Vorlage

Vernehmlassung 2014/51: Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR) · 71 Seiten

Fedlex · Vorlage · Seite 50Fedlex · Vorlage

Ziel Das Wissen um Antibiotikaresistenzen wird bei Fachpersonen und in der Bevölkerung so verbessert, dass durch verantwortungsbewusste Entscheidungen eine Resistenzsenkung erreicht wird.

Folgende Massnahmen tragen massgeblich zur Zielerreichung bei:

Massnahmen

Massnahmen Bereiche

3.7.1 Öffentlichkeit über die Problematik von Antibiotikare-

sistenzen und über mögliche präventive Massnahmen

informieren

3.7.2 Betroffene Akteure verstärkt sensibilisieren

3.7.3 Aus-, Fort- und Weiterbildung der Ärzteschaft, Tierärz-

teschaft sowie der Tierhalter verstärken

3.7.1 Information der Öffentlichkeit

Information der Öffentlichkeit über die Problematik von Antibiotikaresistenzen und über Öffentlichkeit mögliche präventive Massnahmen informieren

Die Information der Öffentlichkeit über die Entstehung von Antibiotikaresistenzen, die Möglichkeiten und Grenzen von Behandlungen mit Antibiotika sowie mögliche präventive Massnahmen wird gestärkt. Dies erlaubt es dem Einzelnen, seine eigene Verantwortung besser wahrzunehmen.

Die Öffentlichkeit ist zwar über das Auftreten der Antibiotikaresistenzen besorgt, das Wissen darüber ist jedoch beschränkt und wird aus den allgemeinen Medien bezogen. Es gibt aktuell keine Aufklärungs- und Informationskampagnen, die die Bevölkerung gezielt auf das Problem der Antibiotikaresistenzen hinweisen.

Mit der Umsetzung der Massnahme wird die Öffentlichkeit verstärkt darüber informiert, was Antibiotika sind, wie sie wirken, welche Vor- und Nachteile sie haben, wie sie anzuwenden sind und weshalb Resistenzen entstehen können. Die Bevölkerung sollte die Möglichkeiten und Grenzen von Behandlungen mit Antibiotika sowie mögliche präventive Massnahmen kennen. So wird z.B. darüber informiert, dass Antibiotika zwar zentral bei der Therapie von bakteriellen Erkrankungen sind, dass eine unsachgemässe und nicht notwendige Anwendung aber auch negative Konsequenzen haben kann. Dies trifft für die Anwendung von Antibiotika bei Mensch und Tier zu.

Konsumenten werden darüber informiert, dass vorbeugende Massnahmen im Tierbereich die Grundvoraussetzungen für einen reduzierten und sachgemässen Antibiotikaverbrauch sind. Dazu muss aber beispielsweise auch die Einsicht gefördert werden, dass Impfungen ein wertvolles Instrument sind, um Tiere vor Krankheiten zu schützen und damit die Notwendigkeit der Anwendung von Antibiotika zu senken. Es soll auch eine bessere Akzeptanz von Lebensmitteln erreicht werden, die zwar teurer sind, aber nicht von Hochleistungstieren stammen.

Risikogruppen werden gezielt über das potentielle Risiko ihres Verhaltens sowie über Strategien informiert, um sich schützen zu können (z. B. Operationen in bestimmten Ländern).