Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2015/55: Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten · 48 Seiten
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Im Kapitel 1 wird auf die Ausgangslage, das Umfeld und die Herausforderungen im Be- Ausgangslage, Umfeld,
Herausforderungen
reich invasive gebietsfremde Arten eingegangen und die rechtliche und institutionelle Abstützung der Strategie erläutert. Die Rückmeldungen zu diesem Kapitel sind häufig technischer Natur und betreffen oft Definitionen sowie spezifische Erläuterungen und Ergänzungen. Es gibt nur wenige Änderungsvorschläge die gemeinsam von einer gewissen Anzahl an Akteuren vorgebracht werden. Ein solcher Änderungsvorschlag betrifft die Schwarze Liste und die Watch List, bei denen mehrere Akteure eine Klärung der Stellung dieser Listen wünschen. Verschiedene Akteure möchten ausserdem weitere Herausforderungen in der Strategie berücksichtigt sehen, u.a. die (frühzeitige) Berücksichtigung möglicher Interessenskonflikte, die verstärkte Priorisierung der Arten nach den Dimensionen Zeit und Raum sowie die bereits existierende und sich verschärfende finanzielle und personelle Belastung für die unterschiedlichen Akteure.
Die Rückmeldungen zu Kapitel 2, das Ziele und Massnahmen definiert, sind sehr unter- Ziele, Massnahmen schiedlich und beziehen sich in der Regel auf ein bestimmtes Ziel oder eine bestimmte Massnahme. Bei den Zielen möchten Akteure häufig, dass einzelne Themen mehr im Fokus stehen. Dies sind u.a. aktive Bekämpfung im Gegensatz zu der Erarbeitung von Grundlagen, potenzielle invasive gebietsfremde Arten die in Zukunft Schaden anrichten könnten sowie sozioökonomische Faktoren wie Gesundheit und Wirtschaftlichkeit. Eine grosse Anzahl an Akteuren sieht ein Verbot der Einführung und des Handels mit invasiven gebietsfremden Arten als fundamental und möchten dies vermehrt in den Massnahmen sowie als eigenständiges Ziel erwähnt sehen. In mehreren Massnahmen wird der Wunsch geäussert, dass die Praxis in der Umsetzung und der Erarbeitung der Massnahmen miteinbezogen werden sollen. Auch der Wunsch nach Zusammenarbeit mit und unter den Kantonen sowie die Berücksichtigung kantonaler Unterschiede werden mehrmals geäussert. Bei der Verantwortung von Privaten und Grundbesitzern gehen die Meinungen auseinander, v.a. Fachgremien und Umweltakteure möchten die privaten Akteure noch mehr in die Pflicht nehmen, wirtschaftliche Akteure empfinden einige der Pflichten ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung als nicht zumutbar. Wiederholt Thema sind auch mögliche fehlende Ressourcen bei der Umsetzung der Massnahmen.
Kapitel 3 behandelt u.a. das Konzept zur Einstufung der Organismen sowie Fragen zur Stufenkonzept, Organi-
sation, Ressourcen, Um-Organisation, zum Ressourcenbedarf und zur zeitlichen Umsetzung der Strategie. Der setzung Grosse Teil der Akteure begrüsst das Stufenkonzept ausdrücklich wobei jedoch oft der Wunsch nach einer stärkeren räumlichen und zeitlichen Priorisierung sowie einer Priorisierung entlang der Ausbreitungswege von invasiven gebietsfremden Arten geäussert wird. Die Rollenteilung wird grundsätzlich als sinnvoll erachtet, der vorgesehene Ressourcenbedarf wird jedoch mehrheitlich als zu tief beurteilt, dies v.a. auf kantonaler Ebene. Vorwiegend von den Kantonen wird dementsprechend auch eine grössere finanzielle Unterstützung durch den Bund erwünscht. Viele Akteure möchten auch sichergestellt sehen, dass die vorhanden Ressourcen nicht nur für die Erarbeitung von Grundlagen verwendet werden sondern für die aktive Bekämpfung, die auch zeitlich vorgezogen werden sollte. Der Zeitplan wird unterschiedlich bewertet, einige Stellungnehmende sind der Meinung die Umsetzung sollte schneller als vorgesehen stattfinden, andere sehen den Zeitplan als realistisch an. Die grösste Gruppe, welcher eine Mehrheit der Kantone angehört, bilden jedoch jene, die den Zeitplan als zu kurz empfinden. In allen drei Gruppen finden sich Akteure, die eine sofortige Bekämpfung in national wichtigen Biotopen nicht als prioritär sehen und z.B. die Bekämpfung entlang der Ausbreitungsachsen oder Verkaufsverbote vorziehen würden.