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Vernehmlassung 2014/155: Revision im Bereich Strahlenschutz · 482 Seiten

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39. Ra-223

39.1 Stoffwechsel

Inhaliertes Radium (Absorptionsklasse Typ M) wird via Nase und Verdauungstrakt (Resorptionsanteil f1=0.2) im Verlauf von Stunden bis Tagen wieder ausgeschieden. Etwa 5 % bleiben längerfristig in der Lunge. Die Verweilzeit in der Lunge wird durch die Mechanismen der Lungenclearance bestimmt. Radium, das ins Blut gelangt, wird primär in die Knochen eingebaut.

39.2 Messmethoden Triagemessung

Messung der Kontamination der Hände nach Ausziehen der Handschuhe mit einem Kontaminationsmonitor.

Messschwelle: 300 Bq cm-2

Inkorporationsmessung

Messung der Aktivitätskonzentration Cu im Urin in Bq/l des Ra-223 und der Folgenuklide.

39.3 Überwachungsintervalle T und Zeitpunkt t der ersten Messung nach Ereignis

TTriage: nach jeder TMessung: bei Überschreitung tEreignis: 1 Tag

Anwendung der Messschwelle

39.4 Interpretation ohne Berücksichtigung einer früheren Inkorporation

. t einh/m(t)

E50 = Cu {einh/m(t)} [Tage] [Sv·l /Bq]

1 5.23×10-3 E50: 50-Jahre-Folgedosis in Sv 2 3.05×10-2 Cu: Messwert in Bq/l 3 4.79×10-2 einh: Dosisfaktor in Sv/Bq 4 7.16×10-2 m(t): Ausscheidungsanteil im Tagesurin (=1,4 l) in l-15 1.06×10-1 t: Tage zwischen Messung und Inkorporation. 6 1.54×10-1 Bei unbekanntem Inkorporationszeitpunkt ist t = T/2

7 2.20×10-1 8 3.06×10-1 9 4.16×10-1 10 5.48×10-1 30 5.21 40 1.10×101