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Vernehmlassung 2015/56: Gesamtschau Sportförderung des Bundes · 43 Seiten
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Die Koordination und Steuerung der Ausbildung obliegt dem BASPO. Es subventioniert das private Ausbildungsangebot punktuell, stellt Ausbildungsgrundlagen zur Verfügung und gewährleistet die Kohärenz des Ausbildungssystems. Die Partnerorganisationen sind zuständig für die Grund- und Weiterbildung der Leiterpersonen, während das BASPO die Expertenausbildung durchführt. Zurzeit sind esa insgesamt 36 Organisationen angeschlossen.42
Der Erwachsenensport Schweiz esa befindet sich nach wie vor in einer Aufbauphase. Aus finanziellen Gründen können im Moment keine zusätzlichen Organisationen berücksichtigt werden.
4.6.3 Ausbildung von Sportkoordinatorinnen und -koordinatoren
Die Gemeinde ist ein zentraler Träger der schweizerischen Sport- und Bewegungsförderung. Ungeachtet dieses Potentials verfügt nur eine Minderheit der Gemeinden über Strukturen im Bereich der Sportförderung. Die Hauptverantwortung für die kommunale Sportförderung tragen die Sportvereine. Im Verein ist aber lediglich ein Viertel der Bevölkerung organisiert.
Die Sportkoordinatorinnen oder -koordinatoren nehmen im kommunalen Sportumfeld eine zentrale Rolle ein. Mit dem Ziel Sport und Bewegung in der Gemeinde zu fördern, gehört es zu ihren Aufgaben, als Schaltstelle für sämtliche Belange des Sports zu wirken, die verschiedenen lokalen Anbieter zu vernetzen und gegenüber interessierten Kreisen aufzuzeigen,
welche Angebote für welche Nutzergruppen zur Verfügung stehen. Sie sollten demnach in alle relevanten Dossiers eingebunden sein, die für die kommunale Sport- und Bewegungsförderung wichtig sind (Schule, Gesundheitsförderung, Immobilienverwaltung, Raumplanung, Verkehrsplanung, Standortmarketing etc.).
Die Erfüllung dieser Aufgaben erfordert fachspezifische Kompetenzen und Fähigkeiten. Das BASPO führt seit 2009 einen entsprechenden Ausbildungslehrgang. Ziel ist es, Personen auf ihre zukünftige Tätigkeit in der kommunalen Sportförderung vorzubereiten und ihre diesbezüglichen Handlungskompetenzen zu erweitern. Pro Jahr werden rund 40 Personen ausgebildet. Über diese Ausbildungstätigkeit hinaus besteht hinsichtlich des Aufbaus kommunaler Sport- und Bewegungsstrukturen erheblicher Beratungsbedarf, der heute nicht adäquat gedeckt ist.
4.6.4 Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen EHSM
Die EHSM hat den gesetzlichen Auftrag, im Bereich der angewandten Sportwissenschaft zu lehren, Forschung zu betreiben und Dienstleistungen zu erbringen. Sie kommt diesem Auftrag auch im Bereich des Breitensports nach.
Die EHSM bietet auf Stufe Fachhochschule einen Bachelor der Sportwissenschaft an, der auch zu beruflichen Tätigkeiten im Breitensport befähigt. In Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg wird ein Masterstudium Sportwissenschaften mit Vertiefung Unterricht im Hinblick auf eine Berufstätigkeit als Fachlehrperson Sport auf der Sekundarstufe II angeboten. Einen wichtigen Beitrag für die Stärkung des Breitensports leisten die sogenannten Magglinger Hochschulwochen, die kontinuierlich ausgebaut werden sollen. Vor allem Studierende von Pädagogischen Hochschulen können hier eine vertiefte praktische Sportausbildung mit Schwerpunkt im Bereich Kinder- und Jugendsport erhalten.
Im Bereich der Forschung und Entwicklung wird die wirtschaftliche Bedeutung des Sports untersucht und Fragen zu möglichen Beiträgen des Sports für die Integration der Migrationsbevölkerung thematisiert. Zudem evaluiert die EHSM Massnahmen der Breitensportförderung und stellt ein entsprechendes Monitoring sicher. Sie berät Dritte im Bereich des Baus und des Betriebs von Sportanlagen und dem Sport dienlichen Infrastrukturen sowie Institutionen im Bildungsbereich für Fragen der Sportpädagogik und Bildungswissenschaft.
42 Vollständige Liste kann unter http://www.erwachsenensport.ch eingesehen werden.