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Vernehmlassung 2015/28: Nationale Strategie zu Impfungen (NSI) · 50 Seiten

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dieses kollektiven Interesses, das heisst der öffentlichen Gesundheit, kommt diesbezüglich eine wichtige Vermittlerrolle zu. Die Impfung bleibt ein persönlicher Entscheid, und es besteht kein Impfzwang.

Das Impfsystem und die Entscheidungsmechanismen der Behörden in Bezug auf Impfempfehlungen sollen möglichst transparent sein. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um das Vertrauen der

Bevölkerung in die Impfung zu wahren oder zu erhöhen.

Das Impfsystem soll auf einem proaktiven und partizipativen Ansatz beruhen. Ein proaktiver Ansatz ermöglicht es der Bevölkerung, ihre Impfungen auf dem aktuellen Stand zu halten. Dazu werden

beispielsweise rechtzeitig sachdienliche, klare und transparente Informationen vermittelt oder der

Impfstatus durch die Gesundheitsfachpersonen regelmässig überprüft. Proaktivität ist ebenfalls ein zentraler Pfeiler der Gesundheitssysteme, der gestärkt werden muss, indem der Impfzugang gefördert wird (Information, Impftage, nationale und kantonale Impfprogramme, Erlassung oder Ermässigung der Impfkosten). Ein proaktiver Ansatz bedingt zum einen, dass die Zivilgesellschaft in die impfrelevanten Bereiche einbezogen wird, und zum anderen, dass das Individuum dabei unterstützt wird, das notwendige Wissen zu erwerben und die in seiner Verantwortung liegenden Massnahmen zu treffen, um seine Gesundheit zu schützen oder zu verbessern (informed decision-making).

Nationale Strategie zu Impfungen (NSI) – Entwurf vom 29.03.2016