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Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 69 Seiten

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Anhang IV: Glossar

Adipositas Fettleibigkeit. Definiert als eine relative Zunahme der Fettmasse durch eine

verglichen mit der übrigen Körperzusammensetzung übermässige Vermehrung des Gesamtfettgewebes. In der Regel bedingt durch eine unausgeglichene Energiebilanz (siehe Energiebilanz) d.h. zu hohe Kalorienzufuhr und zu geringen Energieverbrauch. Nach WHO definiert als Body Mass Index 2

(BMI, siehe unten) über 30 kg/m

Anorexie Anorexia Nervosa, Magersucht, ist eine Störung des Essverhaltens mit teil-

weise exzessiver Abmagerung. Gekennzeichnet durch einen selbst herbeigeführten Gewichtsverlust (Reduktion der Energiezufuhr und/oder extreme sportliche Betätigung) von mindestens 15% unterhalb des normalen Gewichts (BMI weniger als 17.5).

Binge-Eating Disorder Ess-Sucht, Heisshungeressen, Essanfälle. Gekennzeichnet durch den Kon-

sum einer ungewöhnlich grossen Menge an Nahrungsmitteln während kurzer Zeit mit Verlust der Kontrolle über die Nahrungszufuhr während des Anfalls. Das Krankheitsbild ist ähnlich der Bulimia Nervosa, es wird aber kein Erbrechen herbeigeführt oder sonstige Methode wie Abführmittel zur Ausscheidung der Nahrungsmenge verwendet. Die Betroffenen sind oft übergewichtig.

Bluthochdruckkrank- Folgekrankheiten einer dauernden Erhöhung des Blutdrucks im arteriellen heiten System auf Werte von über 140 mmHg systolisch und über 90 mm Hg dias-

tolisch. Normale Blutdruckwerte: < 120 mmHg systolisch und < 80 mmHg diastolisch.

Body Mass Index (BMI) Auch Köpermassenindex genannt. Quotient (Verhältnis) aus Körpergewicht

2

(kg) und dem Quadrat der Körpergrösse (m ) zur Bestimmung des Normal-2

gewichtes (BMI 18.5 – 24.9 kg/m ) bei Erwachsenen. Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse, ist aber trotzdem ein guter Marker für die Fettmasse, da eine Gewichtszunahme bei Erwachsenen in der Regel durch eine Zunahme der Fettmasse bedingt ist (Ausnahmen: hochtrainierte Sportler, extremes Bodybuilding). Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre werden zur Bestimmung des Normalgewichtes die BMI-Kurven nach Cole verwendet.

Bulimie Bulimia Nervosa, Ess-Brechsucht, Fresssucht. Zu den Essstörungen gehö-

rende Sucht, grosse Nahrungsmengen unkontrolliert zu verschlingen mit anschliessendem Erbrechen oder sonstiger Methode für Energiereduktion. Chronische Beschäftigung mit dem Essen und verbunden mit Hungerattacken und Essanfällen. Meist gelingt es den Patienten, ihr Gewicht im Normbereich zu halten. Hoher Leidensdruck.

Diabetes „Zuckerkrankheit“. Chronische Störung der Verwertung von Glucose im

Stoffwechsel bedingt durch einen Insulinmangel (Typ-I-Diabetes) oder eine Insulinverwertungsstörung (Typ-II-Diabetes). Letzterer wird unter anderem durch Übergewicht begünstigt.

NPEB 2008–2012 (27.9.2007)