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Vernehmlassung 2010/28: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2012-2015 (Kulturbotschaft) · 94 Seiten
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Vielfalt und Qualität gebunden ist. Für diese Massnahme ist mit Kosten von 1 bis 2 Millionen Franken jährlich zu rechnen.
Förderungsbereich «Aus- und Weiterbildung»:
Förderung der Aus- und Weiterbildung nach vermehrt selektiven Kriterien: Das BAK leistet finanzielle Unterstützung an wichtige Institutionen und Initiativen zur Fortbildung und beruflichen Grundausbildung. Die Bedürfnisse und Ansprüche der Branche werden in regelmässigen Abständen überprüft, die Programme und die entsprechenden Leistungsvereinbarungen werden nach Bedarf angepasst. Die Subventionszuteilung an die Filmlehrgänge der Fachhochschulen erfolgt nach einem selektiven Ausschreibungsverfahren, welches in regelmässigen Abständen durchgeführt wird.
Förderungsbereich «Koproduktionen und internationale Zusammenarbeit»:
Das BAK leistet Finanzhilfen im Rahmen der internationalen Koproduktionsabkommen und nimmt an den multilateralen europäischen Programmen zur Filmförderung teil (EU: MEDIA-Abkommen; Europarat: Eurimages-Abkommen).
Massnahmen im Rahmen der transversalen Themen des Bundes: Crossmedia – Filmförderung im Kontext der digitalen Medien
Crossmedia (oder «transmedial») beschreibt ein kulturelles Phänomen, in dem Inhalte und Geschichten über verschiedene Medienträger geschaffen, erzählt, vermittelt und untereinander verbunden werden. Diese Art von narrativer Kunst setzt ein hohes Mass an Interaktivität des nunmehr nicht bloss passiven, sondern aktiven Konsumenten des jeweiligen Werkes voraus. Informations- und Telekommunikationstechnologien werden genutzt, um neue Formen und Inhalte künstlerischen Ausdrucks zu entwickeln.
Im künftigen Bereich «Crossmedia» will sich die Sektion Film mit den Chancen und Herausforderungen der digitalen Medien auseinandersetzen. Dazu gehört auch die Förderung von Computerspielen. Diese Spiele werden im Zusammenhang mit Gewaltdarstellungen immer wieder kontrovers diskutiert. Computerspiele sind aber ein fester Bestandteil der Alltagskultur geworden. Deshalb ist es wichtig, die Aufmerksamkeit des Publikums auf qualitativ hochwertige Produkte zu lenken und eine Förderpolitik zu formulieren, welche die Potentiale der Schweizer Computerspielbranche erkennt und entwickelt.
Pro Helvetia lancierte 2010 im Rahmen des Programms «GameCulture» zusammen mit dem BAK ein Pilotprojekt zur Förderung von Computerspielen (vgl. Ziff. 2.2). Diese Zusammenarbeit basierte auf einer Ausschreibung, die sich an die Herstellung von Computerspiel-Prototypen richtet.
Für Pro Helvetia steht in Zukunft die Sensibilisierung für das Medium Computerspiel sowie die Förderung künstlerisch herausragender Game-Projekte im Vordergrund. Das BAK will demgegenüber mit dem Projekt «Crossmedia» die audiovisuelle Kreativbranche in den Bereichen Animation, visuelle Effekte und Storytelling künstlerisch, technisch und wirtschaftlich weiterentwickeln. Das Projekt «Crossmedia» soll so einen Anstoss an die Entwicklung und Innovation der Filmproduktion und Filmkultur in der Schweiz leisten. Die Kosten für das Projekt «Crossmedia» belaufen sich auf jährlich 250 000 Franken.