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Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 69 Seiten
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Handlungsbedarf Die Wirkungen von Massnahmen im Bereich Ernährung und Bewegung zeigen
sich oft erst langfristig, weil damit Veränderungen des Lebensstils verbunden sind. Die Datenlage im Bereich Ernährungs- und Bewegungsverhalten der
Schweizer Bevölkerung und die wissenschaftlichen Grundlagen (Evidenz) müssen verbessert werden. Mit gezielten Interventionen basierend auf "Best-
Practices“ (nachahmenswerte Beispiele) können Übergewicht und Fettleibigkeit vor allem bei Kindern und Jugendlichen in der Schweiz wirksamer bekämpft und die volkswirtschaftlichen Kosten reduziert werden.
Optimierungen sind auch bei der Zusammenarbeit der Akteure notwendig Durch die Schaffung von neuen Partnerschaften, wie z. B. mit der Nahrungsmittelindustrie, können Synergien geschaffen und vorhandene Ressourcen und Erfahrungen effizienter genutzt werden.
Auftrag des BAG Aufgrund der beschriebenen Situation hat der Bundesrat die WHO-Resolution
„Globale Strategie für Ernährung, Bewegung und Gesundheit“ vom 22. Mai 2004 angenommen und das Eidgenössische Departement des Innern beauftragt, auf der Grundlage der WHO-Strategie ein Programm für die Schweiz zu entwickeln. .
Entwicklung des Pro- Die Prävention nicht-übertragbarer Krankheiten und ihrer Risikofaktoren, insbegramms unter Einbezug sondere unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel, erfordert einen mulaller betroffenen Akteure tisektoriellen Ansatz, der alle wichtigen Akteure einbezieht. Deshalb ist von Be-
ginn an das NPEB in einem partizipativen Prozess entwickelt worden. Miteinbezogen waren die mit Fragen zur Ernährung und Bewegung betrauten Bundesämter, Kantone, halbstaatliche Organisationen, Nicht-Regierungsorganisationen,
Universitäten, die Ärzteschaft, das Bildungswesen, die Industrie, die Medien, die Wirtschaftsverbände, der Konsumentenschutz, die WHO und Vertreter/innen aus dem Bewegungssektor.
Das NPEB als Rahmen- Das vorliegende Programm zielt darauf, die Schwächen der heutigen Situation zu programm überwinden und insbesondere die Koordination zu verbessern.
Das NPEB stellt ein Rahmenprogramm für das nationale Vorgehen im Bereich nicht-übertragbarer Krankheiten im Zusammenhang mit Ernährung und Bewegung dar. Für Debatten und Diskussionen rund um die Themen Ernährung, Bewegung und nicht-übertragbare Krankheiten fasst es unter anderem die prioritären Ziele zusammen.
Vision, Mission und Ziele Das NPEB legt grossen Wert auf die für unser Land typischen regionalen, sprachdes NPEB lichen und politischen Unterschiede. Es definiert seine Vision wie folgt:
Die Schweiz bietet Lebensbedingungen, in welchen Individuen, Familien und Gemeinschaften sich ausgewogen ernähren, ausreichend bewegen und dadurch ihre Gesundheit fördern.
Die Mission des Nationalen Programms Ernährung und Bewegung lautet:
Gesundheitsfördernde Lebensbedingungen schaffen und erhalten, die zu einer Stabilisierung und einer Senkung von Adipositas vor allem bei Kindern führen. Ausrichtung der Angebote auf die spezifischen Bedürfnisse und den Kontext der Zielgruppen und Settings, um Diskriminierungen entgegen zu wirken und die Chancengleichheit zu fördern.
6 NPEB 2008–2012 (27.9.2007)