend le Conseil fédéral par "court délai". (FER)
275. "In den einfachen Konstellationen, in denen eine allgemeine Volksinitiative
durch einen Erlass (bzw. mehrere Erlasse) der Bundesversammlung umgesetzt wird, stellen sich zum Verhältnis von Rückzug der Initiative und Beschwerdeführung beim Bundesgericht keine spezifischen Fragen: Nach Art. 73a Abs. 1 lit. a bzw. nach Art. 73a Abs. 5 BPR kann die Initiative nach der Zustimmung der Bundesversammlung bzw. nach der Zustimmung durch das Volk nicht mehr zurückgezogen werden. Der in der Folge verabschiedete Umsetzungserlass kann nicht mehr durch Rückzug der Initiative umgestossen werden. Er unterliegt gemäss Art. 189 Abs. 1bis BV bzw. Art. 74a Abs. 2 BPR der Beschwerde ans Bundesgericht wegen Missachtung von Inhalt und Zweck der allgemeinen Volksinitiative. – Lebt die Rückzugsmöglichkeit wegen des Erlasses eines Gegenentwurfes nach Art. 73a Abs. 2 lit. a BPR wieder auf, stellt sich in zeitlicher Hinsicht die Frage, wie sich die Rückzugsmöglichkeit zum Beschwerderecht verhält. Der Vorentwurf sieht für diese Konstellation in Art. 73a Abs. 3 BPR vor, dass sich die Initianten erst nach Ablauf der Beschwedrefrist bzw. nach Abschluss eines erfolglosen Beschwerdeverfahrens zum Rückzug äussern müssen. – Die Ausgestaltung dieses Verhältnisses zwischen Rückzugs- und Beschwerdemöglichkeit im Einzelnen betrifft eine politische Frage, zu der sich das Bundesgericht einer Äusserung enthält." (BGer)