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Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 69 Seiten

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Zusammenfassung

Ernährung, Bewegung Unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel zählen zu den wichtigsten beeinflussen die Krank- Ursachen für Herz-Kreislaufkrankheiten, mehrere Krebsarten, Erkrankungen am heitslast Bewegungsapparat sowie für bestimmte Typen von Diabetes. Sie tragen zudem

in erheblichem Mass zur Morbidität (Erkrankungswahrscheinlichkeit) und Mortalität (Sterberate) sowie zum Verlust von Selbständigkeit bei.

Bewegung ist zentral für die Erhaltung des energetischen Gleichgewichts und eines gesunden Körpergewichts. Bei Kindern spielt sie für die psychomotorische Entwicklung eine wichtige Rolle. Körperliche Aktivität ist auch ein bewährtes Mittel gegen Stress, Ängste und Depressionen und unterstützt ein Leben lang die körperliche und seelische Ausgeglichenheit. Der Verzehr von Früchten und Gemüse, die Qualität der konsumierten Fette sowie eine moderate Salzzufuhr sind die wesentlichen Elemente einer Ernährung, die sowohl auf Herz-Kreislaufkrankheiten wie auch auf gewisse Krebsarten präventiv wirken. Ausgewogene Ernährung, ein gesundes Körpergewichts und regelmässige Bewegung sind wirkungsvolle Mittel zur Prävention vor wichtigsten nicht-übertragbaren Krankheiten.

Internationale Situation Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren im Jahr 2002 die nicht-

übertragbaren Krankheiten weltweit für 60% der jährlichen Todesfälle und für 47% der Krankheitslast verantwortlich. In den meisten europäischen Ländern stehen fünf der sieben wichtigsten Risikofaktoren für nicht-übertragbare Krankheiten mit Ernährung und Bewegung in Verbindung: Bluthochdruck, hoher Blut-

Cholesterolgehalt, Übergewicht, geringer Früchte- und Gemüsekonsum und körperliche Inaktivität. Die beiden weiteren Risikofaktoren sind Tabak- und Alkoholkonsum.

Die Verbreitung von Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) hat weltweit epidemische Ausmasse angenommen. Ein Viertel der Schulkinder in Europa ist übergewichtig und mehr als die Hälfte der Erwachsenenbevölkerung übergewichtig oder fettleibig, wobei die Verbreitung von Übergewicht und Fettleibigkeit je nach Region, Nation, Kultur und Sozialstatus unterschiedlich sind. Vor allem in Anbetracht der Bedeutung von Übergewicht und Fettleibigkeit für die Entstehung von zahlreichen Folgekrankheiten und erhöhter Sterberate ist der hohe Anteil von Betroffenen eine Herausforderung für die Gesundheitspolitik aller Länder.

Vor diesem Hintergrund hat die Weltgesundheitsversammlung (WHA) im Mai 2004 die „Globale Strategie für Ernährung, Bewegung und Gesundheit“ verabschiedet und die Regierungen der Mitgliederländer aufgefordert, diese an ihre jeweiligen nationalen Bedingungen anzupassen. Im November 2006 nahmen die europäischen Gesundheitsminister in Istanbul die „Europäische Charta zur Bekämpfung der Adipositas“ an. Diese beabsichtigt die Förderung eines Lebensstils, bei dem sozioökonomische und kulturelle Ziele mit Gesundheitszielen in Einklang stehen, um gesundheitsfördernde Entscheidungen zu erleichtern.

4 NPEB 2008–2012 (27.9.2007)