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Vernehmlassung 2014/155: Revision im Bereich Strahlenschutz · 482 Seiten

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43. U-238

43.1 Stoffwechsel

Inhaliertes Uranium (Annahme Oxid, Absorptionsklasse Typ S) wird zu rund 90 % via Nase und Verdauungstrakt (Resorptionsanteil f1=2×10-3) im Verlauf von Stunden bis Tagen wieder ausgeschieden. Etwa 5 % bleiben längerfristig in der Lunge. Die Verweilzeit in der Lunge wird durch die Mechanismen der Lungenclearance bestimmt. Uranium, das ins Blut gelangt, wird über die Nieren recht effizient ausgeschieden. Die Lungendosis dominiert; die Retention im Knochen ist unwichtig. Speziell bei löslichen Uranverbindungen wie UF6 dominiert die chemische Toxizität.

43.2 Messmethoden Triagemessung

Messung der U-238-Konzentration in der Luft am Arbeitsplatz (Atemluftüberwachung).

Messschwelle: 150 Bqh/m3 (Integralwert über 1 Jahr)

Bei Überschreitung der Messschwelle ist während den ersten 3 Tagen der Stuhl und Urin zu sammeln und auszumessen.

Inkorporationsmessung

Messung der U-238-Konzentration Cu im Urin in Bq/l.

43.3 Überwachungsintervalle T und Zeitpunkt t der ersten Messung nach Ereignis

TTriage: - TMessung: 90 Tage tEreignis: Sofort

43.4 Interpretation ohne Berücksichtigung einer früheren Inkorporation

Jeder positive Befund ist individuell abzuklären

Urin Stuhl

E50 = Cu {einh/m(t)} t einh/m(t) einh/m(t)

E50 = Mst {einh/m(t)} [Tage] [Sv·l/Bq] [Sv·d/Bq]

1 0,011 0,052×10-3 E50: 50-Jahre-Folgedosis in Sv 2 0,18 0,036×10-3 Cu: Messwert in Bq/l (Urin-Messung) 3 0,31 0,068×10-3 Mst Messwert in Bq/d (Stuhl-Messung) 4 0,33 0,16×10-3 :

einh: Dosisfaktor in Sv/Bq 5 0,36 0,41×10-3 m(t): Ausscheidungsanteil im Tagesurin (=1,4 l) in 6 0,40 1,0×10-3 l-1oder im Stuhl in d-1

7 0,42 2,3×10-3 t: Tage zwischen Messung und Inkorporation. 15 0,67 12×10-3 Bei unbekanntem Inkorporationszeitpunkt ist 30 1,0 16×10-3 t = T/2

45 1,3 23×10-3 90 1,9 52×10-3 180 2,4 154×10-3