Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2006/8: Vereinbarung zwischen dem Bund und den Kantonen über den Aufbau von Masterstudiengängen an Fachhochschulen (Fachhochschulmastervereinbarung) · 8 Seiten

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II. Allgemeine Beurteilung des Vorentwurfs

Im Grundsatz unterstützt die Mehrheit der Teilnehmer den vorgelegten Vereinbarungsentwurf. Eine Reihe von Teilnehmern der Anhörung begrüssen auch ausdrücklich die Regelung des Aufbaus der Masterstudiengänge an Fachhochschulen (GDK, OdASanté, economiesuisse, SAV, SwissBanking, FER, SwissEngineering). Verschiedene Teilnehmer kritisieren – z.T. mit Verweis auf die ungleiche Situation im Universitätsbereich – das vorgelegte Regelwerk von Bund und Kantonen (FH Schweiz, fh-ch, Travail.Suisse, BO Chancengleichheit). Die KFH, der SGV und der SGB fordern einen Verzicht auf alle im Anhang der Fachhochschulmastervereinbarung festgelegten Anforderungen. Die SIA fordert eine stärkere Reglementierung. Für Kalaidos fehlen für die meisten der formulierten Anforderungen die notwendigen Rechtsgrundlagen, um private Anbieter von Masterstudiengängen in die Pflicht zu nehmen. Das BO Chancengleicheit weist darauf hin, dass Übergänge von einer Qualifizierungsstufe zur nächsten, immer auch die Gefahr bergen, dass auch das Geschlecht ein relevantes Selektionskriterium ist, weshalb dies bei der Einführung neuer Selektionsmassnahmen zu berücksichtigen ist und geeignete Massnahmen gegen eventuelle Diskriminierungsmechanismen zu ergreifen sind – deshalb müsse den unterschiedlichen Lebens- und Karriereverläufen von Frauen und Männern Rechnung getragen werden. Kalaidos stellt die Voraussetzungen zur Genehmigung von Masterstudiengängen für private Anbieter grundsätzlich in Frage.

III. Stellungnahmen zu den einzelnen Bestimmungen

a) Ingress

Mehrere Teilnehmer unterstützen die Prämisse, wonach „nur eine beschränkte Anzahl von Masterstudiengängen aufgebaut werden soll“ (economiesuisse, SAV, SwissBanking). Ein Teilnehmer lehnt diese Prämisse ausdrücklich ab (SwissEngineering). Die Prämisse, wonach u.a. auch aufgrund der „beschränkten finanziellen Ressourcen“ gesamtschweizerisch nur eine begrenzte Anzahl von Masterstudiengänge aufgebaut werden soll, wird von einzelnen Teilnehmern thematisiert (dafür: FER; dagegen: SGV, KFH, economiesuisse, SAV, FH Schweiz, SwissBanking, ODEC, SwissEngineering, SGB).

b) Artikel 1

Ein Teilnehmer befürwortet ausdrücklich den vorgelegten Absatz 1 (FER), drei Teilnehmer fordern eine Ergänzung um das Kriterium der wirtschaftlich, sozial und nachhaltigen Entwicklung (WWF, ProNatura, Netz Nachhaltigkeit, SGB), andere fordern verschiedene Teilpräzisierungen, -ergänzungen oder –streichungen (SwissEngineering: lit. a: „in Verbindung von Lehre und Forschung“, lit. b streichen; economiesuisse und SAV: lit. a und b zusammenfassen; Kalaidos: Streichung von lit. b und d, VSS: „studierbar al Voll- sowie als Teilzeitstudium“). Vier Teilnehmer wünschen die gänzliche Streichung des Katalogs (KFH, FH Schweiz, fh-ch, Travail.Suisse, SGB). Die KFH, der SGV und der SGB fordern einen Verzicht aller im Anhang der Fachhochschulmastervereinbarung festgelegten Anforderungen.