Bericht und Vorlage

Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 310 Seiten

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Bisherige Entwicklung der Agrarpolitik

Preisvergleich mit dem angrenzenden Ausland

Die Zölle auf Schweizer Agrarprodukte bewirken, dass die Produzentenpreise in der Schweiz über dem Niveau in der EU liegen. Die Entwicklung zwischen 2000/02 und 2009 zeigt, dass die Preisdifferenz zwischen der Schweiz und dem EU-Land Österreich um 8 Prozentpunkte kleiner geworden ist. In der Phase der Preishausse bei Milch, Weizen und Ölsaaten auf den Weltmärkten 2007/08 war die Differenz am geringsten.

Abbildung 19

Entwicklung der Produzentenpreise in Österreich im Vergleich zur Schweiz

100

90

80

70

60

50

40

30

20

10

0

2000/02 2003 2004 2005 2006 2007 20082009

Quellen: Statistik Austria, BLW

Ein Vergleich in absoluten Zahlen zeigt zum Beispiel bei der Milch, dass sich die Differenz zwischen 2000/02 und 2009 von 33 auf 20 Rappen je Kilogramm reduziert hat. Beim Weizen nahm sie von 42 auf 30 Franken je Dezitonne ab. Zu Beginn der neunziger Jahre betrug die Differenz zur EU bei der Milch noch 50 Rappen je Kilogramm und beim Weizen 70 Franken je Dezitonne. Der Vergleich zwischen 2000/02 und 2009 ist insofern sehr aussagekräftig, weil die Wechselkurse in der Referenzperiode und im Jahr 2009 praktisch identisch waren.

Im Durchschnitt haben die Konsumentenpreise für Nahrungsmittel in unseren Nachbarländern seit 2000 kontinuierlich zugenommen. In der nachfolgenden Graphik ist die Preisentwicklung der Nachbarländer vergleichend zur Schweiz dargestellt. Danach hat die Preisdifferenz seit 2000/02 um rund 10 Prozentpunkte abgenommen.