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Vernehmlassung 2015/56: Gesamtschau Sportförderung des Bundes · 42 Seiten

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Übersicht

Ausgangslage

Die Bereitstellung von Sportangeboten ist in erster Linie eine Aufgabe privater Trägerschaften. An diesem Grundsatz orientiert sich auch das NASAK-Programm, das entsprechende Initiativen beim Bau von Sportanlagen von nationaler Bedeutung durch Bundesbeiträge fördert. In verschiedenen Bereichen des Breiten- und Leistungssports fehlt es allerdings ganz oder teilweise an solchen Initiativen, weshalb staatliches Engagement nach den Prinzipien der Subsidiarität zum Tragen kommt. Dies gilt insbesondere für die Ausbildung im Sport, das Kurswesen im Breitensport und die Trainingsinfrastruktur für den Leistungssport. Vor diesem Hintergrund wurden die Sportzentren des Bundes in Magglingen und Tenero geschaffen.

Zeitgemässe Infrastrukturen sind eine zentrale Voraussetzung einer wirksamen Sportförderung. In den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungen an die Ausbildungs- und Trainingsinfrastruktur massgeblich verändert. Im internationalen Vergleich genügt die bestehende Infrastruktur in Magglingen und Tenero diesen Anforderungen nur noch beschränkt. Zunehmende Nutzungskonflikte zwischen unterschiedlichen Kundengruppen und Sportarten sind an der Tagesordnung und erschweren die Betriebsführung. Das vorliegende Immobilienkonzept zeigt auf, welche Investitionen in Sportanlagen und Betriebsgebäude des Bundes erforderlich sind, um die Rahmenbedingungen für die Förderung des Breiten- und Leistungssports zu verbessern.

Die Priorisierung der Projekte richtet sich nach den finanzpolitischen Rahmenbedingungen des Bundes. Die massgebliche Verschlechterung der Haushaltslage und der damit einhergehende Bereinigungsbedarf im Finanzplan 2016-2018 haben zur Folge, dass für die schweizerische Sportförderung wichtige Infrastrukturvorhaben nur mit erheblicher Verzögerung oder in den kommenden zehn Jahren gar nicht realisiert werden können.

Bestehende Bauten

Das Bundesamt für Bauten und Logistik BBL sorgt für das zivile Immobilienmanagement des Bundes und damit auch für die Immobilien des BASPO. Im Rahmen von Voranschlag und Finanzplan sind gegenwärtig für die Standorte Magglingen und Tenero jährlich 10 Millionen Franken eingestellt. Dieser Betrag steht sowohl für die Wert- und Funktionserhaltung als auch für Neuinvestitionen zur Verfügung. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt jedoch, dass mit diesen 10 Millionen Franken aufgrund des grossen Bestandes vornehmlich werterhaltende Massnahmen (Unterhalt) finanziert werden können.

Sanierungs- und Neubauprojekte

Ausgehend von der Nachfrage des Breiten- und Leistungssports besteht an den Standorten Magglingen (209 Millionen Franken) und Tenero (182 Millionen Franken) ein Sanierungs- und Neubaubedarf mit einem Investitionsvolumen von 391 Millionen Franken. Bei Realisierung des Nationalen Schneesportzentrums (Erstinvestitionen von 60-85 Millionen Franken) belaufen sich die Investitionen auf insgesamt 476 Millionen Franken. Entsprechend den Entwicklungsperspektiven des Bundeshaushalts sind in den Planungsperioden 2018-2023 rund 181 Millionen Franken und 2024-2029 rund 184 Millionen Franken für Sanierungs- und Neubauprojekte vorgesehen.

In diesen Projekten sind einzelne Sanierungs- und Ersatzmassnahmen an bestehenden Bauten berücksichtigt. Entsprechend ist es angezeigt, vorübergehend jährlich 4 Millionen Franken aus den heute für die Standorte Magglingen und Tenero im Budget des Bundesamtes für Bauten BBL veranschlagten 10 Millionen Franken (Kredit Zivile Bauten p.a.) zu verwenden. Somit besteht für die Realisierung dieser Investitionen in den Planungsperioden 2018-2023 ein effektiver zusätzlicher Mittelbedarf von rund 157 Millionen Franken und 2024- 2029 von rund 160 Millionen Franken. Für Unterhalt, Veränderung und Betrieb der jeweiligen Anlagen besteht ab 2024 ein jährlicher finanzwirksamer Bedarf von rund 17 Millionen Franken bzw. ab 2030 von rund 32 Millionen Franken.