Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2004/86: Volkszählung 2010 · 69 Seiten

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Bezüglich der repräsentativen Ergebnisse auf der Ebene der sieben Grossregionen wird angemerkt, dass letztere oft als sehr heterogen gelten, weshalb Ergebnisse auf dieser Stufe wenig Interesse finden (GE, JU).

Ein weiterer schwer wiegender Nachteil dieser Methode: Die Verteilung der Stichproben über fast zehn Jahre würde jeden analytischen Zusammenhang zwischen den behandelten Themen verunmöglichen (BE, BL, BS, FR, GE, GL, GR, JU, LU, NE, SG, SZ, TG, UR, VD, ZH). Auch die historische Dimension (Vergleiche mit früheren Volkszählungen) würde verloren gehen (BE, GR, NW, OW, SH, UR, VD, ZH).

Die Kantone (AG, BS, GE, LU, SG, UR, VD) unterstreichen ferner, dass sich der Bund mit einer solchen Methode wesentlicher Informationen zur Umsetzung nationaler Politiken (Agglomerationspolitik, Verkehrspolitik, Verteilung der Nationalratssitze usw.) berauben würde und mithin auf einen Gesamtüberblick über die sozioökonomische Struktur der Schweiz verzichtet. BE, LU und NE fragen sich überdies, ob die Schweiz mit einer solchen Variante noch in der Lage wäre, den Empfehlungen von UNO und Eurostat Folge einzuhalten.

H2 Politische Parteien

Im Zusammenhang mit Stichprobenerhebungen sind nach Meinung der SP die Aspekte Datenschutz sowie Transparenz, Stabilität und Vergleichbarkeit der Befragungen, aber auch die Repräsentativität für alle Kantone, auch die kleinsten, zu prüfen. Wichtig ist für sie zudem, dass die erhobenen Daten untereinander kombinierbar sind, wie dies bei den Volkszählungsdaten der Fall ist. Sie sieht die Stichprobenerhebungen als mögliches Modell der Zukunft, das noch analysiert und weiter ausgearbeitet werden muss.

Die CVP bemängelt, dass das System der Stichprobenerhebungen in der Begleitdokumentation nur vage beschrieben ist und die Kosten nicht durch seriöse und detaillierte Berechnungen ermittelt wurden. Ein solcher Vorschlag kann keinesfalls den mit einer ausschliesslichen Registernutzung verbundenen enormen Informationsverlust kompensieren.

H3 Städte, Gemeinden, kantonale Verbände

Der Schweizerische Gemeindeverband (SGV) lehnt den Vorschlag, die Nichtregisterdaten mittels Stichprobe zu erheben, ab und fordert, dass diese mittels einer Vollerhebung erfasst werden. Für die Schweizerische Vereinigung für Landesplanung (VLP) hätte die Verteilung der Stichproben über fast zehn Jahre zur Folge, dass jeder analytische Zusammenhang zwischen den behandelten Themen verunmöglicht würde. Der Vorschlag, den Kantonen den Entscheid über eine allfällige Aufstockung ihrer Stichprobe zu überlassen, birgt die Gefahr, dass sich die unterschiedlichen regionalen Verhaltensweisen nicht mehr unterschieden lassen. Jedenfalls können Stichprobenerhebungen nie Daten derselben Qualität liefern wie eine Volkszählung.