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Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 69 Seiten

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Energiebilanz Differenz zwischen der durch die Nahrungsaufnahme erfolgenden Energie-

zufuhr (Kalorienzufuhr) und dem Energieverbrauch durch Stoffwechsel und Bewegung.

Energiedichte mikronähr- Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Fett und/oder Zucker und mit nur stoffarme Lebensmittel geringem Gehalten an Mikronährstoffen wie Vitamine und Spurenelemente.

Essstörungen Mit Essstörung bezeichnet man eine Verhaltensstörung mit meist ernsthaf-

ten und langfristigen Gesundheitsschäden. Zentral ist die ständige gedankliche und emotionale Beschäftigung mit dem Thema "Essen". Sie betrifft die Nahrungsaufnahme oder deren Verweigerung und hängt mit psychosozialen Störungen und mit der Einstellung zum eigenen Körper zusammen (Psychosomatik). Wenn die Störung zwanghaft ist, spricht man von Sucht oder Abhängigkeit.

Fettsäuren Sind Bausteine der Fette. Die nach ihrem Vorkommen in Fetten benannten

organischen Säuren. Unterschieden wird (nach chemischer Struktur) zwischen gesättigten (ohne Doppelbindungen) und ungesättigten Fettsäuren (mit einer oder mehreren Doppelbindungen normalerweise in cis-

Konfiguration). Fettsäuren unterscheiden sich auch durch die Anzahl der C-Atome (Kettenlänge).

Gesundes Körpergewicht Normalgewicht. Body Mass Index zwischen 18.5 und 25 bei Erwachsenen.

Herz-Kreislauf- Sammelbezeichnung für Krankheiten des Herzens und des Blutkreislaufsys-Krankheiten tems. Aufgrund ihrer Häufigkeit sind die Herz-Kreislauf-Krankheiten von

grosser medizinischer und gesundheitspolitischer Bedeutung. Sie stellen die häufigste Ursache für Frühinvalidität und die häufigste Todesursache dar. Es kann unterschieden werden zwischen beeinflussbaren und nicht beeinflussbaren Risikofaktoren (Alter, Genetik). Die wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren sind Bluthochdruck, Hypercholesterinämie, Adipositas, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol und Diabetes.

Hypercholesterinämie Ist eine Fettstoffwechselstörung. Erhöhter Cholesteringehalt (mehr als 6.5

mmol/ l) des Blutes. Ca. 34% der Männer und 30% der Frauen in der

Schweiz weisen nach der Schweizerischen Gesundheitsbefragung eine Hypercholesterinämie auf.

Intraindividuelle Variabili- Variabilität innerhalb eines Individuums. Ein intraindividueller Unterschied ist tät zum Beispiel der Unterschied zwischen zwei Messungen zu zwei verschie-

denen Zeitpunkten in derselben Person.

Ischämische Herzkrank- Durch eine Verminderung der Durchblutung der Blutgefässe verursachte heiten Herzkrankheiten einhergehend mit einer Verengung der Blutgefässe.

Komplexe Kohlenhydrate Polysaccharide (Mehrfachzucker), im Gegensatz zu Mono- und Disacchari-

den (wie Saccharose oder Haushaltzucker). Wichtigstes verwertbares Polysaccharid ist die Stärke in Getreide, Kartoffeln, Reis. Wichtigste nicht oder nur teilweise verwertbare, aber ernährungsphysiologisch trotzdem bedeutsame komplexe Kohlenhydrate sind verschiedene Nahrungsfasern (Ballaststoffe) wie Pektin in Früchten oder Hemicellulose in Getreide.

66 NPEB 2008–2012 (27.9.2007)