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Vernehmlassung 2014/155: Revision im Bereich Strahlenschutz · 482 Seiten
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8. S-35
8.1 Stoffwechsel
Inhalierte anorganische Schwefelverbindungen (Absorptionsklasse Typ M) werden zu rund 85 % via Nase, Verdauungstrakt (Resorptionsanteil f1= 0,8) und Urin rasch wieder ausgeschieden. Was in die Blutbahn gelangt, wird lediglich zu 20 % längerfristig gespeichert, primär im Weichgewebe. Die biologische Halbwertszeit dieser Komponente beträgt 20 Tage. Nur wenig wird lange gespeichert und zerfällt mit der physikalischen Halbwertszeit von 87 Tagen.
8.2 Messmethoden Triagemessung
Direkte Messung einer Urinprobe mittels Flüssigszintillationszähler.
Messschwelle: 150 Bq/l
Inkorporationsmessung
Messung der S-35-Konzentration Cu im Urin in Bq/l mittels Flüssigszintillationszähler nach chemischer Extraktion (Sulfatfällung).
8.3 Überwachungsintervalle T und Zeitpunkt t der ersten Messung nach Ereignis
TTriage: 60 Tage TMessung: 60 Tage tEreignis: 1 Tag
8.4 Interpretation ohne Berücksichtigung einer früheren Inkorporation
t einh/m(t)
E50 = Cu.{einh/m(t)} [Tage] [Sv·l/Bq]
1 0,0070×10-6 E50: 50-Jahre-Folgedosis in Sv 2 0,057×10-6 Cu: Messwert in Bq/l 3 0,42×10-6 einh: Dosisfaktor in Sv/Bq 4 0,77×10-6 m(t): Ausscheidungsanteil im Tagesurin (=1,4 l) in l-15 0,81×10-6 t: Tage zwischen Messung und Inkorporation. 6 0,86×10-6 Bei unbekanntem Inkorporationszeitpunkt ist t = T/2 7 0,91×10-6
15 1,2×10-6
Überwachungsintervall T = 60 Tage 30 2,1×10-6
60 5,7×10-6 90 14×10-6
8.5 Korrektur für vorangehende Inkorporation
Überwachungsintervall T = 60 Tage: E C 2,1106 Ea 0,15
50 u50